Der Wahlkreis Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I (Wahlkreis 60) ist ein Bundestagswahlkreis in Brandenburg. Er umfasst neben der Stadt Brandenburg an der Havel das Gebiet der zum Landkreis Potsdam-Mittelmark gehörigen Gemeinden Beelitz, Bad Belzig, Groß Kreutz (Havel), Kloster Lehnin, Seddiner See, Treuenbrietzen, Werder (Havel) und Wiesenburg/Mark sowie das Gebiet der Ämter Beetzsee, Brück, Niemegk, Wusterwitz und Ziesar. Außerdem gehören zum Wahlkreis aus dem Landkreis Havelland die Gemeinden Milower Land, Premnitz und Rathenow sowie aus dem Landkreis Teltow-Fläming die Gemeinden Jüterbog und Niedergörsdorf.Wahlkreiseinteilung beim Bundeswahlleiter

Geschichte Der Wahlkreis besteht in der jetzigen Form seit der Wahlkreisreform von 2002. Im Zuge der Neuordnung der Wahlkreise in Brandenburg wurden damals dem Vorgängerwahlkreis 275 Brandenburg a.d. Havel – Rathenow – Belzig die beiden Gemeinden Jüterbog und Niedergörsdorf, die bis 2002 zum Wahlkreis 278 Luckenwalde – Zossen – Jüterbog – Königs Wusterhausen gehörten, hinzugefügt. Gleichzeitig wurden die beiden Ämter Friesack und Rhinow an den nördlichen Nachbarwahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I abgegeben.

Zum Wahlkreis gehörte ursprünglich das gesamte Gebiet des damaligen Amtes Groß Kreutz. Nach dessen Auflösung 2003 ging vor der Bundestagswahl 2005 die ehemalige Gemeinde Derwitz an den Wahlkreis Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II. 2005 hatte er die Wahlkreisnummer 60, 2009 die Nummer 61 und seit 2013 wieder die Nummer 60. Zur Bundestagswahl 2017 gab der Wahlkreis das Amt Nennhausen an den Wahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I ab. Zur Bundestagswahl 2021 kam die Stadt Werder (Havel) aus dem Wahlkreis Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II neu hinzu.

Wahlkreisabgeordnete Wahlkreis Brandenburg an der Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I bzw. Brandenburg a.d. Havel – Rathenow – Belzig.

Wahl Abgeordneter Partei Stimmenin % 1990 38,5 1994 50,1 1998 48,6 2002 46,4 2005 41,2 2009 32,8 2013 33,1 2017 31,8 2021 32,1 2025 33,6

Wahlergebnisse Bundestagswahl 2025

Bundestagswahl 2021

Bei der Bundestagswahl 2021 sind für den Wahlkreis 60 19 Parteien mit Landeslisten und 14 Kandidaten für das Direktmandat angetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,7 %.Bundestagswahl 2021 Ergebnisse Wahlkreis 60

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Dietlind Tiemann CDU 20,1 15,3 Axel Brösicke AfD 16,5 16,4 Sonja Eichwede SPD 32,1 33,3 Tobias Bank DIE LINKE 8,7 8,3 Patrick Meinhardt FDP 6,4 8,2 Alexandra Pichl GRÜNE 6,5 8,4 – Tierschutzpartei – 2,5 Isabell Knauff Die PARTEI 1,7 1,2 Michael Müller FREIE WÄHLER 3,8 2,6 – NPD – 0,3 – DKP – 0,1 Martina Schallert ÖDP 0,3 0,2 – MLPD – 0,1 Guido Esser dieBasis 1,6 1,5 – Die Humanisten – 0,1 Mathias Täge PIRATEN 0,6 0,4 – Team Todenhöfer – 0,2 Thomas Rödiger UNABHÄNGIGE 0,8 0,7 – Volt – 0,3 Corinna Conrad Einzelbewerber 0,7 – Klaas Hinners Einzelbewerber 0,3 –

Bundestagswahl 2017

Bei der Bundestagswahl 2017 traten in diesem Wahlkreis 15 Parteien mit Landeslisten für Brandenburg an. In diesem Wahlkreis traten 9 Kandidaten für das Direktmandat an.. Abgerufen am 26. September 2017.

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Dietlind Tiemann CDU 31,8 28,2 Erardo Rautenberg SPD 25,1 20,7 Anke Domscheit-Berg DIE LINKE 15,1 16,6 Klaus-Dieter Riedelsdorf AfD 16,9 17,9 Till Heyer-Stuffer GRÜNE/B90 3,4 4,2 — NPD — 0,9 Eric Vohn FDP 4,6 6,5 Bettina Sommerlatte-Hennig FREIE WÄHLER 2,0 1,2 — MLPD — 0,1 — BGE — 0,4 Werner Becker DKP 0,4 0,2 — DM — 0,3 — ÖDP — 0,2 — Die PARTEI — 1,1 — Tierschutzpartei — 1,7 Mathias Täge Piraten 1,7 —

Bundestagswahl 2013

Bei der Bundestagswahl 2013 traten in diesem Wahlkreis 12 Parteien mit Landeslisten für Brandenburg an.Bettina Cain: In: Brandenburg.de, 2013. Abgerufen am 25. August 2013. In diesem Wahlkreis traten acht Kandidaten für das Direktmandat an, In: Wahlen.Brandenburg.de. Abgerufen am 25. August 2013. darunter ein Einzelbewerber. In: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung Online. Abgerufen am 25. August 2013.

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Frank-Walter Steinmeier SPD 33,1 26,2 Andrea Astrid Voßhoff CDU 32,8 34,0 Diana Hertha Golze DIE LINKE 23,8 22,9 Maik Schneider NPD 3,3 2,6 Frank Steinert PIRATEN 2,5 2,0 Yvonne Plaul GRÜNE/B90 2,4 3,8 Max Koziolek FDP 1,6 2,3 — REP — 0,2 — MLPD — 0,1 — AfD — 4,9 — pro Deutschland — 0,4 — FREIE WÄHLER — 0,8 Thomas Rödiger Einzelbewerber 0,5 —

Bundestagswahl 2009

Die Bundestagswahl 2009 hatte folgendes Ergebnis: In: Bundeswahlleiter.de. Abgerufen am 25. August 2013.

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Frank-Walter Steinmeier SPD 32,9 27,7 Diana Golze DIE LINKE 28,5 28,6 Andrea Astrid Voßhoff CDU 24,7 24,0 Heinz Lanfermann FDP 5,9 8,0 Joachim Gessinger GRÜNE/B90 3,8 4,9 Dieter Manfred Brose NPD 3,0 2,4 — MLPD — 0,1 — BüSo — 0,2 — DVU — 0,9 — REP — 0,1 — FWD — 0,6 — PIRATEN — 2,5 Lothar Sommer Einzelbewerber(Spitzenkandidat der Bürger) 0,7 — Hans-Jürgen Rettig Einzelbewerber (UBB) 0,6 —

Bundestagswahl 2005

Die Bundestagswahl 2005 hatte folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Margrit Spielmann SPD 41,2 37,6 Andrea Astrid Voßhoff CDU 22,5 20,2 Diana Golze Die Linke. 26,3 26,5 Christian Griebel FDP 4,2 6,6 Martin Köhler GRÜNE/B90 2,8 4,5 Dieter Woche NPD 3,0 2,9 — GRAUE — 1,0 — 50Plus — 0,6 — MLPD — 0,2

Weblinks Strukturdaten des Wahlkreises beim Bundeswahlleiter

Einzelnachweise

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