Adam Werner von Heyden, Graf von Cartlow, kurz Adam von Heyden Graf von Cartlow, (* 22. November 1852 in Kartlow; † 4. Januar 1888 ebenda) war Landrat des Landkreises Demmin.

Leben Adam Werner von Heyden war der vierte Sohn von Woldemar von Heyden (1809–1871) auf Cartlow und dessen Frau Athalie (1814–1873), geborene Fränkel. Er wurde zunächst durch Hauslehrer unterrichtet, besuchte das Gymnasium in Anklam und studierte anschließend an der Universität Göttingen Rechtswissenschaften. Seit 1871 war er Mitglied des Corps Pomerania Greifswald.Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten 1960. C. Mettcker & Söhne-Jever-Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, Corps 53, (Lfd. Nr. dort) 457. Später war er unter anderem bei der Regierung in Merseburg tätig. mini|hochkant|Schloss Kartlow. Südlicher Turm. Nach dem Tod des Vaters erbte er als letztgeborener Sohn das vom Vater eingerichtete Fideikommiss Cartlow. Damit verbunden war der preußische Grafentitel, den er als erster aus der Familie von Heyden trug. Entsprechend der Satzung konnte er die Führung des Besitzes, der bis dahin von einem Kuratorium verwaltet wurde, erst im Alter von 25 Jahren antreten.

1883 wurde er zum Landrat des Landkreises Demmin gewählt. Bereits zu dieser Zeit litt er an einer Magenkrankheit, der er 1888 erlag.

Familie Adam Werner von Heyden war seit 1875 zu Merseburg mit Marie von Tiedemann (1853–1944), der Tochter des Geheimen Regierungsrates Hermann von Tiedemann und der Mathilde Menkhoff verheiratet. Das Paar hatte zwei Töchter, Gisela und Mechthild, und zwei Söhne. Der Sohn Jürgen (1887–1934) war Jurist, preuß. Refrendat, Johanniterritter und letzter Fideikommissherr zu Cartlow. Da wiederum dessen ältester Sohn Woldemar-Wichard von Heyden 1942 als Oberleutnant fiel erbte Adams jüngstes Enkelkind, 1929 in Kartlow geboren, Hubertus den Titel Graf von Cartlow, verzichtete aber auf die weitere Führung des Namens wegen damaliger Nichterfüllung der Voraussetzungen - sprich des Wohnsitzes außerhalb von Kartlow und wurde Garten- und Landschaftsarchitekt.

Literatur Harald von Heyden: Beständig im Wandel. Berichte aus sechs Generationen der Familie von Heyden/von Heyden-Linden von 1800–1989. Heyden’sche Familienstiftung (Hrsg.), Borgwedel 1989, u. a. S. 10, 55, 161 f., 167, 171 f., 187 f., S. 212, S. 222–224, S. 284. (Mit Portrait). Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1958. Band II, Band 10 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, Glücksburg (Ostsee) 1958, S. 79–80. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft (D.A.G.). Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 115, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 138–139. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 41, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 221–222. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1890. Jahrgang 63, Justus Perthes, Gotha 9. Juli 1889, S. 193.

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