mini|hochkant=1.5|Liniennetzplan mini|hochkant=1.5|Schienenverkehrsnetz Nürnberg Die U-Bahn Nürnberg wurde am 1. März 1972 eröffnet und ist seit dem 14. Juni 2008vag.de: die erste in Deutschland, die dauerhaft eine fahrerlose U-Bahn-Linie betreibt und war die erste weltweit mit einem Mischbetrieb von automatischen und konventionellen Zügen auf derselben Strecke (2008–2010). Sie bildet das Rückgrat des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs in Nürnberg und Fürth und wird durch die S-Bahn und in Nürnberg zusätzlich durch die Straßenbahn und den Stadtbus ergänzt. Auf ihrem rund 38 Kilometer langen Streckennetz verkehren drei Linien. 2025 wurden 114,4 Millionen Menschen im Jahr befördert.VAG setzt Rekordserie fort: Mehr Fahrgäste, mehr Abos und Bewerbungen auf vag.de, vom 16. Januar 2026, abgerufen am 24. Februar 2026 2023 zählte die U-Bahn werktäglich über 440.000 Fahrgäste.Ergebnisse der Verkehrszählung 2024 auf online-service2.nuernberg.de, abgerufen am 3. Januar 2025 Seit der Erweiterung der U-Bahn-Linie 3 im Dezember 2011 sind 66 Prozent der Nürnberger Einwohner wohnungsnah an das U-Bahn-Netz angeschlossen.Bahn frei unter der Erde, Nürnberger Nachrichten, 10. Dezember 2011.
Für Planung, Bau und Erneuerung der Anlagen ist das U-Bahn-Bauamt der Stadt Nürnberg zuständig.Tiefbauamt Nürnberg (Hrsg.): Jahresbericht 2006 (PDF; 4,4 MB). S. 44. Dieses ging 2009 aus der Abteilung U-Bahn-Bau des inzwischen aufgelösten Tiefbauamtes hervor.Stadt Nürnberg Online (Hrsg.): Servicebetrieb Öffentlicher Raum. Die Instandhaltung der Anlagen obliegt den Städten Nürnberg und Fürth. Betrieben wird die U-Bahn im Nürnberger Streckennetz von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) und im Fürther Streckennetz von der infra fürth verkehr gmbh (infra), die ihren Anteil an den Betriebsleistungen jedoch ebenfalls von der VAG ausführen lässt. Da beide Verkehrsbetriebe Mitglied im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) sind, ist die U-Bahn Teil des gemeinsamen Verkehrs- und Tarifverbundes.
Liniennetz Linie Streckenabschnitt Inbetrieb-nahme Haltestellen (⌀ Abstand dazwischen) Längein km Fahrzeitin min(durchschnittl. Geschwindigkeit in km/h) Durchschnittl.Fahrgästepro Tag (2017) Takt in min Hauptverkehrs-zeit (HVZ) Nebenverkehrs-zeit (NVZ) Schwachverkehrs-zeit (SVZ) Langwasser Süd – Messe 1972–2007 27(⌀ 711 m) 18,5 35 min.(⌀ 31,7 km/h) 217.000 5 6½ 10 Messe – Eberhardshof 3⅓ Eberhardshof – Hardhöhe 5 Langwasser Süd – (442 m) – Gemeinschaftshaus – (494 m) – Langwasser Mitte – (591 m) – Scharfreiterring – (547 m) – Langwasser Nord – (709 m) – Messe – (506 m) – Bauernfeindstraße – (1509 m) – Hasenbuck – (752 m) – Frankenstraße – (673 m) – Maffeiplatz – (630 m) – Aufseßplatz – (694 m) – Hauptbahnhof – (584 m) – Lorenzkirche – (635 m) – Weißer Turm – (445 m) – Plärrer – (628 m) – Gostenhof – (492 m) – Bärenschanze – (700 m) – Maximilianstraße – (722 m) – Eberhardshof – (858 m) – Muggenhof – (953 m) – Stadtgrenze – (825 m) – Jakobinenstraße – (700 m) – Fürth Hauptbahnhof – (889 m) – Rathaus – (636 m) – Stadthalle – (957 m) – Klinikum – (910 m) – Hardhöhe Röthenbach – Ziegelstein 1984–1999 16(⌀ 880 m) 13,2 22 min.(⌀ 36,0 km/h) 123.000 5 5 10 Ziegelstein – Flughafen 10 10 10 Röthenbach – (1317 m) – Hohe Marter – (684 m) – Schweinau – (517 m) – St. Leonhard – (762 m) – Rothenburger Straße – (970 m) – Plärrer – (766 m) – Opernhaus – (533 m) – Hauptbahnhof – (767 m) – Wöhrder Wiese – (525 m) – Rathenauplatz – (611 m) – Rennweg – (650 m) – Schoppershof – (902 m) – Nordostbahnhof – (835 m) – Herrnhütte – (945 m) – Ziegelstein – (2388 m) – Flughafen Großreuth bei Schweinau – Nordwestring 2008–2020 14(⌀ 708 m) 9,2 19 min.(⌀ 29,0 km/h) 70.000 5 5 10 Großreuth bei Schweinau – (898 m) – Gustav-Adolf-Straße – (607 m) – Sündersbühl – (929 m) – Rothenburger Straße – (970 m) – Plärrer – (766 m) – Opernhaus – (533 m) – Hauptbahnhof – (767 m) – Wöhrder Wiese – (525 m) – Rathenauplatz – (963 m) – Maxfeld – (453 m) – Kaulbachplatz – (553 m) – Friedrich-Ebert-Platz – (534 m) – Klinikum Nord – (713 m) – Nordwestring Anmerkung: die im Linienlauf fett dargestellten Stationen markieren die Endhaltestellen und Umsteigestationen zu anderen U-Bahn-Linien, zur S-Bahn und zum Regionalverkehr.
700px|zentriert|Liniennetz der U-Bahn Nürnberg Linien Hardhöhe – Langwasser Süd Die U1 ist die am stärksten frequentierte Nürnberger U-Bahn-Linie. Beginnend im Nürnberger Stadtteil Langwasser verbindet sie die Städte Nürnberg und Fürth. Sie bedient 27 Bahnhöfe, eine Fahrt benötigt für den 18,5 km langen Linienweg 35 Minuten. Der am stärksten genutzte Abschnitt ist der vom Aufseßplatz durch die Lorenzer Altstadt zum Plärrer, was sich vor allem bei Großveranstaltungen wie dem Nürnberger Christkindlesmarkt bemerkbar macht.
Röthenbach – Flughafen Die Bezeichnung U2 existiert seit der Eröffnung des ersten Streckenabschnitts Plärrer – Schweinau am 28. Januar 1984, jedoch verkehrte sie bis zur Eröffnung der Strecke Plärrer – Opernhaus – Hauptbahnhof nur in der Schwachverkehrszeit mit einem Pendelwagen zwischen Plärrer und Schweinau bzw. später bis Röthenbach. Die U2 bedient auf ihrem 13,2 km langen Linienweg 16 Bahnhöfe und benötigt dafür 22 Minuten. Vor allem der Abschnitt Hauptbahnhof – Rathenauplatz (hier überlappende Bedienung von U2 und U3) wird zu Schulzeiten oft an den Rand seiner Leistungsfähigkeit gebracht. Entlang der Strecke liegen mehrere Museen und Freizeiteinrichtungen wie das Multiplexkino Cinecittà. Seit Stilllegung des Flughafens Tempelhof ist der Nürnberger Flughafen der einzige deutsche Flughafen mit U-Bahn-Anbindung. Mit 12–13 Minuten ist die Fahrzeit zwischen Hauptbahnhof und Flughafen eine der kürzesten ÖPNV-Fahrtzeiten zwischen Stadtzentrum und Flughafen deutschlandweit.
Großreuth bei Schweinau – Nordwestring/Nordostbahnhof mini|Fahrt der U3 von der Station Nordwestring bis zur Station Hauptbahnhof im August 2019 Die Linie hat eine Länge von 9,2 km, bedient 14 Bahnhöfe bei einer Fahrzeit von 19 Minuten und bindet die Wohngebiete im Osten Wetzendorfs, in Gärten hinter der Veste und Sündersbühl sowie das Gewerbegebiet Tillypark an die Innenstadt und den Hauptbahnhof an. Auf dem Abschnitt Rothenburger Straße – Rathenauplatz verkehrt sie zusammen mit der Linie U2. Außerdem befahren einzelne U3-Zugläufe am Abend und Morgen den Nordast der U2 nach Nordostbahnhof, da die Züge dort abgestellt werden.
Ehemalige Linien Eberhardshof – Messe Eingeführt wurde die Verstärkerlinie U11 zunächst mit der Verlängerung der U1 bis Weißer Turm am 28. Januar 1978. Sie wurde mit fortschreitender Erweiterung Richtung Fürth am 20. März 1982 bis zur Jakobinenstraße verlängert, aber mit der nächsten Erweiterung bis Fürth Hauptbahnhof zu ihrem langjährigen Endpunkt Eberhardshof zurückgezogen. In den 1990er Jahren war ihr südlicher Beginnpunkt Langwasser Süd. Weitere regelmäßige Endpunkte waren Gostenhof, Hasenbuck und Messe, im Zuge von Einrückfahrten auch Aufseßplatz, Scharfreiterring, Bärenschanze und Muggenhof.
Eine Besonderheit der U11-Fahrten war, dass sie nur dann als Linie U11 ausgeschildert wurden, wenn der Endpunkt der Fahrt nicht gleichzeitig der Endpunkt der U1 und damit der finale äußere Endpunkt der Strecke war. So fuhr die U11 zwar von Langwasser Süd nach Eberhardshof als U11, in der umgekehrten Richtung jedoch als U1. Sinn dieser Regelung war, dass das Liniensignal U11 nur dazu diente, die Fahrgäste darauf aufmerksam zu machen, dass eine Fahrt nicht bis zum Streckenende ging, sondern als Kurzläufer an einem Unterwegsbahnhof endete. Diese Eigenschaft hatte sie mit ihrer Schwesterlinie U21 gemeinsam.
Zuletzt unterstützte die Verstärkerlinie U11 die U1 von Montag bis Freitag während der Hauptverkehrszeit zwischen Eberhardshof und Messe. Der Linienweg betrug dabei 8,9 km, die Anzahl der Haltestellen 14 und die Fahrzeit 19 Minuten. Zusätzlich fuhr sie an den vier Adventssamstagen, während Großveranstaltungen oder Messen, und während der Fürther Michaeliskirchweih an den Wochenenden ab Hardhöhe.
Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 verschwand die U11-Linienbezeichnung auf den ersten Fahr- und Netzplänen und wird seit der Eröffnung der Teilstrecke der U3 zwischen Friedrich-Ebert-Platz und Nordwestring im Mai 2017 auf den bahnsteig- und fahrzeugseitigen Zugzielanzeigern nicht mehr angezeigt. Das Fahrtenangebot der Verstärker besteht weiterhin, wird jetzt aber unter der Linie U1 geführt.
Röthenbach – Ziegelstein
Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 verschwand die U21-Linienbezeichnung auf den ersten Fahr- und Netzplänen und wird seit der Eröffnung der Teilstrecke der U3 zwischen Friedrich-Ebert-Platz und Nordwestring im Mai 2017 auf den bahnsteig- und fahrzeugseitigen Zugzielanzeigern nicht mehr angezeigt. Das Fahrtenangebot der Verstärker besteht weiterhin, wird jetzt aber unter der Linie U2 geführt.
Die Linie U21 verstärkte die U2 zuletzt jeden Tag in der Haupt- und Nebenverkehrszeit auf dem Abschnitt Röthenbach – Ziegelstein. Sie befuhr also nahezu die gesamte U2-Strecke, mit Ausnahme der Teilstrecke zum Flughafen. Die Linie bediente 15 Bahnhöfe und benötigte für ihren 10,8 km langen Linienweg 20 Minuten. Bei Einrückfahrten wurden manchmal auch Ziele wie Hauptbahnhof oder Nordostbahnhof in Verbindung mit dem Liniensignal U21 ausgeschildert.
Die Verstärkerlinie gab es zuvor schon zweimal auf anderen Teilstrecken:
Ab der Eröffnung der Südstrecke der U2 verkehrte sie anfangs von Schweinau (1984), später von Röthenbach (1986), zum Plärrer, wechselte dort auf die Strecke der U1 und endete je nach Tageszeit am Aufseßplatz, Hasenbuck oder in Langwasser Süd als Verstärkung für die U1. Dieser Linienweg bestand bis zum Jahr 1988, als die U2-Strecke zwischen Plärrer und Hauptbahnhof in Betrieb ging und die beiden Stammstrecken seither linienrein befahren werden. Durch die Verstärkung auf der U1 durch die U21 gab es von 1984 bis 1988 kaum Fahrten der Linie U11.
Mit fortschreitendem Bau der U2-Nord und der damit einhergehenden Rücknahme des Straßenbahnverkehrs wurde in den 1990er Jahren eine U21 von Hauptbahnhof bis Nordostbahnhof als morgendliches Verstärkerangebot im Schülerverkehr eingerichtet, das vor allem auf dem Abschnitt Hauptbahnhof – Wöhrder Wiese benötigt wurde. Sie verkehrte nur in Richtung Nordostbahnhof mit Fahrgästen; die Züge wurden als Leerfahrt zurückgeführt. Inzwischen übernimmt diese Verstärkungsaufgabe die U3.
Eine Besonderheit der nur auf der U2-Strecke verkehrenden U21-Fahrten war, dass sie nur dann als Linie U21 ausgeschildert wurden, wenn der Endpunkt der Fahrt nicht gleichzeitig der Endpunkt der U2 und damit der finale äußere Endpunkt der Strecke war. So fuhr die U21 zwar von Röthenbach nach Ziegelstein als U21, in der umgekehrten Richtung jedoch als U2. Sinn dieser Regelung war, dass das Liniensignal U21 nur dazu diente, die Fahrgäste darauf aufmerksam zu machen, dass eine Fahrt nicht bis zum Streckenende ging, sondern als Kurzläufer an einem Unterwegsbahnhof endete. Diese Eigenschaft hatte sie mit ihrer Schwesterlinie U11 gemeinsam.
Eine nie in die betriebliche Realität gelangte Verwendung des Liniensignals U21 befand sich in den U-Bahn-Planungen der Jahre 1990 und 1993. Da das Liniensignal U3 damals noch für die dritte Stammstrecke vorgesehen war, wurden die letztlich als U3 realisierten Zweigstrecken der U2 in Richtung Klinikum Nord und Kleinreuth bei Schweinau als U21 bezeichnet.
Streckennetz Das Streckennetz umfasst 37,6 Kilometer. Der Großteil liegt im Tunnel, etwa 5,4 Kilometer werden oberirdisch auf Geländeniveau oder als Hochbahn geführt. Die Linien U2 und U3 nutzen im Zentrum auf rund 3,7 Kilometern die gleiche Strecke.
Streckenbeschreibung Verlauf der U1 Von Langwasser bis zum Hasenbuck mini|links|Zwischen Langwasser Mitte und Scharfreiterring