Die AEG R.I war ein überschwerer Langstreckenbomber der deutschen Fliegertruppe im Ersten Weltkrieg.

Entwicklung Da aufgrund schwerer Verluste die Angriffe mit Militärluftschiffen reduziert und schließlich eingestellt wurden, sollten Riesenflugzeuge in noch größerer Dimension als bisher in den Einsatz kommen. Das Unternehmen AEG versuchte daher ebenso wie die Firmen DFW, Junkers, Krupp-Germania, Linke Hofmann, Mercur, Union, Schütte-Lanz, Siemens-Schuckert und Zeppelin (Staaken) Riesenflugzeug-Langstreckenbomber zu entwerfen, die mit großer Reichweite und schwerer Bombenlast für den strategischen Bombenkrieg geeignet waren.

Die R.I war ein viermotoriger, dreistieliger Doppeldecker. Alle vier Motoren waren zur besseren Wartung und Reparatur während des langen Einsatzfluges im Rumpfinneren angebracht und so für die Bordmechaniker zugänglich. Die Kraftübertragung an die Propeller erfolgte über ein Antriebswellengetriebe, auf das alle vier Motoren gleichermaßen wirkten. Der erste Prototyp wurde am 14. Juni 1918 erfolgreich erprobt, wobei die Maschine sich als durchaus manövrierfähig zeigte. Sieben Flugzeuge wurden daher bestellt. Bei einem Testflug am 3. September 1918 zerlegte sich ein Propeller, dessen Leim noch nicht ausgehärtet war. Die daraufhin entstehende Unwucht verursachte eine extreme Vibration am Wellengetriebe. Diese erfasste alle vier Motoren und übertrug sich wieder auf die Propeller, welche sich aus den Lagern lösten. Dabei wurde eine zentrale Tragstrebe zerschmettert. Das Flugzeug zerbrach und alle sieben Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.vgl. englische Wikipedia

Von den übrigen sechs bestellten AEG R.I (R.21, 22, 59, 60, 61 und R.62) wurde bis Kriegsende nur noch die R.21 fertiggestellt; R.22 war im Bau.

Einsatz Die AEG-Riesenflugzeuge kamen nicht mehr zum Einsatz.

Technische Daten Kenngröße Daten AEG R.Iunterschiedliche Angaben bei Nowarra, Heinz: Die Entwicklung der Flugzeuge 1914–18, München 1959 und Kroschel, Günter; Stützer, Helmut: Die deutschen Militärflugzeuge 1910–18, Wilhelmshaven 1977. Die neueren Angaben von Kroschel/Stützer wurden verwendet Baujahr 1918 Einsatzzweck Bomber Besatzung 7 Länge 19,50 m Spannweite 36,00 m Höhe 6,35 m Flügelfläche 260,0 m² Leermasse 9.000 kg Startmasse 12.700 kg Antrieb 4 wassergekühlte ReihenmotorenMercedes D IVa mit je Bewaffnung 5 MG, 2000 kg Bomben

Siehe auch Liste von Flugzeugtypen

Literatur Günter Kroschel, Helmut Stützer: Die deutschen Militärflugzeuge 1910–1918. Lohse-Eissing, Wilhelmshaven 1977, ISBN 3-920602-18-8. Heinz Nowarra: Die Entwicklung der Flugzeuge 1914–1918. Lehmanns, München 1959.

Weblinks

Einzelnachweise/Anmerkungen

R 01 Kategorie:R-Flugzeugtyp der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg Kategorie:Erstflug 1918 Kategorie:Bomber Kategorie:Viermotoriges Flugzeug mit Kolbenmotoren