Der FC Germania Friedrichstal ist der einzige Fußballverein in Friedrichstal, einem Stadtteil von Stutensee, nördlich von Karlsruhe. In dem 1913 gegründeten Verein wird neben Fußball seit 1972 auch Tennis gespielt. Den Fußballern gelang 1972 der Sprung in die oberste Amateurklasse, in der sie sich aber nicht halten konnten. Seither spielt Germania Friedrichstal, aus dessen Jugend mit Jens Nowotny in den 1990er Jahren ein späterer Nationalspieler hervorging, in den regionalen Spielklassen.
Geschichte Der am 23. November 1913 im Gasthaus „Zum Hirsch“ gegründete Verein trat in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens im überregionalen Fußball nicht in Erscheinung. Aufgrund der in Deutschland herrschenden Inflation musste der in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Verein den Spielbetrieb zwischen 1925 und Anfang 1928 zeitweise ganz einstellen. Sportlicher Höhepunkt der Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg war das Entscheidungsspiel der Germania um die Bezirksmeisterschaft 1931, in dem man vor der Rekordkulisse von 1300 Zuschauern dem FV Linkenheim unterlag.
Nach Kriegsende erfolgte in Friedrichstal unter dem Namen Sportfreunde Friedrichstal ein Zusammenschluss aller Vorkriegsvereine, am 1. Januar 1946 fand die Umgründungsversammlung des FC Germania statt. Dieser Name hatte aber nur kurze Zeit Bestand, 1951 trug sich der Verein im Vereinsregister unter dem alten Namen Fußballclub Germania Friedrichstal ein. Sportliche Erfolge waren in den ersten zwei Jahrzehnten der Nachkriegszeit rar, 1948 feierte man immerhin die Staffelmeisterschaft in der A-Klasse.
Ende der 1960er Jahre gelang erstmals der Aufstieg in die überregionalen Spielklassen. Unter dem bereits seit 1963 für den Verein tätigen Trainer Manfred Eglin wurde der FC Germania 1968 Staffelmeister der A-Klasse und stieg in die 2. Amateurliga auf. Bereits vier Jahre später, nunmehr unter Ludolf Hyll, da Eglin den Verein 1970 in Richtung Alemannia Eggenstein verlassen hatte, gelang der Sprung ins „Amateuroberhaus“, die 1. Amateurliga Nordbaden. Hier konnten sich die Germanen aber nur zwei Spielzeiten lang halten und stiegen 1974 wieder ab.
In den darauf folgenden Jahrzehnten hielten sich die Germanen zwar fast durchgängig im höherklassigen regionalen Fußball, meist in der Landes- und Bezirksliga, kamen aber nie über die Verbandsligaebene hinaus. In der Saison 2009/10 wurden die Germanen Vizemeister der Verbandsliga Nordbaden und qualifizierten sich damit für die Relegationsrunde zum Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Nachdem sich Friedrichstal zunächst gegen den Zweiten der Verbandsliga Südbaden, den Offenburger FV durchgesetzt hatte, scheiterte man am Vizemeister der Verbandsliga Württemberg, dem VfB Neckarrems mit 0:2 (auswärts) und 1:2 (in Friedrichstal).
Zum Ende der Verbandsliga-Saison 2013/14 zog man als Drittplatzierter, da der Vizemeister verzichtete, in die Aufstiegsrunde ein. Dort konnte sich Friedrichstal gegen den SV Linx und den 1. Göppinger SV durchsetzen und stieg damit in die Oberliga Baden-Württemberg auf. Dort konnten sich die Germanen zwei Jahre halten und stiegen in der Spielzeit 2016/17 in die Verbandsliga Nordbaden ab. Der direkte Wiederaufstieg in die Oberliga gelang im folgenden Jahr, 2019 stieg die Germania aber erneut ab. Nach einigen Spielzeiten in der Verbandsliga stieg Friedrichstal am Ende der Saison 2023/24 in die Landesliga ab und stieg auch hier direkt erneut ab, sodass der Verein seit der Saison 2025/26 in der Kreisklasse A spielt.
Zum FC Germania Friedrichstal gehört seit 1972 auch eine Tennisabteilung.
Saisonergebnisse der 1. Herrenmannschaft seit 1945: Liga und SaisonPlatzSp.GUVPunkteToreTordifferenz1947: Zuteilung zur A-KlasseA-Klasse 1947/481 von ?… 1948/49 bis 1966/67 unter Amateurliga …A-Klasse 1967/681 von 132437:112. Amateurliga Nordbaden Gruppe 1 1968/692 von 152837:1958:37 +212. Amateurliga Nordbaden Gruppe 1 1969/7011 von 163029:3148:4802. Amateurliga Nordbaden Gruppe 1 1970/712 von 153040:1678:45 +332. Amateurliga Nordbaden Gruppe 1 1971/721 von 163044:1686:47 +391. Amateurliga Nordbaden 1972/7314 von 163021:3941:74−331. Amateurliga Nordbaden 1973/7416 von 163020:4046:74−282. Amateurliga Nordbaden Gruppe 1 1974/753 von 163044:1668:34 +342. Amateurliga Nordbaden Gruppe 1 1975/7612 von 163028:3236:38−22. Amateurliga Nordbaden Gruppe 1 1976/775 von 183445:2373:52 +21Landesliga Mittelbaden 1977/781 von 163042:1854:34 +20Verbandsliga Baden 1978/7910 von 163027:3345:52−7Verbandsliga Baden 1979/8011 von 173230:3459:54 +5Verbandsliga Baden 1980/8112 von 163028:3260:73−13Verbandsliga Baden 1981/829 oder 12 von 163030:3047:59−12Verbandsliga Baden 1982/836 von 163035:2552:48 +4Verbandsliga Baden 1983/845 von 163034:2660:43 +17Verbandsliga Baden 1984/853 von 163038:2265:35 +30Verbandsliga Baden 1985/864 von 163033:2744:39 +5Verbandsliga Baden 1986/879 von 163029:3144:42 +2Verbandsliga Baden 1987/8810 von 163028:3252:49 +3Verbandsliga Baden 1988/8913 von 163024:3644:53−9Verbandsliga Baden 1989/9014 von 163018:4234:53−19Landesliga Mittelbaden 1990/9111 von 163029:3149:50−1Landesliga Mittelbaden 1991/926 von 163031:2950:56−6Landesliga Mittelbaden 1992/9316 von 163015:4535:74−39Bezirksliga Karlsruhe 1993/94Kreisliga A Karlsruhe 1994/95Kreisliga A Karlsruhe 1995/96Kreisliga A Karlsruhe 1996/97Kreisliga A Karlsruhe 1997/98Kreisliga A Karlsruhe 1998/991 vonBezirksliga Karlsruhe 1999/20004 von Bezirksliga Karlsruhe 2000/01Landesliga Mittelbaden 2001/0217 von 1936115203861:83−22Bezirksliga Karlsruhe 2002/0330Bezirksliga Karlsruhe Staffel 1 2003/041 von 163021546887:35 +52Landesliga Mittelbaden 2004/052 von 183218956581:49 +32Landesliga Mittelbaden 2005/061 von 163020736787:26 +61Verbandsliga Baden 2006/0710 von 1732118134153:47 +6Verbandsliga Baden 2007/0813 von 173298153543:54 −11Verbandsliga Baden 2008/097 von 1630126124250:60 −10Verbandsliga Baden 2009/102 von 1528151035544:13 +31Verbandsliga Baden 2010/114 von 152814774947:31 +16Verbandsliga Baden 2011/128 von 1630125134145:54 −9Verbandsliga Baden 2012/137 von 1528116113943:41 +2Verbandsliga Baden 2013/143 von 152816665456:33 +23Oberliga Baden-Württemberg 2014/1512 von 1834109153953:57 −4Oberliga Baden-Württemberg 2015/1617 von 183458212329:92 −62Verbandsliga Baden 2016/175 von 1630146104864:35 +29Verbandsliga Baden 2017/181 von 163023257179:36 +43Oberliga Baden-Württemberg 2018/1916 von 183465232339:88 −49Verbandsliga Baden 2019/20*11 von 182174102519:34 −15Verbandsliga Baden 2020/21*16 von 16801716:22 −16Verbandsliga Baden 2021/2212 von 163089133349:76 −27Verbandsliga Baden 2022/2312 von 1732104183455:84 −29Verbandsliga Baden 2023/2414 von 163074192535:75 −40Landesliga Mittelbaden 2024/2515 von 1832106163644:50 −6Kreisliga Karlsruhe 2025/26Grün unterlegt: Aufstieg am Saisonende
Rot unterlegt: Abstieg am Saisonende
Violett unterlegt: Oberste Spielklasse im Badischer Fußballverband (bfv)
Fett: Überverbandlicher Spielbetrieb
*In den Saisons 19/20 und 20/21 fand aufgrund der COVID-19-Pandemie kein vollständiger Spielbetrieb statt.
Spielstätte mini|Das Stutensee-Stadion, die Spielstätte des FCG Der FC Germania Friedrichstal trägt seine Heimspiele bereits seit 1920 auf dem heutigen Vereinsgelände südlich der Ortschaft an der Straße zwischen Leopoldshafen und Staffort aus. Im Jahr 1932 wurde am Sportplatz ein Vereinsheim errichtet und zu Pfingsten 1933 feierlich eingeweiht. Das Clubhaus wurde 1948 zunächst umgebaut und 1955 nochmals erweitert. 1965 wurde auf dem Gelände ein zweiter Fußballplatz und nach Gründung der Tennisabteilung im Jahr 1972 auch Tennisplätze angelegt. Ein drittes Fußballspielfeld folgte 1998. Das alte Clubhaus wurde 1977 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der 1978 eingeweiht wurde.
Ehemalige Spieler Jens Nowotny spielte von 1985 bis 1991 in der Jugend des FCG, danach wechselte er zum Karlsruher SC, später wurde er als Spieler von Bayer 04 Leverkusen 48-facher Nationalspieler. Pascal Borel wechselte noch in der Jugend zum SV Waldhof Mannheim, spielte als Profi unter anderem für Werder Bremen und schließlich in Ungarn. Daniel Bernhardt war in der Jugend des FCG aktiv, spielt seit 2009 beim Zweitligisten VfR Aalen. Jannik Dehm spielte in der Jugend des FCG, wechselte dann zum Karlsruher SC. Timo di Giorgio, deutscher Futsalnationalspieler
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