Stefan Sonvilla-Weiss (* 10. April 1961 als Stefan Weiss in Wels) ist ein österreichischer Medientheoretiker, Künstler und emeritierter Professor. Er arbeitete von 2014 bis 2021 als Professor für Mediengestaltung und Leiter des Instituts für Kunst und Bildung an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz sowie von 2021 bis 2026 als Professor an der Fakultät für Medien- und Kommunikationswissenschaften der Zayed University in Abu Dhabi. Von 2003 bis 2014 war er Professor am Institut für Kunst, Design und Architektur der Aalto-Universität in Helsinki.Aalto University School of Arts, Design and Architecture

Leben Nach den Studien der Philosophie, Bildnerischen Erziehung und Werkerziehung an der Universität für Musik, Theater und Bildende Kunst Mozarteum, der Malerei und Trickfilm bei Maria Lassnig, der Computergrafik und Computeranimation bei Peter Weibel an der Universität für Angewandte Kunst Wien graduierte er dort zum M.A. Zunächst arbeitete er als bildender Künstler und als Lehrer an Gymnasien in Wien und Salzburg.

Er ist mit Barbara Sonvilla verheiratet und Vater der Filmregisseurin Felicitas Sonvilla und des Musikers Silvius Sonvilla.

Neben zahlreichen Ausstellungen setzte sich Sonvilla-Weiss seit den frühen 1990er Jahren mit dem Computer als kreativem und interaktivem Medium auseinander. Nach einem kurzen Studienaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge gründete er ein Medienbüro in Wien und entwickelte zahlreiche interaktive CD-ROMs und Webprojekte vorwiegend im Kunst- und Bildungsbereich. Das Doktoratsstudium in Kommunikationstheorie und Bildnerischer Erziehung schloss Sonvilla-Weiss mit einer Dissertation über „partizipative Medienkultur in der virtuellen Bildungslandschaft Österreichs“ bei Manfred Faßler ab und promovierte zum Dr. phil. an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet er als Medienkünstler, Universitätslehrer, Multimedia-Entwickler und Initiator zahlreicher Projekte im Kunst-, Medien- und Bildungsbereich. Seit 2001 war Sonvilla-Weiss als Projektmanager und Forscher im Bereich virtueller Bildung am EUN in Brüssel tätig.

2003 erfolgte die Berufung zum Professor an die Hochschule für Kunst und Design Helsinki, die seit dem 1. Januar 2010 in Aalto-Universität umbenannt wurde. Er war Leiter des Master of Arts-Studiums ePedagogy Design – Visual Knowledge Building, das 2007 von der Europäischen Kommission als Erfolgsgeschichte im Rahmen innovativer Curriculum-Projekte ausgezeichnet wurde.

Von Sonvilla-Weiss stammt der Begriff „Visual Knowledge Building“. In seiner Forschungsarbeit versucht er Antworten zu finden, wie Interaktionen in global vernetzten realen und virtuellen Räumen neue Formen kommunikativer, kreativer und sozialer Praxen hervorbringen können. Sonvilla-Weiss beschäftigt sich mit den kognitiven, sozialen, technologischen und ästhetischen Dimensionen einer Datenkultur, die neue Wege der Vermittlung von Praktiken und Strategien künstlerisch-wissenschaftlicher Auseinandersetzung erfordern.

Werke

Weblinks

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Einzelnachweise

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