mini|hochkant|Freundschaftsgalerie von Friedrich Boser, Einzelbildnis 53 (von 57) Johann Gottfried Pulian, gemalt in Düsseldorf 1836 Johann Gottfried Pulian (* 27. Juli 1809 in Meißen; † 4. März 1875 in Düsseldorf) war ein deutscher Landschafts- und Architekturmaler.Pulian, Gottfried Deutsche Fotothek.

Leben und Werk Pulian war der Sohn eines Seilmachers aus Meissen. Er erhielt zunächst Unterricht bei Heinrich Gotthelf Schaufuß und besuchte ab 1826 die Staatliche Zeichenschule in Meißen, wo er auch von 1828 bis 1829 Schüler von Adrian Ludwig Richter war. Anschließend studierte er bis 1832 an der Kunstakademie Dresden bei Carl August Richter. Von 1838 bis 1842 setzte er seine Studien an der Kunstakademie Düsseldorf bei Johann Wilhelm Schirmer fort.

Pulian heiratete Hubertina Clara Gertrud, geborene Morschheuser, und wirkte bis zu seinem Tod 1875 in Düsseldorf. Er war Gründungsmitglied des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten, mit dem er zwischen 1848 und 1875 gemeinschaftlich ausstellte. Außerdem zählte er zu den Gründern des Vereins der Düsseldorfer Künstler. Dort engagierte er sich in der „Bilderversendungscommission“.Moritz Blanckarts: Düsseldorfer Künstler. Nekrologe aus den letzten zehn Jahren. Verlag von Ebner & Seubert, Stuttgart 1877, S. 83 (Google Books)

mini|Gottfried Pulian: Landschaft bei Cochem an der Mosel, 1858 mini|Stich der Zwickauer Marienkirche von Christian Gottlob Hammer nach einer Vorlage von Pulian Er schuf Ansichten vom Mittel- und Niederrhein, der belgischen Niederlande, Oberbayerns und des Salzburger Landes. Wie es für Vertreter der Düsseldorfer Schule üblich war, malte Pulian hauptsächlich in plein-air, meistens Ölskizzen, auf deren Basis er in seinem Atelier später das einzelne Werk ergänzte. Sein Gemälde Das Rathaus von Gent, Amtseinführung eines Bürgermeisters in der Zeit der spanischen Herrschaft, zu dem Carl Clasen die Figuren malte, war ein Exponat der Düsseldorf Gallery in New York.Düsseldorf Gallery (Hrsg.): Catalogue of paintings by artists of the Düsseldorf Academy of Fine Arts. J. W. Bell, New York 1857, S. 27, Nr. 8

Werke (Auswahl) Der Dom zu Limburg an der Lahn Öl auf Leinwand, mehrere Ausführungen (1842, das Gemälde mit den Abmessungen 150 × 127 cmAbbildung: Der Dom zu Limburg an der Lahn artsandculture.google.com. befand sich ehemals im Besitz seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm) Am Lommatzscher Thor und Inneres Görnisches Thor Burg EltzAbbildung Burg Eltz artnet.de

Galerien Die Werke Pulians sind u. a. im Besitz des Düsseldorfer Kunstmuseums, von Museen in Aachen, Bonn, Kiel, Mönchengladbach sowie in der Nationalgalerie Berlin und im Kunsthaus Zürich. Das vermutlich größte Konvolut an Werken Pulians bewahrte bis 1942 das Suermondt-Ludwig-Museum Aachen. Zum Schutz vor Bombenangriffen ab 1942 in die Albrechtsburg nach Meißen ausgelagert, gelangten sie nach dem Zweiten Weltkrieg auf unbekannten Wegen in die Sowjetunion und galten bisher als verschollen.Schattengalerie des Suermondt-Ludwig-Museums: Verschollene Beutekunst – Streit um Gemälde in der Ukraine. In: Der Spiegel. 7. November 2008 (spiegel.de). Mindestens 30 Werke tauchten 2008 im Kunstmuseum Simferopol in einer Beutekunst-Ausstellung auf und sind seitdem dort zu sehen.FAZ.net (18. November 2008): Beutekunst. Eigentum aufgeben, Besitz erhalten, Andreas Rossmann

Literatur

Weblinks

Werke: Pulian, Johann Gottfried. deutsche-digitale-bibliothek.de Johann Gottfried Pulian (deutsch, 1809–1875) artnet.de

Einzelnachweise

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