mini|Pedelec Lapierre Overvolt HT 900 mit Bosch-Mittelmotor mini|Pedelec mit Hinterradnabenmotor-Nachrüstsatz von BionX mini|Pedelec mit Tretlagermotor-Nachrüstsatz von Sunstar P

Ein E-Bike (Abk. für ) ist ein zweirädiges Fahrzeug mit elektrischem Hilfsmotor, das ein Elektrofahrrad oder ein Kleinkraftrad der EU-Fahrzeugklasse L1e-b sein kann. E-Bikes sind eine Form der Elektromobilität.

Insbesondere für die jeweiligen Nutzungsbestimmungen und -bedingungen im öffentlichen Straßenverkehr ist im Wesentlichen die Unterscheidung in die Kategorien Pedelec, S-Pedelec und E-Bike für die Einstufung als Fahrrad oder Kleinkraftrad anwendbar: Pedelec (als Akronym für ): Es ist ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung der eingesetzten Muskelkraft bis 25 km/h, einer Unterstützung, die also stets ab der Geschwindigkeit von 25 km/h endet. Somit kommt der trittunterstützende Elektromotor nur zum Einsatz, wenn Muskelkraft und der eingebaute Motor für einen gemeinsamen Antrieb des E-Fahrrads sorgen, und sobald aufgehört wird zu treten, setzt auch die Unterstützung des Motors aus. Gleiches gilt, wenn eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht wird. Zudem gilt für sie eine maximale Nenndauerleistung von bis zu 250 Watt. Mit Stand vom Juli 2025 wird hierbei allerdings bisher weder eine kurzfristige maximale Unterstützungsleistung am Antriebsrad noch ein maximales Unterstützungsverhältnis, d. h. ein Maximalverhältnis zwischen Fahrerleistung und Motorleistung, vom Gesetzgeber vorgegeben, was zunehmend auf Kritik stößt. In diese Kategorie fallen 95 % aller verkauften elektromotorisch unterstützten Zweiräder. Umgangssprachlich werden gerade diese Pedelecs in Deutschland häufig als E-Bike tituliert. Beim S-Pedelec bzw. Speed-Pedelec kommt der unterstützende Elektromotor ebenfalls nur zum Einsatz, wenn Muskelkraft und der eingebaute Motor für einen gemeinsamen Antrieb des E-Fahrrads sorgen, und sobald aufgehört wird zu treten, setzt auch die Unterstützung des Motors aus. Allerdings erst wenn eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreicht wird, setzt beim S-Pedelec die Unterstützung des Motors aus. Ein „echtes“ E-Bike ist demnach ein zweirädiges Elektrofahrzeug, das mit „Gashebel“ bedient stets ohne Tretunterstützung fährt. Ob es sich dabei um ein, einem Fahrrad gleichgestelltes Fahrzeug oder um ein Kleinkraftrad der EU-Fahrzeugklasse L1e-b handelt, hängt von der maximalen Geschwindigkeit (20/25 bzw. 45 km/h) sowie der jeweiligen nationalen Rechtslage ab.Beispiel Österreich, Rechtslage ab Oktober 2026 für E-Bikes:

Geschichte Ab Ende des 19. Jahrhunderts mini|Simplex-Elektrofahrrad von 1932 Die ersten Fahrräder, die als E-Bike bezeichnet werden können, existierten bereits vor 1900, allerdings gab es diese Bezeichnung damals noch nicht.

1982 legte Egon Gelhard aus Zülpich den Grundstein für das heutige E-Bike-Prinzip mit einer praktischen Studie, dem Gelhard-E-Bike. Die Motorunterstützung ist abhängig von der Tretleistung und nur gegeben, wenn die Pedale sich drehen. Diese Idee wurde erstmals in einem Rad verwirklicht, mit dem 1990 an der Tour de Sol teilgenommen und die entsprechende Kategorie gewonnen wurde. Es stammte von Michael Kutter, der das Schweizer Unternehmen Velocity (zwischenzeitlich umfirmiert in Dolphin E-Bikes und im Januar 2014 in Konkurs gegangen) gründete, ab 1992 Prototypen auf den Markt brachte und 1995 zur Serienfertigung überging. Kutter ist der Erfinder der EVO-Steuerung (EVO steht für Electronic Variable Overdrive).

Ab dem Jahr 1993 mini|Explosionsmodell eines Mittelmotors von Panasonic Cycle Technology Ab 1993 verschaffte das japanische Unternehmen Yamaha dem Pedelec unter dem Namen Power Assist größere Verbreitung in Japan. Yamaha führte die PAS-Steuerung ein (PAS steht für Power Assist System). Ab 1995 wurden die ersten Flyer des im selben Jahr gegründeten Schweizer Unternehmens BKTech (heute Flyer) in Kleinserie auf den Markt gebracht.Flyer-Geschichte , abgerufen am 24. Oktober 2010. Sie wurden auch außerhalb der Schweiz bekannt. In der Schweiz wurde der Markenname Flyer zu einem Synonym für das Pedelec.

Ende der 1990er Jahre beherrschten wenige große Fahrradhersteller (wie Merida, MKB/Yamaha, Kynast) den Markt. 2005 setzte durch den Einsatz der neuen und leichteren Lithium-Akkus nach einer fünfjährigen Flaute ein neuer Verkaufsboom ein. Dazu trugen auch Designveränderungen bei; die E-Bikes wurden „schicker“ und wirkten weniger als ein Mittel zur Rehabilitation. Einige Hersteller (u. a. Victoria) verbauten das ursprüngliche Unterscheidungsmerkmal – nämlich den Gasdrehgriff – auch in E-Bikes. Allerdings musste bei diesen Rädern weiterhin getreten werden, damit sich die Motorunterstützung zuschaltete.Zitiert aus der Bedienungsanleitung für das Victoria Münster Pedelec (Antrieb: Panther International GmbH), Stand: Januar 2008 Von 2011 bis 2019 wurden die Antriebe auch kompakter: Bei manchen Antrieben sank die Größe um 50 % und das Gewicht um etwa 25 Prozent; dabei wird hier auch Magnesium eingesetzt.

In der Schweiz wurden im Jahr 2018 erstmals über 100.000 E-Bikes verkauft; rund jedes dritte verkaufte Fahrrad war ein E-Bike.

In Deutschland hat sich zwischen 2012 und 2016 die Anzahl der E-Bikes von 1,3 Millionen (PDF; 156 kB), Pressemitteilung des Zweirad-Industrie-Verbandes am 20. März 2013. auf 2,8 Millionen mehr als verdoppelt; der Anteil der Elektrofahrräder war damit auf 13 % gestiegen.

Ab dem Jahr 2020 Auswirkungen der COVID-Maßnahmen Die COVID-Maßnahmen mit Beginn im Jahr 2020 hatten auch deutliche Auswirkungen auf verschiedene Entwicklungen im europäischen Markt für E-Bikes und bei den Elektrofahrradherstellern: Einerseits stieg u. a. in Deutschland deutlich die Nachfrage und der Absatz von Neufahrrädern insgesamt und auch besonders von E-Bikes stark an. Gleichzeitig hatten auch die Fahrradhersteller noch ausgeprägter als viele andere Branchen auch, nun stark mit starken Störungen der Lieferketten durch die Pandemiesituation zu kämpfen. Dabei wurde dann die hohe Nachfrage von vielen Fahrradverkäufern als Signal für eine auch zukünftig sehr hohe Nachfrage für ihre Produkte aufgefasst, ganz entsprechend den Mechanismen des Peitscheneffekts innerhalb der Modelle des Supply-Chain-Managements. Diese Einschätzung auf dauerhafte sehr hohe Verkaufs-Wachstumsraten erfüllte sich so nicht und dadurch herrschte in den Jahren 2023 und 2024 ein deutliches Überangebot an Neufahrrädern, was zu tendenziell geringeren Verkaufspreisen sowie zu hohen Lagerbeständen insbesondere bei Fahrradverkäufern aber dann auch zu Absatzproblemen und Liquiditätsengpässen bei den Fahrradherstellern führte. Dadurch bedingt ist im Sektor der Fahrradindustrie zwischen 2023 und 2025 eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Insolvenzen, Eigentümerwechseln bzw. Buchwertberichtigungen zu verzeichnen.

Verkaufszahlen und Bestand ab dem Jahr 2020 mini|Entwicklung der Absatzzahlen für E-Bikes im Vergleich mit Fahrrädern ohne Tretunterstützung Bedingt durch die COVID-19-Pandemie stieg der Absatz von Fahrrädern überhaupt und hier besonders von E-Bikes stark an, es wurden 1,95 Millionen E-Bikes verkauft. Auch 2021 erreichte der Absatz unter Lieferschwierigkeiten der Fahrradindustrie annähernd 2 Millionen. Ende 2022 betrug der Elektrofahrrad-Bestand in Deutschland rd. 9,8 Mio. Stück und 2023 wurden erstmals mehr Fahrräder mit als ohne Tretunterstützung abgesetzt. Dies lag allerdings an einem deutlichen Rückgang der verkauften herkömmlichen Fahrräder. Der Absatz von E-Bikes blieb von 2020 bis 2023 auf ähnlichem Niveau. Die Anzahl der Elektrofahrräder, die Ende des Jahres 2024 auf deutschen Straßen unterwegs gewesen sind, wird mit Stand März 2025 nun auf rund 15,7 Millionen Stück taxiert. Die deutliche Neubewertung und damit deutliche Anhebung der Schätzung des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) beruht darauf, dass E-Bikes nach dortiger Erkenntnis länger genutzt werden, d. h. es bleibt ein größerer Anteil der jemals verkauften Modelle weiterhin im Einsatz. Bislang ging man für E-Bikes in Deutschland von einer durchschnittliche Nutzungsdauer von vier bis fünf Jahren aus, diese Schätzung wurde nun auf acht bis neun Jahre angehoben. Die Gründe dafür werden in einer verbesserten Qualität der Komponenten, insbesondere der Akkus und Motoren, gesehen. Im Jahr 2024 blieb der Anteil der in Deutschland verkauften Elektrofahrräder mit 53 % auf dem Niveau des Jahres 2023. Insgesamt wurden 2024 in Deutschland 2,05 Mio. Elektrofahrräder und 1,8 Mio. Fahrräder verkauft, in Summe 3,85 Millionen.

Begriffliche Entwicklung Der Begriff Pedelec wurde ursprünglich für jene Elektrofahrräder verwendet, die ihren Motor ausschließlich durchs Treten des Fahrers elektrisch zuschalten. Davon abgegrenzt wurden die E-Bikes, bei denen sich die Fahrgeschwindigkeit auch unabhängig vom Treten, etwa ausschließlich per Drehgriff am Lenker, regulieren lässt. Landläufig wird diese Definition oft nicht angewendet. Einerseits bezeichnen immer mehr Händler ihre Pedelecs als E-Bikes, andererseits haben Pedelecs vermehrt auch Anfahrhilfen, die es ermöglichen, auch ohne zu treten, per Drehgriff zu beschleunigen. Seit Motorräder auch mit Elektromotoren verfügbar sind, wird der Begriff E-Bike auch für das Elektro-Motorrad verwendet.

Eine eindeutige Abgrenzung der Begriffe E-Bike und Pedelec ist schwierig, da sich allgemeiner Sprachgebrauch und Definitionen aus Richtlinien und Verordnungen nicht decken. Pedelec (und auch S-Pedelec) bezeichnet im Sinne der Richtlinien und Verordnungen ein Fahrrad mit Tretkurbel und Elektromotor, während das E-Bike auch Krafträder ohne Tretkurbel einschließt. Der Begriff E-Bike ist also eine Sammelbezeichnung für Fahrräder und Krafträder (ein- oder mehrspurig), die einen Elektromotor haben, unabhängig von Vorhandensein und Nutzung einer Tretkurbel oder eines Gasgriffs, und unabhängig von Motorleistung und möglicher Maximalgeschwindigkeit.

Elektroantrieb Allgemein

Elektrofahrräder unterscheiden sich von einem gewöhnlichen Fahrrad durch einen zusätzlichen Elektromotor, eine Antriebsbatterie, eine Steuerelektronik für den Motor sowie ggf. einen Sensor für die Kurbelbewegungserkennung. Der Elektromotor kann als Vorderrad-, Hinterrad- oder Mittelmotor verbaut werden. Zudem gibt es das vorwiegend im Nachrüstbereich angebotene sog. Reibrollenkonzept, bei dem ein Außenläufermotor die Kraft direkt auf den Reifen überträgt. Die meisten Modelle verfügen darüber hinaus über eine Batterieladeanzeige und eine Motorkrafteinstellung, entweder stufenlos oder in Unterstützungsstufen eingeteilt. Je nach Gewicht, Motorisierung und Akkuunterbringung werden auch Komponenten wie Rahmen und Bremsen angepasst. Wichtige Leistungsmerkmale beim jeweiligen Elektroantrieb sind dabei einerseits das maximale Leistungsvermögen, gemessen in Watt, und des Weiteren das jeweils technisch zur Verfügung stehende höchste maximale Verhältnis zwischen Fahrerleistung und Motorleistung, Stichwort „Unterstützungsverhältnis“, gemessen in Newtonmeter (Nm).

In der Entwicklung war 2016 ein Brennstoffzellenfahrzeug. Eine Erstserie von 60 Fahrrädern wurde 2017 verkauft.

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