Die Saison 1999 der Women’s National Basketball Association war die 3. ausgespielte Saison der nordamerikanischen Damen-Basketball-Profiliga. Die reguläre Saison begann am 10. Juni 1999 mit vier Auftaktpartien. Nach Abschluss der regulären Saison, die bis zum 21. August 1999 ausgetragen wurde, begannen die Playoffs, die am 5. September 1999 mit dem dritten Meisterschaftsgewinn der Houston Comets endeten. Zudem fand am 14. Juli 1999 im Madison Square Garden, der Heimspielstätte der New York Liberty, in New York City das erste WNBA All-Star Game in der Geschichte der Liga statt.

Besondere Vorkommnisse Neuer Spielmodus Die dritte Spielzeit der WNBA brachte erneut einige Veränderungen mit sich, so wurde die Liga in Bezug auf die Playoffs erstmals in Western und Eastern Conference unterteilt. In den ersten beiden Saisons qualifizierten sich jeweils die beiden Conference-Sieger sowie die zwei weiteren besten Teams der Liga für die Playoffs. Nach der neuen Unterteilung waren die beiden Conference-Sieger automatisch für die Conference-Finals qualifiziert, während die Zweit- und Drittplatzierten jeder Conference in einem Spiel um den Aufstieg in die Conference-Finals spielten. Darüber hinaus wurde die Anzahl der Spiele in der regulären Saison von 30 auf 32 angehoben.

Ligaerweiterung Am 22. April 1998 entschied sich die WNBA für eine Ligaerweiterung von zehn auf zwölf Mannschaften. Bei dieser Erweiterung wurde den Städten Orlando und Minneapolis ein WNBA-Franchise zugesichert, die bereits zu dieser Saison ihren Spielbetrieb aufnehmen sollen. Die Liga platzierte die Minnesota Lynx in die Western Conference und die Orlando Miracle in die Eastern Conference.

Draft

Der dritte WNBA Draft fand am 4. Mai 1999 in den NBA Entertainment Studios in Secaucus, New Jersey statt. Den ersten Draft-Pick erhielten die Washington Mystics, da sie die vergangene Spielzeit als schlechtestes Team beendeten. Die beiden Expansion-Franchises erhielten den siebten (Minnesota Lynx) und achten (Orlando Miracle) Draft-Pick.

An erster Position wählten die Mystics die US-Amerikanerin Chamique Holdsclaw von der University of Tennessee aus. Auf den restlichen Plätzen des diesjährigen WNBA-Drafts folgten fast ausschließlich Spielerinnen die zuvor in der American Basketball League (ABL) tätig waren. Die ABL war eine nordamerikanische Damen-Basketball-Profiliga, die fast zeitgleich mit der WNBA gegründet wurde. Die ABL, die vor allem für ihr hohes Niveau bekannt war, musste ihren Spielbetrieb 1998 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einstellen. Deshalb nutzten viele Spielerinnen der ABL den diesjährigen Draft, um in die WNBA zu wechseln. Insgesamt sicherten sich die zwölf Franchises die Rechte an 50 Spielerinnen. Den Hauptanteil mit 43 Spielerinnen stellten die Vereinigten Staaten.

Vor dem ersten WNBA Draft fanden für die beiden Expansion Teams eine Initial Player Allocation, wo den beiden Mannschaften per Zufall zwei Profi-Spielerinnen zugeteilt wurden, sowie ein Expansion Draft, bei dem sich die beiden Franchises in vier Runden die Rechte an Spielerinnen von den restlichen WNBA-Franchises sicherten, zwei weitere Drafts statt.

Top-5-Picks Abkürzungen: Pos = Position, G = Guard, F = Forward, C = Center, ABL = American Basketball League

# Spielerin Nationalität Pos WNBA-Mannschaft College/Profi-Team 1. Chamique Holdsclaw G/F University of Tennessee 2. Yolanda Griffith F/C Chicago Condors, ABL 3. Natalie Williams C Portland Power, ABL 4. DeLisha Milton F Portland Power, ABL 5. Jennifer Azzi G San Jose Lasers, ABL

Reguläre Saison WNBA All-Star Game Das erste WNBA All-Star Game fand am 14. Juli 1999 im Madison Square Garden, der Heimspielstätte der New York Liberty, in New York City statt.

Abschlusstabellen Abkürzungen: Pl.=Platz, Sp. = Spiele, S = Siege, N = Niederlagen, GB = Spiele hinter dem Führenden der Conference

Pl. Eastern Conference Sp. S NSiege in % GB Heim Auswärts 1. 32 18 14 56,3 – 12:4 6:10 2. 32 15 17 46,9 3 7:9 8:8 3. 32 15 17 46,9 3 8:8 7:9 4. 32 14 18 43,8 4 7:9 7:9 5. 32 12 20 37,5 6 6:10 6:10 6. 32 8 24 25,0 10 5:11 3:13

Pl. Western Conference Sp. S NSiege in % GB Heim Auswärts 1. 32 26 6 81,3 – 15:1 11:5 2. 32 20 12 62,5 6 13:3 7:9 3. 32 19 13 59,4 7 11:5 8:8 4. 32 15 17 46,9 11 8:8 7:9 5. 32 15 17 46,9 11 12:4 3:13 6. 32 15 17 46,9 11 11:5 4:12

Playoffs Modus Nachdem sich die beiden Conference-Sieger sowie die Zweit- und Drittplatzierten jeder Conference qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Während die beiden Conference-Sieger automatisch für die Conference Finals qualifiziert sind, treten die Zweit- und Drittplatzierten jeder Conference gegeneinander an. Die beiden Sieger treffen dann in den Conference Finals auf den Conference-Sieger. Sind letztendlich die Sieger der Eastern Conference und der Western Conference ermittelt, spielen diese in den WNBA Finals den Meister aus.

Während die erste Playoff-Runde zwischen den Zweit- und Drittplatzierten ein einziges Spiel über den Aufstieg entscheidet, werden die restlichen Serien jeder Runde im Best-of-Three-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team zwei Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das Team, das die reguläre Saison mit der schlechteren Bilanz beendet hat, hat im ersten Spiel Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 40 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime.

Playoff-Baum

Erste Runde (Runde 1) (E2) Detroit Shock – (E3) Charlotte Sting

(W2) Los Angeles Sparks – (W3) Sacramento Monarchs

Conference Finals (Runde 2) (E1) New York Liberty – (E3) Charlotte Sting

(W1) Houston Comets – (W2) Los Angeles Sparks

Finals (Runde 3) (W1) Houston Comets – (E1) New York Liberty

WNBA-Meistermannschaft (Teilnahme an mindestens einem Playoff-Spiel) WNBA MeisterHouston Comets Guards: Cynthia Cooper (Finals MVP), Sonja Henning, Jennifer Rizzotti

Forwards: Janeth Arcain, Tammy Jackson, Mila Nikolich, Sheryl Swoopes, Tina Thompson, Amaya Valdemoro

Center: Polina Tzekova, Kara Wolters

Cheftrainer: Van Chancellor 

WNBA Awards und vergebene Trophäen Auszeichnung Spielerin Mannschaft WNBA Finals MVP Award Cynthia Cooper Houston Comets WNBA Most Valuable Player Award Yolanda Griffith Sacramento Monarchs WNBA Rookie of the Year Award Chamique Holdsclaw Washington Mystics WNBA Newcomer of the Year Yolanda Griffith Sacramento Monarchs WNBA Defensive Player of the Year Award Yolanda Griffith Sacramento Monarchs Bud Light Shooting Champions (Wurfquote) Murriel Page Washington Mystics Bud Light Shooting Champions (Freiwurfquote) Eva Nemcova Cleveland Rockers WNBA Sportsmanship Award Dawn Staley Charlotte Sting WNBA Coach of the Year Award Van Chancellor Houston Comets

All-WNBA Teams All-WNBA First Team Guards: (SAC) Ticha Penicheiro – Cynthia Cooper Forwards: Natalie Williams – Sheryl Swoopes Center: (SAC) Yolanda Griffith

All-WNBA Second Team Guards: (NYL) Teresa Weatherspoon – Shannon Johnson Forwards: Tina Thompson – Chamique Holdsclaw Center: Lisa Leslie

Weblinks WNBA Award Winners 1999 auf WNBA.com (engl.) WNBA Playoffs 1999 auf WNBA.com (engl.) Statistiken zur WNBA Saison 1999 auf basketball-reference.com (engl.) Wichtige Daten der WNBA-Geschichte (engl.)

Einzelnachweise

Kategorie:Basketballveranstaltung 1999 #1999