mini|Martirio

Martirio (* 21. März 1954 in Huelva), eigentlich María Isabel de la Cinta Quiñones Gutiérrez, ist eine spanische Sängerin.

Leben und Karriere Isabel de la Cinta Quiñones wuchs in Andalusien auf. Sie sagte, sie habe die Musikerin Martirio erschaffen, „um die Spanier nach dem Tod des Diktators Francisco Franco im Jahr 1975 dazu anzuregen, ihre persönlichen und künstlerischen Freiheiten zu erkunden.“ Schon als Franco starb, sang sie in Clubs und nutzte die neu gewonnene künstlerische Freiheit, Flamenco mit Pop zu vermischen. Sie war in den 1980er Jahren aktives Mitglied der „Movida Madrileña“, einer kulturellen Bewegung, die nach Francos Tod in Madrid entstand.

Heute gilt sie als Pionierin bei der Wiederbelebung und Neuinterpretation klassischer spanischer und lateinamerikanischer Popmusik. Ihr Stil und ihre Inspiration kommen aus dem Flamenco, den sie mit modernen Musiktrends verbindet. Elemente aus dem Jazz und Tango, aber auch aus Pop, Rock, Swing und Guaracha vermischt sie mit Flamenco. Sie kann daher als eine Künstlerin des Neuen Flamenco bezeichnet werden.

Ihre Karriere begann sie als Mitglied der Gruppen Jarcha, Pata Negra und Kiko Veneno in den 1980er Jahren. 1986 veröffentlichte sie ihr erstes eigenes Album Estoy mala, das am Anfang einer sich ständig wandelnden musikalischen Laufbahn stand, bei der sie mit vielen verschiedenen Künstlern zusammenarbeitete, beispielsweise mit Chavela Vargas, Soledad Bravo und Chano Domínguez. Chavela Vargas widmete sie ihr 2013 erschienenes Album De un mundo raro (Aus einer seltsamen Welt).

Ihr Album La Bola de la Vida del Amor gilt heute als Klassiker der spanischen Popmusik mit einer einzigartig Mischung aus verschiedenen Einflüssen, darunter Rock, Jazz, Pop, Flamenco, Blues und Copla. In ihrem 2006 erschienenen Album Primavera en Nueva York präsentiert Martirio einige der besten Latin-Jazz-Musiker, die es in New York gab.

Martirio wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt: Goldmedaille von Andalusien 2004, Nationaler Musikpreis der SGAE 2005 und 2007, Nationaler Preis für zeitgenössische Musik des Kulturministeriums 2016 und Medaille der Schönen Künste 2019.

Ihr Markenzeichen ist ihr unverwechselbares Aussehen. Sie trägt markante Sonnenbrillen und kleidet sich stets mit dramatischem Flair, im Haar einen traditionellen Flamenco-Haarkamm.

Diskografie Coplas de Madruga (mit Chano), 1998 Martirio, 2002 Estoy Mala, 2002 Mucho corazón, 2003 Flor de piel, 2003 La bola de la vida del amor, 2003 He visto color por Sevillanas, 2004 Nuevos medios coleccion, 2005 Coplas de Madrugá, 2005 Fundamental, 2005 Acoplados (mit Chano Dominguez), 2006 Primavera en Nueva York, 2006 El aire que te rodea (José María Vitier y Martirio, 2011) De un mundo raro (Cantes por chavela) (mit Raúl Rodríguez Quiñones, 2013) Martirio 30 años (2015)

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Quellen

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