Wedel (plattdeutsch Wehl) ist ein Ortsteil der Gemeinde Fredenbeck im niedersächsischen Landkreis Stade. Zu Wedel gehört die kleinere Ansiedlung Lünenspecken.

Geographie Nachbarorte

Geschichte Wedel wurde am 17. März 986 als Uuidula in einer Urkunde König Ottos III. erstmals erwähnt. In dieser Urkunde wurde das Verhältnis zwischen dem Kloster Heeßlingen und dem Erzbistum Bremen geregelt.

Vor 1852 gehörte Wedel zur Börde Mulsum im Amt Harsefeld. Die Börde Mulsum wechselte 1852 ins Amt Stade, das 1859 im Amt Himmelpforten aufging. Nach 1885 gehörte Wedel zum Kreis Stade, seit 1932 gehört Wedel zum heutigen Landkreis Stade.

Von 1965 bis 1972 gehörte Wedel zur kleinen Samtgemeinde Fredenbeck. Im Zuge der Gemeindereform wurde Wedel zum 1. Juli 1972 mit den anderen Mitgliedsgemeinden Groß Fredenbeck, Klein Fredenbeck und Schwinge nach Fredenbeck eingemeindet. Die jetzige Samtgemeinde Fredenbeck besteht aus den Gemeinden Fredenbeck, Kutenholz und Deinste.

Im Ersten Weltkrieg fielen acht Soldaten, im Zweiten Weltkrieg zweiundzwanzig.

Einwohnerzahlen 1848: 194

1. Dezember 1871: 190

1. Dezember 1910: 235

1925: 246 1933: 246

1939: 272

1970: 410

1986: 503

1991: 482

1997: 565

2001: 653

2006: 689

Religion Wedel ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehörte bis 1959 zum Kirchspiel der Kirche St. Petri Mulsum. Heute gehört Wedel zum Kirchspiel der Martin-Luther-Kirche in Fredenbeck.

Kultur Ein Kriegerdenkmal steht auf dem Friedhof.

Gefallene im I. Weltkrieg: Musk. Johann Müller, Inf. Regt. 7515.09.1914Musk. Peter Buckstöver, Inf.Regt. 3120.09.1914Wehrm. Peter Müller. Landw. Inf. Regt. 3120.02.1915Wehrm. Hinrich Vollmers, Res. Inf. Regt. 7515.03.1915Wehrm. Peter Hagenah, Res. Inf. Regt. 7515.03.1915Musk. Hinrich Vollmers, Inf. Regt. 46323.03.1918Füselier Johann Heitmann, Garde Gren. Regt. 509.08.1918Uffz. Johann Tiedemann, Inf.Regt. 7529.10.1918

Gefallene im II. Weltkrieg: Schütze Hinrich Höft11.09.191225.05.1940Uffz. Johann Quelle06.01.191327.08.1941Obgfr. Hinrich Gerken05.03.191506.10.1941Obgfr. Johann Braasch19.04.191320.05.1942Gren. Hinrich Schradick25.08.191030.11.1942Uffz. Hinrich Heitmann30.11.191724.12.1942Schütze Hinrich Reese02.11.192018.01.1943Uffz. Johannes Vagts09.01.192006.10.1943Schütze Klaus Höft19.03.192510.03.1944Uffz. Peter Quelle30.03.191611.07.1944Feldw. Johannes Reese29.09.191910.08.1944Gefr. Hinrich Vagts18.01.192310.08.1944Obfeldw. Johann Müller24.01.191410.08.1944Gefr. Max Radtke03.07.190212.08.1944Gren. Jürgen Quelle01.03.192516.08.1944Obgfr. Wilhelm Clasing21.05.191225.08.1944Schütze Heinrich Buckstöver15.01.192623.10.1944Obgfr. Heinrich Müller16.03.191224.10.1944Obgfr. Friedrich Dickmann31.03.190623.11.1944Obgfr. Diedrich Ehlers11.08.192201.12.1944Obgfr. Peter Braasch10.07.191108.12.1944Obgfr. Hinrich Martens12.08.192123.01.1945Obgfr. Klaus Fischer26.03.190601.01.1945Gefr. Willy Jacobeit09.07.189627.01.1945Uffz. Hinrich Harz29.06.191418.02.1945Obgfr. Klaus Dammann19.08.192201.03.1945Obgfr. Walter Braasch11.12.192008.03.1945Stabsgfr. Heinrich Lohmann31.12.191801.05.1945Gefr. Peter Böckmann10.02.190507.09.1945

Vereine Neben der 1936 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr gibt es einen Schützenverein, der 1951 gegründet wurde.

Infrastruktur Verkehr Wedel liegt an der Kreisstraße 50, die im Norden nach Fredenbeck führt. Über die K 1 erreicht man die Bundesstraße 74. Im Südosten führt eine Straße nach Bargstedt und im Südwesten die K 61 nach Aspe.

Literatur Walter Holst: „Uuidula“ 986 bis 1986. 1000 Jahre Wedel und 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Eigenverlag, Heimatverein Fredenbeck, 1986

mini|Wedel auf einer Landkarte von 1910

Einzelnachweise

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