Golberode ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Bannewitz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Ortsteil bildet zusammen mit den Ortsteilen Gaustritz und Goppeln die Ortschaft Goppeln nach der Sächsischen Gemeindeordnung. Diese hat gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geografie Der Ort liegt östlich des Hauptortes. Im Norden verläuft die Staatsstraße 191. Golberode liegt an der südlichen Talflanke des Gebergrundes (Landschaftsschutzgebiet).

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1288 als Holbrode, danach 1425 als Gollebrode (Kahlbärte). Bis 1552 besaß Golberode ein Lehngut. Die ansässigen Höfe entlang der ansteigenden Dorfstraße waren Untertanen der Grundherrschaft des Ritterguts Bärenklause. Außerdem befand sich im Ort bis 1856 eine Patrimonialgerichtsbarkeit. 1954 wurde die LPG Freundschaft gegründet.

Im Jahr 1857 wurde der Steinkohleschacht Dippoldschacht geteuft. 1859 eröffnete auf dem Schachtgelände die noch heute existierende Hornschänke. Die Tagesanlagen des Schachtes trug man dagegen 1873/74 ab. Ab 1885 wurde bei Golberode Sandstein gebrochen.

mini|Golberoder Mühle

Im Gebergrund unterhalb der alten Schmiede steht eine Mühle. Sie ist die oberste der drei ehemaligen Mühlen (Gaustritzer Mühle, Goppelner Mühle und Golberoder Mühle). Die Golberoder Mühle wurde bereits 1547 als „kleines Mühlgen“ erwähnt. Sie besaß einen Mahlgang zur Schrotherstellung, dieser wurde im Zuge der Mühlenreform in Sachsen aufgegeben, die Mühltechnik wurde abgebaut und der Mühlgraben verfüllt.Grundbuchamt Dippoldiswalde

Sonstiges Ortsvorsteherin ist Elke Schlerife (BG). (Stand Dezember 2015)

Weblinks

Ortsteil Golberode In: Webauftritt der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Bannewitz) Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Kategorie:Ersterwähnung 1288 Kategorie:Gemeindeauflösung 1959