Der Real Club Deportivo de A Coruña (, ; bis Juni 2026 Real Club Deportivo de La Coruña), kurz RC Deportivo oder Dépor und im deutschsprachigen Raum allgemein bekannt als Deportivo A Coruña (bzw. bis 2026 Deportivo La Coruña), ist ein Fußballverein aus der galicischen Stadt A Coruña ().

Die erfolgreichste Zeit der Mannschaft waren die 1990er und die 2000er Jahre, als sie durchgängig in der Primera División spielte, einmal spanischer Meister wurde, zweimal den spanischen Pokal gewann sowie mehrere Male an den internationalen Wettbewerben teilnahm, wo der größte Erfolg das Erreichen des Halbfinals der Champions League 2004 darstellte. 2018 folgte der Abstieg in die Segunda División, ehe man 2020 in die Segunda División B abstieg. Nach der Ligenreform spielte man ab der Saison 2021/22 in der drittklassigen Primera División RFEF (ab 2022 Primera Federación). 2024 gelang die Rückkehr in die Zweitklassigkeit und 2026 schließlich die Rückkehr in die Primera División.

Geschichte mini|La Liga-Trophäe 99/00. Deportivo ist eines der neun Meisterteams der La Liga. mini|rechts|Logo bis Juni 2026 mit dem Stadtnamen „La Coruña“ Der Club wurde am 2. März 1906 gegründet.

In der Saison 1941/42 spielte er erstmals in der Vereinsgeschichte erstklassig.

1993 qualifizierte sich Depor erstmals für einen internationalen Wettbewerb. 1995 gewann das Team den spanischen Pokal, im Jahr 2002 gelang dies erneut. Den ersten und bislang einzigen spanischen Meistertitel feierte man 2000. Zuvor hatte der Verein 1994 am letzten Spieltag die erste Chance auf den spanischen Meistertitel vergeben, nachdem er zu Hause gegen den FC Valencia nur 0:0 gespielt hatte und der FC Barcelona durch einen 5:2-Sieg gegen den FC Sevilla noch an Depor vorbeiziehen hatte können. 1995, 2000 und 2002 wurde der spanische Supercup gewonnen.

2003 wurde Roy Makaay, der seit 1999 für den Klub spielte, für die vereinsinterne Rekordsumme von 18,7 Mio. € Ablöse an den FC Bayern München verkauft. In der Champions-League-Saison 2002/03 hatte er alle drei Treffer bei Deportivos überraschendem 3:2-Sieg in München erzielt.

In der Saison 2003/04 erreichte der Verein das Halbfinale der UEFA Champions League. Auf dem Weg schaltete man unter anderem Juventus Turin aus. In dieser Saison gab es eine legendäre Niederlage. Mit 8:3 verlor Deportivo im torreichsten Spiel der bisherigen Champions League gegen Monaco. Im Viertelfinale stand er dem Titelverteidiger AC Mailand gegenüber. Nach einer 1:4-Auswärtsniederlage schien der europäische Traum für Depor bereits ausgeträumt, doch ein 4:0-Heimsieg in La Coruña wendete das Blatt und brachte die Mannschaft ins Semifinale. Dort schied sie gegen den späteren Champion FC Porto mit 0:0 und 0:1 aus.

Nach der Saison 2004/05 verließ der Erfolgstrainer Javier Irureta aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse (nur 8. Platz in der Primera División) nach acht überaus erfolgreichen Jahren den Klub. Auf Besserung wartete man vergeblich. Am Ende der Folgesaison stand die Mannschaft ebenfalls auf Platz acht. Jedoch gelang in der Copa del Rey mit dem Halbfinaleinzug ein kleiner Erfolg, wo die Mannschaft am späteren Sieger Espanyol Barcelona knapp scheiterte (1:2; 0:0). In der Liga setzte sich der sportliche Niedergang in der Saison 2006/07 fort, welche lediglich auf Platz 13 beendet wurde. Im Pokal stieß man erneut bis ins Halbfinale vor, wo der Club dem FC Sevilla in zwei Spielen klar unterlag (0:3; 0:2). Nachdem er in der Saison 2007/08 lange gegen den Abstieg gekämpft hatte, belegte der Verein am Ende den 9. Tabellenplatz. Der neunte Platz berechtigte zur Teilnahme am UI Cup, wodurch man erstmals seit 2005 wieder im Europapokal spielte. Nachdem man den israelischen Vertreter FC Bnei Sachnin ausgeschaltet hatte (2:1 und 0:1), gelang man in die zweite Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals. Nachdem man dort Hajduk Split und, in der ersten Runde, Brann Bergen bezwang, qualifizierte man sich für die Gruppenphase des Wettbewerbs.

In der Gruppenphase traf man auf ZSKA Moskau, AS Nancy, Lech Posen und Feyenoord Rotterdam. Die Gruppenphase bestand der Club als Tabellenzweiter, wodurch er ins Sechzehntelfinale kam. Dort scheiterte man überraschend am dänischen Außenseiter Aalborg BK.

Die Saison 2008/09 war die bisher letzte Spielzeit, in welcher der Club international vertreten war. In der Saison 2009/10 spielte er phasenweise um die Teilnahme an der UEFA Europa League 2010/11 mit. Jedoch brach die Leistung Mitte der Rückrunde ein, und man beendete die Saison als zehnter.

In der Saison 2010/11 kämpfte man lange um den Klassenerhalt. Am letzten Spieltag verlor der Verein zuhause mit 0:2 gegen den FC Valencia und stieg nach 20 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit wieder in die Segunda División ab. In der Saison darauf gelang einen Spieltag vor Saisonende, mit 91 Punkten und deutlichem Vorsprung, der direkte Wiederaufstieg vor dem Lokalrivalen Celta Vigo. Stiegen in diesem Jahr beide galicischen Vereine in die Primera Division auf, kam es ein Jahr später, wie im Jahre 2011, zum Abstieg Depors aus der höchsten spanischen Spielklasse, der am letzten Spieltag durch eine 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad besiegelt wurde. Celta Vigo machte hingegen zeitgleich den Klassenerhalt perfekt.

In der folgenden Spielzeit gelang dem Klub erneut der direkte Wiederaufstieg. Am Saisonende belegte man Platz zwei und stieg ebenso wie der baskische Verein SD Eibar in die Primera Division auf. In der Saison 2014/15 reichte es für den Aufsteiger denkbar knapp zum Klassenerhalt. In der Abschlusstabelle belegten die Galicier Platz 16, punktgleich mit dem 18. Eibar.

La Coruña beendete die Saison 2015/16 als Tabellen-15. und vermied knapp den Abstieg. Trotz Klassenerhalt trennte sich der Verein nach Saisonende von Trainer Víctor Sánchez. In der Rückrunde hatte Depor nur zwei Siege zu verbuchen.La Coruna trennt sich von Tranier Sanchez del Amo. SID-Meldung auf RP Online, 30. Mai 2016, abgerufen am 20. Januar 2017.

Nach einem Saisonstart mit nur acht Punkten aus neun Spielen und dem 16. Platz in der Primera División 2017/18, entließ der Verein Trainer Pepe Mel am 24. Oktober 2017.focus.de: La Coruna entlässt Trainer Pepe Mel Artikel vom 24. Oktober 2017 Den Trainerposten übernahm der Nachwuchstrainer Cristóbal Parralo bis Anfang Februar 2018. Nach ihm trat Clarence Seedorf den Trainerposten an, dieser wurde aber nach dem erneuten Abstieg von Depor bereits am 1. Juli 2018 von Natxo González ersetzt.

Am Ende der Saison 2018/19 nahm La Coruña als Tabellensechster der Segunda División an den Aufstiegs-Play-offs zur Primera División teil. Nachdem Deportivo im Halbfinale FC Málaga mit 5:2 in der Addition besiegt hatte, gewann das Team im Finale das Hinspiel gegen RCD Mallorca zu Hause mit 2:0. Durch eine 0:3-Auswärtsniederlage im Rückspiel wurde der Aufstieg noch verpasst.

In der Saison 2019/20 stieg Deportivo am letzten Spieltag erstmals seit Anfang der 1980er Jahre wieder in die Drittklassigkeit ab.

Seit 2026 spielt der Club wieder erstklassig mit Antonio Hidalgo als Cheftrainer. Im Juni 2026 stimmten die Mitglieder für die Umbenennung von Real Club Deportivo de La Coruña in Real Club Deportivo de A Coruña. Damit trägt der Verein fortan den offiziellen Stadtnamen im Vereinsnamen; dementsprechend wurde auch das Logo angepasst.Ein Buchstabe fällt weg: Deportivo La Coruna benennt sich um, kicker.de, 23. Juni 2026, abgerufen am 9. Juli 2026.

Rivalitäten Mit dem galicischen Lokalrivalen Celta Vigo spielt man das Derbi gallego aus.

Spielstätte Heimstadion ist das etwa 35.000 Zuschauer fassende Estadio Riazor.

Statistik Kader 2026/27 Stand: 25. Juli 2026

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis Tor 1 Germán Parreño 16. Februar 1993 2023 2028 13 Eric Puerto 28. Oktober 2002 2024 2027 24 Leo Román 6. Juli 2000 2026 2031 25 Álvaro Ferllo 13. April 1998 2026 2027 Abwehr 2 Adrià Altimira 28. März 2001 2026 2029 3 Arnau Comas 11. April 2000 2025 2028 4 Lucas Noubi 15. Januar 2005 2025 2029 5 Dani Barcia 19. Januar 2003 2023 2028 12 Giacomo Quagliata 19. Februar 2000 2025 2028 15 Miguel Loureiro 21. November 1996 2025 2028 22 Bright Ede 18. Februar 2007 2026 2031 23 Ximo Navarro 23. Januar 1990 2023 2026 Mittelfeld 6 Charlie Patiño 17. Oktober 2003 2024 2028 8 Diego Villares 17. Juni 1996 2021 2028 14 Riki Rodríguez 25. September 1997 2026 2029 16 Lorenzo Amatucci 5. Februar 2004 2026 2028 17 Teun Gijselhart 6. April 2005 2026 2030 18 Jonathan Asp Jensen 14. Januar 2006 2026 2031 20 José Ángel Jurado 21. Juni 1992 2023 2026 21 Mario Soriano 22. April 2002 2022 2028 37 Noé Carillo 28. Dezember 2006 2026 2029 Jairo Noriega 14. August 2003 2025 2038 Sturm 7 Pierre-Emerick Aubameyang 18. Juni 1989 2026 2028 9 Zakaria Eddahchouri 11. Mai 2000 2025 2028 10 Yeremay Hernández 10. Dezember 2002 2022 2030 11 David Mella 23. Mai 2005 2024 2029 19 Luismi Cruz 23. Mai 2001 2025 2029 31 Bill Nsonga 21. September 2004 2026 2030 Mohamed Bouldini 27. November 1995 2024 2028 Rubén López 26. August 2004 2024 2028 Kevin Sánchez 20. Februar 2005 2025 2028

Sportliche Erfolge Spanische Fußballmeisterschaft Meister: 2000 Vize-Meister: 1950, 1994, 1995, 2001, 2002 Dritter: 1993, 1997, 2003, 2004 Spanischer Fußballpokal Sieger: 1995, 2002 Spanischer Fußballsuperpokal Sieger: 1995, 2000, 2002 UEFA Champions League Halbfinale: 2003/04 Europapokal der Pokalsieger Halbfinale: 1995/96 UEFA-Pokal Achtelfinale: 1993/94, 1994/95, 1999/2000

Ehemalige Spieler In Klammern: Zeit der Vereinszugehörigkeit als Spieler

Ehemalige Trainer In Klammern: Zeit der Vereinszugehörigkeit als Trainer

Frauenfußball

Deportivo A Coruña verfügte von 1983 bis 1988 über eine Frauenfußballsektion die zwei Mal den spanischen Pokal gewann. Die Mannschaft war unter dem Namen Karbo Deportivo bekannt und gilt als einer der Pioniere des spanischen Frauenfußballs. Nach 28 Jahren gründete der Club 2016 erneut eine Frauenabteilung.

Weblinks

rcdeportivo.es: Offizielle Website von Deportivo A Coruña Marcus Giebel: Mit der richtigen Mischung nach Europa: Depor: Solide statt super. spox.com, 3. Dezember 2009 (Porträt von Deportivo A Coruña)

Einzelnachweise

A Coruna, Deportivo de Kategorie:Sport (A Coruña) Kategorie:Vereinsgründung 1906