Deutsch, Stolz, Treue (D.S.T.) ist eine neonazistische deutsche Rock-Band. Mit ihren Texten verherrlichte sie teilweise den Nationalsozialismus und leugnete den Holocaust.Schlag gegen rechtsextreme Skinhead-Band tagesspiegel.de vom 11. Mai 2002 Alle Veröffentlichungen sind indiziert und einige darüber hinaus auch strafrechtlich relevant. Die Band X.x.X. gilt als Nachfolgeband von Deutsch, Stolz, Treue.

Bandgeschichte Die Band wurde 1994 in Berlin als Deutsch, Stolz, Treue (D.S.T.) gegründet. Nach der Veröffentlichung des Albums Ave et victoria 2002 nahm die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf. Daraufhin trat die Band nicht mehr unter ihrem Namen auf.

2004 trat die Band unter dem neuen Namen X.x.X. wieder in Erscheinung. Das 2005 veröffentlichte Album Die Antwort auf’s System wurde in einer Auflage von 5000 Stück in einem Presswerk in Nordrhein-Westfalen gepresst. Bei Hausdurchsuchungen wurden mehrere tausend CDs und Fanartikel beschlagnahmt. 2007 veröffentlichte die vermeintliche Nachfolge-Band X.x.X. die Split-CD Gift für die Ohren mit der ebenfalls nationalen Rock-Band Burn Down. Wegen eines Liedes des Albums mit vermeintlich strafrechtlich relevantem Inhalt kam es wieder zu Wohnungsdurchsuchungen, u. a. bei einem Polizisten. Das Album wurde später ohne das Lied Kill Bill unter dem Titel Gift für die Ohren 2 wiederveröffentlicht. 2009 veröffentlichte die Band X.x.X. mit Virus ein neues Album. Auf der indizierten CD befindet sich mit Das Lied vom Klaus ein Stück, das den Holocaust als Fantasie eines „Holo-Klaus“ darstelle. Der Titel Auf immer und ewig verherrliche das Hakenkreuz. Auf Grund der Texte des Albums wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei einem Mitglied der Band wurden zusätzlich CDs sichergestellt.

Am 17. März 2009 verurteilte die Staatsschutzkammer des Landgerichts Berlin zwei Mitglieder der Band wegen Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu Bewährungsstrafen von 14 bzw. 10 Monaten. Für das Album Gift für die Ohren und Gift für die Ohren 2 wurden die Angeklagten zwischenzeitlich vom Landgericht Berlin freigesprochen. Strafbare Inhalte konnten nicht festgestellt werden. Am 30. November 2011 durchsuchten Polizeibeamte die Wohnungen von Sänger Peter Brammann und dessen Lebensgefährtin in Berlin-Kreuzberg, ein Grundstück und eine Garage im Landkreis Oberhavel. Insgesamt wurden bei den Durchsuchungen, die auch eine weitere Person betrafen, mehrere tausend Rechtsrock-CDs, mehrere Computer sowie ein Luftdruckgewehr sichergestellt.

Diskografie Als D.S.T. 1997: Rassenschande (Demo, indiziertBundesanzeiger vom 30. November 2004, Liste B) 1998: Deutsches Volk erwache! (indiziertBundesanzeiger vom 31. Juli 2001) 1999: Ave et victoria (indiziertBundesanzeiger vom 28. September 2002) 2011: Morituri vos salutant (Split-CD mit Sturmkommando, indiziertBundesanzeiger vom 30. März 2012, Liste A) 2015: Wehret den Anfängen (indiziertBundesanzeiger vom 30. September 2015, Liste A ()) 2019: Fünfundzwanzig (indiziertBundesanzeiger vom 29. April 2022); Die Gigantopak-Version enthält eine zweite CD mit Coverversionen von D.S.T.- bzw. X.x.X.-Titeln verschiedener Rechtsrock-Bands (ebenfalls indiziertBundesanzeiger vom 29. April 2022) 2021: Gift für die Ohren 3 (Split-CD mit Aryan Brotherhood) 2024: Antifragil

Als X.x.X. 2005: Die Antwort auf’s System (indiziertBundesanzeiger vom 28. Juli 2006, Liste A) 2007: Gift für die Ohren (Split-CD mit Burn Down, indiziertBundesanzeiger vom 31. Mai 2017, Liste A ()) 2007: Gift für die Ohren 2 (Split-CD mit Burn Down, indiziertBundesanzeiger vom 31. Mai 2017, Liste A) 2009: Virus (indiziertBundesanzeiger vom 30. Oktober 2009, Liste B und beschlagnahmtBeschlagnahmebeschluss des Amtsgerichts Tiergarten am 30. November 2009, Az.: (352 Gs) 81 Js 3277/09 (4066/09))

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsche Band Kategorie:Rechtsrock-Band Kategorie:Neonazistische Band Kategorie:Holocaustleugnung