mini|Stenocactus coptonogonusTafel aus Iconographie descriptive des cactees von Charles Lemaire (1838)
Stenocactus coptonogonus ist eine Pflanzenart in der Gattung Stenocactus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton coptonogonus leitet sich von den griechischen Worten koptos für ‚klein gehackt‘ sowie gonia für ‚Ecke‘ ab.Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 53.
Beschreibung Der grau- bis blaugrüne, gewöhnlich einzelne, manchmal sprossende Pflanzenkörper ist gedrückt kugelförmig bis etwas zylindrisch und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 10 Zentimeter mit Durchmessern von 8 bis 11 Zentimeter. Er hat 10 bis 15 breite, eingeschnittene und leicht gewellte Rippen, die 5 Millimeter (und breitere) Querfurchen an den Areolen haben. Die leicht eingesenkten, etwas länglichen Areolen stehen 2 bis 3 Zentimeter auseinander und sind anfangs stark weißfilzig. Aus ihnen entspringen 3 bis 7, gräulich weiße geringelte Dornen. Die aufwärtszeigenden, breiten, abgeflachten Oberdornen sind bis zu 35 Millimeter lang. Die zwei seitlichen Dornen haben einen viereckigen Querschnitt und weisen abwärts. Das unterste Paar, das auch fehlen kann, ist schlank und nahezu rund.
Die weißlichen Blüten sind bis 3 Zentimeter lang, haben eine hellpurpur bis karminrote Mitte und erreichen Durchmesser von 4 Zentimeter. Die Kronblätter sind länglich zugespitzt. Der bräunlichviolette Fruchtknoten hat dünne Schuppen. Die Staubfäden sind unten grünlich und oben purpurn. Der Griffel ist violett, die Narbe gelb und außen violett.
Verbreitung, Systematik und Gefährdung Stenocactus coptonogonus ist in den mexikanischen Bundesstaaten Zacatecas, San Luis Potosí, Guanajuato und Hidalgo verbreitet.
Die Erstbeschreibung als Echinocactus coptonogonus erfolgte 1838 durch Charles Lemaire.C. Lemaire: Cactearum aliquot novarum ac insuetarum in horto Monvilliano cultarum accurata descriptio. Paris 1838, S. 23 (online). Alwin Berger stellte 1929 die Art Stenocactus.Alwin Berger: Kakteen – Anleitung zur Kultur und Kenntnis der wichtigsten eingeführten Arten. Eugen Ulmer, Stuttgart 1929, S. 346. Weitere nomenklatorische Synonyme sind Echinofossulocactus coptonogonus (1841)George Lawrence: Catalogue of Cacti in the Collection of the Rev. Theodore Williams, at Hendon Vicarage, Middlesex. In: Gardener’s Magazine and Register of Rural and Domestic Improvement. Neue Folge, Band 7, London 1841, S. 317 (online)., Brittonrosea coptonogona (1923), Efossus coptonogonus (1926), Stenocactus coptonogonus (1933, nom. illeg.) und Ferocactus coptonogonus (1980)N. P. Taylor: Ferocactus and Stenocactus united. In: Cactus and Succulent Journal of Great Britain. Band 42, Nr. 4, 1980, S. 108 ()..
In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „“, d. h. als nicht gefährdet geführt.
Nachweise Literatur Echinofossulocactus coptonogonus (Lemaire) Lawrence. In: N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Band III, Washington 1922, S. 110–111. Echinofossulocactus coptonogonus In: Curt Backeberg: Die Cactaceae: Handbuch der Kakteenkunde. 2. Auflage. Band V, 1984, ISBN 3-437-30384-8, S. 2763. Stenocactus coptonogonus (Lemaire) A. Berger ex A.W. Hill. In: Edward F. Anderson: The Cactus Family. Timber Press, Portland (Oregon) 2001, ISBN 0-88192-498-9, S. 638. Echinofossulocactus coptonogonus In: Walther Haage: Kakteen von A bis Z. 3. Auflage. Quelle & Meyer, Heidelberg 1986, ISBN 3-494-01142-7, S. 162.
Einzelnachweise
Weblinks
Eintrag bei cactiguide.com
Kategorie:Stenocactus (Kakteen) Coptonogonus