Kara no Kyōkai – (jap. – ), auch als Rakkyo () bezeichnet, ist eine japanische Light-Novel-Reihe, die von Kinoko Nasu geschrieben und von Takashi Takeuchi illustriert wurde. Die mehr als 500.000 Mal verkaufte Romangrundlage wurde als Hörspiel und Anime-Filmreihe adaptiert. Die sieben Einzelfilme sind zwischen 2007 und 2009 in den japanischen Kinos gelaufen.
Die Light-Novel-Reihe erzählt die Geschichte des gewöhnlichen Jungen Mikiya, der in einer Welt, die von Magie und Fabelwesen geprägt ist, auf die unter einer mehrfach gespaltenen Persönlichkeit leidende Schülerin Shiki trifft. Obwohl sich beide ihrer Beziehung zueinander nicht bewusst sind, kommen sie sich trotz der Einflüsse eines bösen Zauberers näher, gegen den sie sich außerdem verteidigen müssen.
Handlung Kapitel 2 – Satsujin Kōsatsu (Mae): ……and nothing heart. klasse=skin-invert Zeitlinie der Light Novel Kara no Kyōkai (wörtlich: „Betrachtungen eines Mörders (Teil 1)“)Zeitraum: 1995 bis Januar 1996 dt. Filmtitel: Mordverdacht (Teil 1)
Der Schüler Mikiya Kokutō (, ) trifft bei einem Spaziergang auf die merkwürdige, im Schnee stehende und nur mit einem Kimono bekleidete Shiki Ryōgi (, ). Während seiner Einschulung trifft Mikiya sie erneut. Sie findet keinen Anschluss, doch der gesprächige und freundliche Mikiya schafft es, eine freundschaftliche Beziehung zu dem Mädchen aufzubauen, das aus dem Geschlecht der Ryōgi stammt. Diese Familie versucht schon seit Generationen einen Menschen zu erschaffen, der alle anderen Menschen übertrifft. So wurden nicht nur die Kinder dazu getrieben, verschiedene Arten der Kampfkünste zu erlernen, sondern auch eine gespaltene Persönlichkeit zu entwickeln. Dies sollte dem Ziel dienen, die unterschiedlichen Individuen auf unterschiedliche Dinge zu spezialisieren. Ihr wurden daher zwei Namen, Shiki () und Shiki (), gegeben. Der eine () beschreibt die zerstörerische maskuline Seite, der andere () hingegen das konstruktive feminine Verhalten. Je nach Persönlichkeit verändern sich ihr Verhalten und ihre Denkweise vollständig. Sie ist sich dieser Situation bewusst und unter Kontrolle ihrer femininen Seite.
So hat zunächst die feminine Seite die Kontrolle über Shiki, doch ist sie der Überzeugung, Serienmorde begangen zu haben. Nachdem Mikiya sie eines Tages blutüberströmt findet, will er die Wahrheit herausfinden. So schleicht er sich in das Anwesen der Familie, er glaubt nicht, dass sie eine Mörderin sei, doch wird er von ihr bemerkt. So offenbart er Shiki, dass er ihr vertraue, doch sie ist davon überfordert und hält ihm eines Abends ein Messer an die Kehle.
Kapitel 4 – Garan no Dō: garan-no-dou. (wörtlich: „Höhle der Kathedrale“, sinngemäß: „Die Leere“)Zeitraum: Juni 1998 dt. Filmtitel: Der leere Tempel
Bevor sie Mikiya töten kann, wird Shiki, emotional geschwächt, vom Zauberer Sōren Araya () dazu gebracht, sich vor ein Auto zu werfen. Getrieben von dem Ziel, mit Hilfe von Shikis Körper die Wurzel aller Dinge zu erreichen, nach der die Zauberer vergeblich suchen, führt er verschiedenste Experimente an Shiki und den Menschen der Stadt durch.
Von Mikiya umsorgt liegt Shiki zwei Jahre lang im Koma. Als sie im Juni 1998 im Krankenhaus erwacht, sieht sie die Welt überlagert mit den „Schnittstellen“ des Todes. Von diesem grauenvollen Anblicken überwältigt versucht sie, sich die Augen auszustechen. Als psychisch instabil eingestuft, verbieten die Ärzte Mikiya, die gerade erwachte und ziellos im Bett liegende Shiki zu besuchen. Noch während der Zeit ihres Komas erhielt Mikiya seinen Schulabschluss und begann für die Magierin Tōko Aozaki () zu arbeiten. Diese gibt sich als Psychiaterin aus und kann somit in Mikiyas Namen Shiki weiter betreuen. Aber Tōko hat auch noch wesentlich mehr im Sinn, da sie eine Verwendung für Shiki sieht. So erklärt sie der durch den Augenverband nichts mehr sehen könnenden Shiki, dass nach dem Unfall ihre maskuline und gefährliche Seite gestorben sei und sie mit diesem Tod auch alle Erinnerungen verloren hat, die nur dieser meistens von ihr aktive Teil besaß. So kann sie sich nicht mehr an „den Jungen mit einer idealen Persönlichkeit, den sie beschützen wollte“ erinnern.
Aufgrund der Leere in ihrem Körper versuchen sich die Geister der Verstorbenen, sich ihrer Hülle in der Nacht zu bemächtigen. Tōko platziert in weiser Voraussicht eine magische Rune an der Tür und erklärt ihr diese seltsamen Wahrnehmungen als die besondere Gabe, den Tod vorhersehen zu können. Einem der Verstorbenen gelingt es dennoch, die Rune zu überwinden. Dieser Geist in einem leblosen Körper versucht Shiki in ihrem Bett zu erwürgen, wobei Shiki kaum Widerstand leistet. Kurz vor ihrem möglichen Tod gelangt sie aufgrund der vorherigen Worte von Tōko zu der Überzeugung den Körper von Shiki Ryōgi nicht einem Fremden überlassen zu wollen. Im Kampf zwischen den beiden springt sie schließlich zusammen mit ihrem Angreifer aus dem Fenster des Krankenhauses. Im Hinterhof trifft sie auf Tōko, die solche Angriffe aber nicht deren Intensität vorhergesehen hatte. Ihre Magie nicht ausreichend, um den Geist zu stoppen, aber in Shiki erwacht ein Anfang eines neuen Ichs. Sie stellt sich nun ihrem Verfolger entgegen, ist ihm aber nicht gewachsen und bricht sich bei ihren Schlägen die Finger. Sich kurz dem Angreifer entfernen könnend, wirft ihr Tōko ein Messer zu, das sich zusammen mit ihrer Wahrnehmung für die verwundbaren Stellen als wirkungsvolle Waffe erweist. Dennoch gelingt es dem Geist im letzten Moment sich in ihren leeren Körper zu flüchten. Haltlos und voller Zorn sticht sich Shiki daraufhin selbst mit dem Messer in die Brust, um den in ihr wohnenden Störenfried zu töten.
Nach dem Ende des Kampfes bietet Tōko ihr einen Handel an. So soll Shiki für Tōko Geschäft arbeiten und sie erklärt ihr dafür den Umgang mit ihrer erworbenen Fähigkeit. Im Anschluss bricht Shiki erschöpft zusammen und erwacht im Krankenhaus mit Mikiya an ihrer Seite.
Kapitel 3 – Tsūkaku Zanryū: ever cry, never life. Zeitraum: Juli 1998 dt. Filmtitel: Verbliebener Sinn für Schmerz
Die Schülerin Fujino Asagami () wird jede Woche in einem unterirdischen und heruntergekommenen Lokal von mehreren Jugendlichen sexuell misshandelt. Sie scheint das perfekte Opfer zu sein, da sie sehr schön ist und keinen Schmerz zu empfinden vermag. Eines Tages setzt sie die in ihr schlummernden Fähigkeiten ein und tötet sie alle bis auf Keita Minato (), einen der Vergewaltiger, der entkommt.
Fujino wird im Regen auf der Straße sitzend von Mikiya gesehen und da Mikiya kein Mädchen im Regen sitzen lassen kann, bietet er ihr an, die Nacht bei ihm zu verbringen. Fujino, die noch ihre Schuluniform trägt, folgt ihm dankbar. Am nächsten Morgen wird beim Frühstück über die toten Jungen berichtet und erklärt, dass diese den Tod verdient hätten. Daraufhin wird Fujino hysterisch und schreit, dass es niemand verdient habe, zu sterben, und verlässt anschließend die Wohnung.
Mikiya steckt derweil in einer finanziellen Krise, weil Tōko ihr gesamtes Geld für magische Gegenstände ausgegeben hat. Daher bittet er seinen alten Schulfreund Gakuto () um Hilfe. Im Gegenzug sucht Mikiya nach dem verschwundenen Schulanfänger Keita. Von Tōko bekommt Shiki die Aufgabe, den Mörder zu fassen und diesen notfalls zu töten. Sie soll Mikiya auch bei seiner Schwester entschuldigen, da er nicht zu einem Treffen kommen kann. Zusammen mit Mikiyas Schwester Azaka Kokuto () trifft Shiki deren naiv wirkende Freundin Fujino. Ursprünglich wollte sich Fujino mit Mikiya treffen, um ihn ebenfalls darum zu bitten, Keita aufzuspüren.
Fujino sucht nun selbst nach Keita, indem sie Leute aus dessen Umfeld befragt. Sie trifft auf einen Freund von Keita, der ebenfalls in die Misshandlungen verwickelt war, von Keita jedoch nichts weiß. Damit er sie nicht an Keita verrät, tötet sie ihn. Shiki beobachtet dieses Vorgehen und verdächtigt sie, doch lässt sie sich von Fujinos Aussage, sie habe keine andere Wahl gehabt, von weiteren Handlungen abbringen. Mikiya findet unterdessen den panischen Keita, der von Fujinos Anrufen verfolgt wird. Als er Mikiya mitteilt, das Fujino die anderen durch bloßes Ansehen zerriss, bringt Mikiya ihn zu Tōko, die erklärt, dass Fujino über eine psychische Fähigkeit verfügt, die sie in der Vergangenheit erworben hat.
Als Fujino erneut auf Shiki trifft, kämpfen beide und Shiki gelingt es, Fujinos Augen auszuweichen, büßt jedoch einen Arm ein und muss sich zurückziehen. Es wird offenbart, dass die schmerzunempfindliche Fujino Menschen tötet, weil sie glaubt, die Schmerzen der anderen empfinden zu müssen, um sich menschlich zu fühlen. Shiki ist auf der Suche nach einer Person wie sie selbst, um in einem Kampf das Gefühl zu haben, am Leben zu sein. Shiki, die sich nicht mehr leer fühlt, greift Fujino erneut an und kann sie nach langem Kampf festsetzen.
Mikiya fand währenddessen heraus, dass Fujinos Vater dafür verantwortlich war, dass ihre Emotionen und Schmerzen unterdrückt wurden, damit ihre psychokinetischen Fähigkeiten ebenfalls unterdrückt blieben. Wie die Familie der Ryōgi besitzen auch die Kinder der Asagami über spezielle Fähigkeiten, die aber von ihren Eltern bewusst unterdrückt werden. Dazu kam, dass Fujino unter einer Krankheit litt und nicht lange zu leben hatte. Ihr Vater ist auch der Auftraggeber, der Fujinos Tod erbeten hat, damit sie ihre Fähigkeiten nicht anwendet.
Mikiya fährt nun mit Tōko zu dem Ort des Kampfgeschehens, kommt allerdings erst dort an, als der Kampf bereits entschieden ist. Shiki gelang es Fujino, die unter Bauchkrämpfen leidend nicht mehr kämpfen konnte, durch einen Messerstich die Krankheit in Fujinos Körper zu töten. So überlebt Fujino und Tōko bietet Shiki an, ihren Arm zu ersetzen. Shiki selbst glaubt nun ihre wahre Bestimmung – zu Töten – gefunden zu haben.
Kapitel 1 – Fukan Fūkei: Thanatos. Thanatos. (wörtlich: „Überblick über die Szenerie“, sinngemäß: „Der Blick von oben herab“)Zeitraum: September 1998 dt. Filmtitel: Thanatos.
Im Sommer 1998 sorgt eine mysteriöse Serie von Zwischenfällen für Aufsehen, bei denen sich Schülerinnen ohne erkennbaren Grund vom Fujyō Gebäude stürzen. Es macht das Gerücht die Runde, dass Geister um das Hochhaus kreisen. Obwohl Shiki und Tōko von dem Fall nicht viel halten, betritt Shiki das Gebäude, nachdem sie einem weiteren Sturz zusehen muss und Mikiya in einen Tiefschlaf gefallen ist. Innen begegnet sie dem verantwortlichen Geist, der Seele von Kirie Fujō (), der sie gerade noch entkommen kann. Dabei war sie gezwungen sich ihre Armprothese abzutrennen und kehrt allein in ihre Wohnung zurück, während Tōko an einem besseren Arm arbeitet.
Davon überzeugt, dass der Geist auch für den Tiefschlaf Mikiyas verantwortlich ist, betritt sie erneut das Hochhaus und steigt auf das Dach. Dort besiegt sie in einer kämpferischen Auseinandersetzung alle Seelen der gefallenen Mädchen und ebenfalls die Seele von Kirie.
Tōko ist derweil im Krankenhaus, in dem die erkrankte Kirie liegt. Diese kann das Bett nicht verlassen und wünschte sich daher, fliegen zu können. So erschuf sie einen Geist, der die Mädchen auf dem Dach im Traum zum Fliegen aufforderte, sodass einige nach dem Aufwachen wieder fliegen wollten und sich vom Dach stürzten. Da ihr zweites Ich von Shiki getötet wurde, stürzt sich Kirie ebenfalls in die Tiefe.
1. Unterbrechung – Kyōkai Shiki
In dem kurzen Zwischenstück wird der mit einem schwarzen Totenhemd bekleidete Zauberer, Sōren Araya (), vorgestellt, der Fujino Asagami und Kirie Fujō seine Hilfe anbot, die von ihnen ohne nachzudenken akzeptiert wurde.
Kapitel 5 – Mujun Rasen: Paradox Paradigm. : (dt. „Widersprüchliches Paradigma: Widersprüchliches Paradigma“)Zeitraum: November 1998 dt. Filmtitel: Paradoxe Helix