Karin Huttary (* 23. Mai 1977 in Innsbruck) ist eine ehemalige österreichische Freestyle-Sportlerin und frühere schwedische Alpin-Skirennläuferin. 2005 wurde sie Weltmeisterin im Skicross.
Biografie Huttary, deren Mutter aus Schweden stammt, war von 1996 bis 2001 Mitglied des schwedischen Skiteams. Ihren größten Erfolg feierte sie bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1996 in Hoch-Ybrig mit Platz vier im Slalom. Sie fuhr hauptsächlich FIS- (vier Siege) und Europacuprennen (zweimal Top-10), im Weltcup konnte sie sich nie unter den besten 30 klassieren.
2001 beendete sie ihre Karriere im alpinen Skisport und ging ab sofort in Skicross-Rennen für Österreich an den Start. Gleich in ihrer ersten Saison wurde sie Europameisterin 2002 in Westendorf. Bei den X-Games in Aspen erreichte sie 2004 und 2006 Gold, sowie 2003 und 2005 Silber. Dazu gewann sie dreimal die Gesamtwertung der Saab Salomon Crossmax Series, fünf Einzelrennen dieser Serie, 2002 und 2003 beim Cham Jam Freestyle Snowsports Festival in Chamonix und 2003 bei den US Freeskiing Open in Vail.
Huttary gewann vier Weltcuprennen und wurde 2004/05 Dritte und 2005/06 Zweite der Freestyle-Skiing-Gesamtwertung sowie in beiden Saisonen Zweite der Skicross-Disziplinenwertung. Ihren größten Erfolg feierte sie bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2005 in Ruka, wo erstmals die Disziplin Skicross ausgetragen wurde. Huttary gewann die Goldmedaille mit Siegen in allen Heats.
Im Dezember 2006 stürzte sie beim Training in den USA schwer und brach sich drei Wirbel. Sie musste die komplette Saison 2006/07 pausieren. In der folgenden Saison schaffte sie ein erfolgreiches Comeback und belegte beim Weltcup am Kreischberg Platz zwei. Bei den X Games 2008 in Aspen kam sie im Halbfinale nach einem Sprung schwer zu Sturz und zog sich einen Beckenbruch zu.
Nach ihrer Rückkehr in den Weltcup erreichte Huttary in der Saison 2008/09 vier Podiumsplatzierungen. Bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2009 im japanischen Inawashiro gewann sie die Silbermedaille. Beim Abschlusstraining für das Weltcupfinale in La Plagne zog sie sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu und musste sechs Monate pausieren. ÖSV, 21. März 2009 In ihrer Comebacksaison stand sie bereits im vierten Rennen wieder als Dritte am Podest. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 stieß sie bis in das Finale vor, beging dann aber unmittelbar nach dem Start einen schweren Fehler und wurde letztlich Vierte. Am 12. März 2010 erlitt sie beim Weltcup in Grindelwald erneut einen Kreuzbandriss, worauf sie zwei Wochen später ihren Rücktritt bekannt gab. ÖSV, 26. März 2010
Erfolge Freestyle-Skiing
Olympische Spiele 2010 Vancouver: 4. Skicross
Weltmeisterschaften 2005 Ruka: 1. Skicross 2009 Inawashiro: 2. Skicross
Weltcupwertungen Saison 2002/03: 10. Gesamtwertung, 4. Skicross-Weltcup Saison 2003/04: 17. Gesamtwertung, 7. Skicross-Weltcup Saison 2004/05: 3. Gesamtwertung, 2. Skicross-Weltcup Saison 2005/06: 2. Gesamtwertung, 2. Skicross-Weltcup Saison 2007/08: 40. Gesamtwertung, 11. Skicross-Weltcup Saison 2008/09: 13. Gesamtwertung, 4. Skicross-Weltcup Saison 2008/09: 13. Gesamtwertung, 4. Skicross-Weltcup Saison 2009/10: 27. Gesamtwertung, 9. Skicross-Weltcup
Weltcupsiege 16 Podestplätze, davon 4 Siege: Datum Ort Land Disziplin 12. März 2003 Les Contamines Frankreich Skicross 21. Jänner 2005 Kreischberg Österreich Skicross 10. Februar 2005 Naeba Ski Resort Japan Skicross 14. Jänner 2006 Les Contamines Frankreich Skicross
X Games 2003 Aspen: 2. Skier X 2004 Aspen: 1. Skier X 2005 Aspen: 2. Skier X 2006 Aspen: 1. Skier X 2009 Aspen: 5. Skier X
Weitere Erfolge Skicross-Europameisterin in Westendorf 2002 3× Gesamtsiegerin der Saab Salomon Crossmax Series 2003, 2004 und 2006 2× Siegerin beim Cham Jam Freestyle Snowsports Festival in Chamonix 2002 und 2003 Sieg bei den US Freeskiing Open in Vail 2003 2-fache österreichische Meisterin im Skicross 2004 und 2006
Erfolge Ski Alpin
Juniorenweltmeisterschaften
Hoch-Ybrig 1996: 4. Slalom, 21. Abfahrt, 32. Super-G, DNF Riesenslalom
Europacup
2 Platzierungen unter den besten 10
Weitere Erfolge
4 Siege bei FIS-Rennen Bronze bei den schwedischen Meisterschaften im Slalom 1999
Auszeichnungen 1994: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik ÖsterreichListe der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 9. Dezember 2015.
Weblinks
Website von Karin Huttary (Freestyle) (Alpin) Profil X Games
Einzelnachweise
Kategorie:Alpiner Skirennläufer (Schweden) Kategorie:Freestyle-Skier (Österreich) Kategorie:Weltmeister (Freestyle-Skiing) Kategorie:Skicrosser Kategorie:Olympiateilnehmer (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2010 Kategorie:Teilnehmer an den World University Games (Österreich) Kategorie:Teilnehmer der Winter-Universiade 2005 Kategorie:Sieger bei den World University Games (Freestyle-Skiing) Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Sportler (Innsbruck) Kategorie:Schwede Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau