Anthony John Sutich (* 16. April 1907 in Tacoma, Pierce, WashingtonDer Geburtsort Sutichs wird in den Quellen unterschiedlich angegeben; während einige Autoren Omaha (Nebraska) nennen, führen andere einen Geburtsort in Kalifornien an.; † 10. April 1976 in Palo Alto, Santa Clara, KalifornienAnthony John Sutich Ph.D., Male, 16 April 1907–10 April 1976, L6CZ-RRM, auf ancestros.familysearch.org ) war Ende der 1960er Jahre einer der Begründer der Transpersonalen Psychologie.Harvey M. Cheatham: Exploration of An Esoteric Psychology Clinical Practice With Humanistic/Transperonals Roots. A dissertation presented to the Faculty of Saybrook University in partial fulfillment of the requirements for the degree of Doctor of Philosophy (Ph.D.) in Psychology, San Francisco, California, 2013, auf proquest.com S. 16–17 Sutich war ein US-amerikanischer Psychologe, Herausgeber und Mitbegründer der humanistischen sowie der transpersonalen Psychologie. Durch seine wissenschaftliche und publizistische Arbeit förderte er die Entwicklung neuer psychologischer Ansätze, die sich mit menschlichem Wachstum, Selbstverwirklichung und transzendenten Erfahrungen befassten.

Leben und Wirken Anthony John Sutrich wurde als Sohn von Ivan Petar Šutić Šarini (1880–1964) und Ane Šatara (1879–1934) geboren. Sein Vater stammte auch Gradac, Split-Dalmatia, Kroatien, seine Mutter aus Pula, Istria, ebenfalls Kroatien. Im Alter von zwölf Jahren verunfallte Sutich bei einem Baseballspiel, das zu einer schweren Verletzung führte. Ab seinem 17. Lebensjahr litt er an einer schweren chronischen Knochen- und Gelenkerkrankung, die ihn für nahezu vier Jahrzehnte weitgehend ans Bett fesselte.Anthony Sutich: Aportes a la psicología. Psiconetwork, agosto 25, 2025, auf psiconetwork.com Die in der Literatur genannten Diagnosen unterscheiden sich. Während einige Quellen von einer chronischen Osteomyelitis der Wirbelsäule sprechen, nennen andere eine rheumatoide Arthritis oder verwandte rheumatische Erkrankungen. Aufgrund dieser uneinheitlichen Quellenlage wird im Haupttext bewusst auf die Nennung einer spezifischen Diagnose verzichtet. Den größten Teil seines weiteren Lebens verbrachte er auf einer Liege. Seine formale Schulbildung endete deshalb bereits nach der neunten Klasse. In den Volkszählungen der Vereinigten Staaten ist er 1920 in Richmond (Contra Costa County, Kalifornien) und 1930 in Saratoga (Santa Clara County, Kalifornien) nachgewiesen. Am 5. September 1955 heiratete Sutich Evelyn Mary Olivier in Las Vegas (Clark County, Nevada). Im Jahr 1957 ließ er sich in San Francisco nieder.

Obwohl er keine akademische Ausbildung abschließen konnte, bildete er sich durch intensives Selbststudium weiter. Bereits Ende der 1930er Jahre arbeitete er als Gruppenberater für die „Palo Alto Society for the Blind“ und eröffnete 1941 eine eigene psychologische Beratungspraxis. Später erhielt er die Zulassung als Psychologe. 1949 lernte er den Psychologen Abraham MaslowDieter Steiner: Menschliche Bedürfnisse, mit besonderer Berücksichtigung der Theorie von Abraham H. Maslow. 2021, auf humanecology.ch S. 32 kennen. Aus dieser Begegnung entstand eine langjährige Zusammenarbeit, die wesentlich zur Entwicklung der humanistischen Psychologie beitrug.Miles A. Vich: Anthony J. Sutich: An Appreciation. Journal of Transpersonal Psychology, 1976, Vol. 8, No.1, auf atpweb.org

In den Volkszählungen der Vereinigten Staaten ist er 1920 in Richmond (Contra Costa County, Kalifornien) und 1930 in Saratoga (Santa Clara County, Kalifornien) nachgewiesen. Am 5. September 1955 heiratete Sutich Evelyn Mary Olivier in Las Vegas (Clark County, Nevada). Im Jahr 1957 ließ er sich in San Francisco nieder. 1958 gründete er das „Journal of Humanistic Psychology“. 1969 initiierte Sutich zusammen mit Abraham Maslow und Stanislav GrofHuman Potentials. Volume four, 15. The Esalen Institute, auf ordoabchao.ca die erste Ausgabe der Zeitschrift „Journal of Transpersonal Psychology“. In dieser Zeit gründete er auch das „Transpersonal Institute“. Kurz danach erfolgte dann unter deren maßgeblicher Mitwirkung 1972 die Gründung der „Association for Transpersonal Psychology (ATP)“.

Publikationen (Auswahl) Proposed improvement in terminology in relation to personal psychological problems. (1941). Psychological Record, 4, 375-87. Toward a professional code for psychological consultants. (1944). Journal of Abnormal and Social Psychology, 39, 329-50. The growth-experience and the growth-centered attitude. (1949). Journal of Psychology, 28, 293-301. Transpersonal psychology: An emerging force (1968). Journal of Humanistic Psychology, 8, 77-78. Readings in humanistic psychology (with M.A. Vich). (1969). New York: Macmillan/Free Press, 400 p. Some considerations regarding transpersonal psychology (1969). Journal of Transpersonal Psychology, 1, 1, 11-20. Process character of definitions in transpersonal psychology. (1975). Journal of Humanistic Psychology, 15, 3, 39-40. The emergence of the transpersonal orientation: A personal account (1976). Journal of Transpersonal Psychology, 8, 5-19. The founding of humanistic and transpersonal psychology: A personal account. Sutich, A. J. Humanistic Psychology Institute, San Francisco, California. (1976) Anthony J. Sutich: An appreciation. Journal of Transpersonal Psychology, 8, 2-4. Vich, M. (1976).

Literatur Stanislav Grof: Geburt, Tod und Transzendenz. Neue Dimensionen in der Psychologie (1985) Joachim Raack: Die wechselhafte Beziehung von Spiritualität und Psychotherapie. Psychotherapie-Wissenschaft 7 (1) 59–67 2017, auf share.google/4YBSRA9DzJrsMUP9N S. 63

Weblinks Fotografien von A. Sutich, ;

Ausführungen und Einzelnachweise

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