mini|hochkant|Noomi Rapace (2026) Noomi Rapace [] (* 28. Dezember 1979 als Noomi Norén in Hudiksvall) ist eine schwedische Schauspielerin. Sie wurde international bekannt als Darstellerin der Lisbeth Salander in der Erstverfilmung der Millennium-Trilogie des schwedischen Autors Stieg Larsson.

Biografie mini|hochkant|Noomi Rapace (2019) Ihre Mutter ist die schwedische Schauspielerin Kristina „Nina“ Norén, ihr Vater der spanische Flamenco-Sänger Rogelio Durán (1953–2007).Mercedes Barrado Timón: El padre pacense de Lisbeth Salander. Hoy.es, 29. Januar 2010, abgerufen am 15. März 2018. Nach der Trennung der Eltern zog sie im Alter von fünf Jahren zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater nach Island. Sie hat zwei Halbgeschwister.

Da ihr Stiefvater mit Pferden arbeitete und in Dreharbeiten involviert war, erhielt sie 1988 mit sieben Jahren eine kleine Rolle in dem Film Der Schatten des Raben. Sie besuchte eine Waldorfschule und zog im Alter von 15 Jahren nach Stockholm. Nach kleinen Auftritten Mitte der 1990er Jahre in der schwedischen Fernsehserie Tre kronor und dem Spielfilm Ich hätte Nein sagen können studierte sie von 1998 bis 1999 Schauspiel an der Skara Skolscen.

2001 heiratete sie den schwedischen Schauspieler Ola Norell. Bei der Hochzeit entschied sich das Paar, den Künstlernamen Rapace anzunehmen. 2003 kam ein gemeinsamer Sohn zur Welt. Die Ehe wurde 2011 geschieden. Inzwischen ist Rapace mit dem Songwriter Victor Thell liiert.

Rapace arbeitete zunächst an den schwedischen Theatern Teater Plaza (2000–2001), Orionteatern (2001), Teater Galeasen (2002) und am Stockholmer Stadttheater (2003). Den ersten Erfolg als Filmschauspielerin brachte ihr der dänische Spielfilm Daisy Diamond (2007) ein, in dem sie als junge schwedische Mutter zu sehen ist, die von einer Schauspielkarriere in Dänemark träumt. Für diese Rolle erhielt sie mit einer Bodil und einem Robert Dänemarks wichtigste Filmpreise.

Einem internationalen Kinopublikum wurde sie durch die Verfilmung der Millennium-Krimireihe des schwedischen Autors Stieg Larsson bekannt, in der sie die Rolle der Lisbeth Salander übernahm. Der Film zum ersten Band, Verblendung, kam 2009 in die Kinos und brachte ihr eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis und den schwedischen Guldbagge als beste Hauptdarstellerin ein. 2010 wurde sie außerdem für zahlreiche US-amerikanische Filmpreise nominiert. Rapace musste sich für diese Rolle nicht nur äußerlich verändern (ihre Haare wurden kurz geschnitten, die Gesichts-Piercings waren echt), sondern auch Motorradfahren und Kickboxen lernen. 2009 und 2010 spielte sie Lisbeth Salander auch in den Fortsetzungen Verdammnis und Vergebung.

Im September 2010 wurde bekannt, dass Rapace neben Jude Law und Robert Downey Jr. im zweiten Teil der Neuverfilmung der Sherlock-Holmes-Filme von Guy Ritchie eine Hauptrolle erhalten hatte. kino.de, 13. September 2010, abgerufen am 15. März 2018. Sie spielte darin die Sinta Madam Simza Heron.

Danach arbeitete sie an Passion, Brian De Palmas englischsprachigem Remake von Alain Corneaus Liebe und Intrigen (2010), das bei den Filmfestspielen in Venedig Premiere feierte und Anfang Mai 2013 in Deutschland anlief. Sie übernahm eine Hauptrolle in dem Film Prometheus – Dunkle Zeichen von Ridley Scott, der 2012 in die Kinos kam. Im selben Jahr spielte sie in dem Musikvideo Doom And Gloom der Rolling Stones die Hauptrolle. In Dead Man Down, der in deutschen Kinos ab April 2013 zu sehen war, spielte sie an der Seite von Colin Farrell.

2022 wurde sie in die Wettbewerbsjury des 75. Filmfestivals von Cannes berufen. Seit Verblendung wird Rapace im deutschsprachigen Raum von Sandra Schwittau synchronisiert, in Prometheus lieh ihr Vera Teltz ihre Stimme.

Filmografie (Auswahl)

Kinofilme mini|Rapace im Jahr 2014

Musikvideos 2012: The Rolling Stones: Doom and Gloom

Auszeichnungen und Nominierungen mini|Rapace in Los Angeles (2015)

JahrPreisKategorieFilmResultat 2008 Bodil Beste Schauspielerin Daisy Diamond Preis 2008 Robert Beste Schauspielerin Preis 2009 Europäischer Filmpreis Beste Schauspielerin Verblendung nominiert 2010 Guldbagge Award Beste Schauspielerin Preis 2010 Nymphe d’Or Beste Schauspielerin in einer TV-Mini-Serie Millennium-Trilogie (TV-Zusammenschnitt) Preis 2010 Nymphe d’Or Beste Schauspielerin Verblendung Preis 2010 Satellite Award Beste Schauspielerin – Drama Preis 2010 Houston Film Critics Society Beste Schauspielerin nominiert 2010 St. Louis Gateway Film Critics Association Beste Schauspielerin nominiert 2010 Broadcast Film Critics Association Beste Schauspielerin nominiert 2010 New York Film Critics Online Award Breakthrough Performer Preis 2010 São Paulo International Film Festival Beste Schauspielerin Bessere Zeiten Preis 2010 Hollywood Film Festival Spotlight Award Preis 2010 Las Vegas Film Critics Society Beste Schauspielerin Verblendung nominiert 2011 London Film Critics Circle Actress of the Year nominiert 2011 BAFTA Award Beste Hauptdarstellerin nominiert 2011 Central Ohio Film Critics Association Breakthrough Film Artist nominiert 2011 Guldbagge Awards Beste Schauspielerin Bessere Zeiten nominiert 2011 International Emmy Awards Best Performance by an Actress Millennium-Trilogie nominiert 2011 Rome Film Festival Beste Schauspielerin Babycall Preis 2012 Teen Choice Award Choice Movie Actress: Action Sherlock Holmes: Spiel im Schatten nominiert 2012 Teen Choice Award Choice Movie Breakout Prometheus – Dunkle Zeichen nominiert 2012 Amanda Beste Schauspielerin Babycall Preis 2021 Gorilla (Sitges) Beste Schauspielerin (mit Susanne Jensen (Luzifer)) Lamb Preis

Weblinks

Tobias Kniebe: Noomi Rapace: Die Widerspenstige. sueddeutsche.de, 31. Mai 2010 Julia Schaaf: Noomi Rapace: Die Kraft des Willens. faz.net, 3. Februar 2010

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Guldbagge-Preisträger Kategorie:Amanda-Preisträger Kategorie:Bodil-Preisträger Kategorie:Robert-Preisträger Kategorie:Pseudonym Kategorie:Schwede Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Frau