Die Saison 2007 war die elfte reguläre Saison der Women’s National Basketball Association (WNBA). Die reguläre Saison begann am 19. Mai 2007 und endete am 19. August 2007. Vier Tage später starteten die WNBA Playoffs, die am 16. September 2007 mit den WNBA Finals und dem Sieg der Phoenix Mercury endeten.

Saisonnotizen Am 3. Januar 2007 wurden die Charlotte Sting aufgelöst. Grund dafür waren laut den Eigentümern die wenigen Zuschauer und somit auch die niedrigen Einnahmen.

Der WNBA Draft fand am 4. April in Cleveland, Ohio statt. Als ersten Pick zogen die Phoenix Mercury, Lindsey Harding von der Duke University. Der Point Guard von der Duke University wurde kurz darauf zu den Minnesota Lynx für Tangela Smith transferiert.

Die reguläre Saison begann am 19. Mai 2007 mit der Partie zwischen dem amtierenden Meister, den Detroit Shock und dem Vizemeister, den Sacramento Monarchs. Die reguläre Saison endete am 19. August. Lauren Jackson wurde dabei zur Most Valuable Player und Dan Hughes zum Trainer der Saison gewählt

Die WNBA Meisterschaft gewannen erstmals die Phoenix Mercury, die in der Finalserie die Detroit Shock mit 3:2 besiegten. Mercury Guard Cappie Pondexter wurde zum Finals-MVP ernannt.

Das 8. WNBA All-Star Game fand am 15. Juli 2007 im Verizon Center in Washington, D.C. statt, das die Eastern All Stars mit 103:99 gegen die Western All Stars für sich entscheiden konnten. Detroit Shock Center, Cheryl Ford wurde dabei zum MVP des Spiels ernannt.

Draft Hauptartikel: WNBA Draft 2007

Am 3. Januar 2007 gaben die Besitzer der Charlotte Sting bekannt, dass sie nicht länger das Team finanzieren wollten. Die WNBA fand keinen Besitzer für das Team, weshalb die Spielerinnen am 8. Januar in einem Dispersal Draft von den anderen Teams der Liga gedraftet werden konnten.

Der elfte WNBA Draft fand am 4. April 2007 im Renaissance Hotels in Cleveland, Ohio, Vereinigte Staaten statt. Am 26. Oktober 2006 wurde die Auswahlreihenfolge bei einer Lotterie festgelegt. Diese gewannen die Phoenix Mercury vor den San Antonio Silver Stars und den Chicago Sky.

Als ersten Pick zogen die Mercury die US-amerikanische Lindsey Harding. Danach wählte San Antonio auf dem zweiten Platz Jessica Davenport, gefolgt von Armintie Price auf dem dritten Platz. Insgesamt sicherten sich die 13 Franchises die Rechte an 39 Spielerinnen. Den Hauptanteil mit über drei Vierteln aller Spielerinnen stellten die Vereinigten Staaten.

Top-5-Picks Abkürzungen: Pos = Position, G = Guard, F = Forward, C = Center

# Spielerin Nationalität Pos WNBA-Mannschaft College/Profi-Team 1. Lindsey Harding G Duke University 2. Jessica Davenport C Ohio State University 3. Armintie Price G University of Mississippi 4. Noelle Quinn G University of California in Los Angeles 5. Tiffany Jackson F University of Texas

Reguläre Saison Abschlusstabellen Abkürzungen: Pl.=Platz, Sp. = Spiele, S = Siege, N = Niederlagen, GB = Spiele hinter dem Führenden der Conference

Erläuterungen:     = Playoff-Qualifikation,     = Conference-Sieger Pl. Eastern Conference Sp. S NSiege in % GB Heim Auswärts 1. 34 24 10 70,6 – 12:5 12:5 2. 34 21 13 61,8 3 12:5 9:8 3. 34 18 16 52,9 6 8:9 10:7 4. 34 16 18 47,1 8 10:7 6:11 5. 34 16 18 47,1 8 8:9 8:9 6. 34 14 20 41,2 10 6:11 8:9

Pl. Western Conference Sp. S NSiege in % GB Heim Auswärts 1. 34 23 11 67,6 – 12:5 11:6 2. 34 20 14 58,8 3 9:8 11:6 3. 34 19 15 55,9 4 12:5 7:10 4. 34 17 17 50,0 6 12:5 5:12 5. 34 13 21 38,2 10 7:10 6:11 6. 34 10 24 29,4 13 7:10 3:14 7. 34 10 24 29,4 13 5:12 5:12

All-Star Game 2007 Hauptartikel: All-Star Game 2007

Das 8. All-Star Game der WNBA wurde am 13. Juli 2007 in der Verizon Center in Washington, D.C. ausgetragen. Die Ligaführung vergab im Januar das Spiel an die Washington Mystics, die bereits 2002 Gastgeber waren. Wie in den vergangenen Jahren trat dabei eine Auswahl der besten Spieler der Eastern Conference gegen eine Mannschaft der Western Conference an.

Playoffs Playoff-Baum

Conference Semifinals (Runde 1) Eastern Conference Detroit Shock (1) – New York Liberty (4) Datum Auswärtsteam Heimteam Bem. 25. August Detroit 51 73 New York 26. August New York 73 76 Detroit 28. August New York 70 71 Detroit 1OT Detroit gewinnt die Serie mit 2:1. Das eigentlich vom Papier her eindeutige Duell zwischen den Detroit Shock und New York Liberty entwickelte sich zu einer umkämpften Serie, die erst im entscheidenden dritten Spiel zu Gunsten der Shock ausfiel. Im ersten Spiel gab es gleich eine große Überraschung, die Liberty gewannen die erste Begegnung klar mit 73:51 Punkten und hatten während des Spiels sogar einen 18:0-Lauf. Die Enttäuschung bei den Shock war sehr groß, vor allem weil Detroit in der regulären Saison kein Spiel mit einem Rückstand über 10 Punkten verloren hatte. Das zweite Spiel konnten die Shock knapp mit 76:73 für sich entscheiden. Im dritten und entscheidenden Spiel zeigten die Shock Nerven und erzielten bis zur Halbzeit nur 23 Punkte und lagen 10 Punkte hinter den Liberty. Die Shock erholten sich aber im Laufe des Spiels und konnten das Spiel in die Verlängerung retten. Zwei Minuten vor Ende der ersten Verlängerung lagen die Liberty zwar fünf Punkten voran, jedoch zeigten die Shock genau in diesem Moment ihre ganze Klasse und drehten das Spiel noch um.

Indiana Fever (2) – Connecticut Sun (3) Datum Auswärtsteam Heimteam Bem. 24. August Indiana 88 93 Connecticut 3OT 25. August Connecticut 59 78 Indiana 28. August Connecticut 88 93 Indiana 1OT Indiana gewinnt die Serie mit 2:1. Eine hart umkämpfte und enge Serie lieferten sich die Indiana Fever und Connecticut Sun. Die Fever beendeten die reguläre Saison zwar besser als die Sun, jedoch gewannen die Sun alle vier Begegnungen mit den Fever in der regulären Saison. Das erste Spiel dieser Serie konnten die Sun, trotz einer 17-Punkte-Führung im dritten Viertel, erst in der dritten Verlängerung mit 93:88 gewinnen. Dies war das erste Spiel in der Geschichte der WNBA, dass erst in der dritten Verlängerung entschieden werden konnte. Die Fever nutzten ihren Heimvorteil im zweiten Spiel dieser Serie und gewannen dieses klar mit 78–59. Im letzten und entscheidenden Spiel konnten die Sun früh in Führung gehen und bauten diese sogar während des Spiels auf 22 Punkte aus. Doch die Fever gaben nicht auf und kämpften sich zurück und konnten das Spiel in der Verlängerung mit 93:88 gewinnen. Somit schieden die Sun erstmals seit der Umsiedlung schon in den Conference Semifinals aus.

Western Conference Phoenix Mercury (1) – Seattle Storm (4) Datum Auswärtsteam Heimteam Bem. 25. August Phoenix 101 84 Seattle 26. August Seattle 89 95 Phoenix Phoenix gewinnt die Serie mit 2:0. Die Seattle Storm sind seit dem Gewinn der WNBA-Meisterschaft von 2004 nicht mehr in das Conference Final eingezogen, auch in diesem Jahr schafften sie die Hürde Conference Semifinals nicht. Dieses Mal scheiterten sie relativ eindeutig an den Phoenix Mercury die beide Spiele klar dominierten und beide Spiele eigentlich schon zur Halbzeit gewonnen hatten. Auch eine starke Leistung von Lauren Jackson und Sue Bird im letzten Spiel reichte nicht um die Mercury in Bedrängnis zu bringen. Cappie Pondexter und Diana Taurasi erzielten in beiden Spielen mindestens 20 Punkte. Im zweiten Spiel erzielten sogar sechs Spielerinnen der Mercury mindestens 10 Punkte.

San Antonio Silver Stars (2) – Sacramento Monarchs (3) Datum Auswärtsteam Heimteam Bem. 24. August San Antonio 65 86 Sacramento 25. August Sacramento 61 86 San Antonio 28. August Sacramento 78 80 San Antonio San Antonio gewinnt die Serie mit 2:1. Die San Antonio Silver Stars konnten sich seit der Umsiedlung erstmals für die Playoffs qualifizieren, wo sie auf die Sacramento Monarchs trafen. Beide Mannschaften konnten ihr erstes Heimspiel ganz klar für sich entscheiden. Das dritte und entscheidende Spiel wurde erst in der letzten Sekunde entschieden. 24 Sekunden vor Ende glich Kara Lawson mit einem Jump Shot auf 78:78 aus. Im letzten Moment des Spiels passte Becky Hammon den Ball zu Vicki Johnson die mit einem Layup Shot das Spiel und die Serie für die Silver Stars entschied.

Conference Finals (Runde 2) Eastern Conference Detroit Shock (1) – Indiana Fever (2) Datum Auswärtsteam Heimteam Bem. 1. September Detroit 65 75 Indiana 2. September Indiana 63 77 Detroit 4. September Indiana 65 81 Detroit Detroit gewinnt die Serie mit 2:1. Die Detroit Shock mussten auch in den Conference Finals gegen die Indiana Fever über die gesamte Distanz gehen, um die Serie für sich zu entscheiden. Nachdem Detroit die Auftaktpartie in Indianapolis verloren hatte, gewannen sie die folgenden zwei Partien klar. Die Shock hatten im ersten Spiel große Probleme mit Tammy Sutton-Brown, die durch ihre starke Defensivleistungen (6 Blocks) die Fever im zu einem 75:65-Sieg führte. Die Shock standen wie bereits in den Conference Semifinals vor dem aus, doch im zweiten Spiel der Serie spielten die Shock ganz groß auf und hatten in der ersten Hälfte einen 21:2- und in der zweiten Hälfte einen 27:7-Lauf. Die Shock gewannen schließlich dieses Spiel klar mit 77:63. Herausragende Spielerin im zweiten Spiel war Deanna Nolan mit 24 Punkten. Das dritte Spiel war lange ausgeglichen, doch als Indiana Fever All-Star Tamika Catchings im zweiten Viertel auf 30:30 ausglich, verletzte sie sich bei diesem Wurf an der Achillesferse und konnte nicht mehr weiter spielen. Ohne Catchings fehlte den Fever ihre wichtigste Offensivkraft. Die Shock hatten somit keine Mühe das Spiel und die Serie für sich zu entscheiden.

Western Conference Phoenix Mercury (1) – San Antonio Silver Stars (2) Datum Auswärtsteam Heimteam Bem. 30. August Phoenix 102 100 San Antonio 1. September San Antonio 92 98 Phoenix Phoenix gewinnt die Serie mit 2:0. Die San Antonio Silver Stars standen zum ersten Mal seit ihrer Umsiedlung in den Western Conference Finals, wo sie sich in zwei packenden Spielen den Phoenix Mercury nur knapp geschlagen geben mussten. Im ersten Spiel führten die Mercury 21 Sekunden vor Ende mit 100:96, ein ungünstiges Foul von Taurasi brachte den Silver Stars drei Freiwürfe. Shanna Crossley traf alle drei Freiwürfe. Nachdem Taurasi auch noch den Ball verloren hatte, schafften die Silver Stars zwei Sekunden vor Ende durch einen 3-Punkte-Wurf von Becky Hammon noch den Ausgleich. Jedoch beging Crossley noch ein unnötiges Foul an Pondexter, die beide Freiwürfe verwertete. In den letzten zwei Sekunden versuchte Crossley vergebens, ihren Fehler mit einem 3-Punkte-Wurf von der Mittellinie wiedergutzumachen. Auch das zweite Spiel der Serie konnten die Mercury nur knapp für sich entscheiden. 2:26 Minuten vor Ende stand es 84:84, schließlich machten die Silver Stars zu viele Eigenfehler, sodass die Mercury am Ende das Spiel für sich entscheiden konnten. Stärkste Spielerin war wahrscheinlich Cappie Pondexter mit 33 Punkten, 10 Rebounds und 8 Assists.

Finals (Runde 3) Phoenix Mercury (W1) – Detroit Shock (E1) Datum Auswärtsteam Heimteam Bem. 5. September Phoenix 100 108 Detroit 8. September Phoenix 98 70 Detroit 11. September Detroit 88 83 Phoenix 13. September Detroit 76 77 Phoenix 16. September Phoenix 108 92 Detroit Phoenix gewinnt die Serie mit 3:2. Cappie Pondexter wurde zum Finals-MVP ernannt. Finals-MVP Cappie Pondexter und Diana Taurasi führten die Mercury zu ihrem ersten WNBA-Meistertitel. Pondexter erzielte in den Finals durchschnittlich 22 Punkte und 5,6 Assists pro Spiel gegen den Titelverteidiger aus Detroit. Phoenix und Detroit gewannen jeweils ein Heim- und Auswärtsspiel. Somit gab es ein alles entscheidendes fünftes Spiel in Detroit, das Phoenix mit 108:92 gewinnen konnten. Damit sind die Mercury die erste Mannschaft die eine Meisterschaft in einem Auswärtsspiel gewinnen konnte.

Spiel 1