Erwin Albert Schmid (* 1. November 1895 in Weingarten; † 15. Juni 1962 in Pullach), genannt „Altmühl-Schmid“, war ein deutscher Maler des 20. Jahrhunderts.
Leben Er studierte bei Karl Wahler an der Kunstgewerbeschule München, an der er später Fachlehrer für angewandte Kunst wurde. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und Secession und stellte vorwiegend auf der „Großen Münchener Kunstausstellung“ im Haus der Kunst aus, letztmals 1961; erstmals beschickte er mit einem Werk 1931 die Eichstätter Kunstausstellung „Eichstätt und das schöne Altmühltal“. In den 30 Jahren seines Schaffens war er auf insgesamt 65 Kunstausstellungen vertreten, davon einer eigenen in Eichstätt 1955. Werke von ihm, zumeist in Spachtel- und Pinseltechnik auf Leinwand oder Holz geschaffen, sind heute u. a. im Besitz des Bayerischen Staates und der Stadt Eichstätt. Zu seinem Beinamen „Altmühl-Schmid“ in Münchner Künstlerkreisen kam er, weil er fast jedes Jahr im Verein einer „Malergilde“ u. a. mit den Münchner bzw. Nürnberger Künstlern Robert Engels, Adolf Jutz, Hans Frey, Hermann Trölsch, Otto Miller-Diflo, Konrad Pfau, Alex Weise, Max Körner, Karl Dotzauer und Hermann Gradl in Eichstätt und Umgebung malte; in seinem Werkverzeichnis machen diese Bilder mit 165 nahezu die Hälfte aus.
Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Pullach, seiner Wahlheimat.
Werke (Auswahl) Seelandschaft, Öl Jesuiten-Kirche in Eichstätt, 1931 Klosterstadele bei Eichstätt, 1933 Hügelige Frühlingslandschaft mit Teich, Öl, 1942 Vorfrühling auf dem [Eichstätter] Frauenberg, 1942 Jägerhäuser bei Eichstätt I, 1943 Willibaldsburg im Frühling, 1944 Herbststrauß, 1944 Die Brücke bei der Aumühle, zwei Fassungen, 2. Fassung 1944 Blick vom [Eichstätter] Thingplatz gegen Rebdorf, 1946 Eichstätt, Gesamtbild, 1947 Marienstein, 1947 Heilig-Geist-Spital, 1947 Gartenhaus Schuster, 1947 Eichstätt, Gesamtbild mit der Tanne, 1947 Willibaldsburg, 1947 Der Inselfischer, 1948 Der Steinbruch [der Stadt Eichstätt], 1950 Häuser im Steinbruch, 1950, 1956 Maria-Hilf-Kapelle von rückwärts, 1952 Das neue Haus, Eichstätt 1955 Pfünz im Jura, Öl, 1958 Aus Eichstätt, Öl, 1959 Zierermühle mit Langholz, 1959 Jurafelsen am Abend, Öl, 1960 Bahngeleise mit Jurastadel in Eichstätt, Öl, 1961 Am Bahndamm, Öl, 1961 Aumühle Eichstätt (unvollendet), Öl, 1961
Literatur Albert Schmid: Verzeichnis der erfaßten Arbeiten (1952–1961) (343 Nummern) (mit Entstehungsjahr, Bildtitel und Besitzerangaben) (in Privatbesitz) Kunst-Rundschau 46 (1938), S. 203 m. Abb. Eichstätter Kurier vom 1. November 1992 Georg Babl: Das Alte Eichstätt, Erinnerungen eines Zeitgenossen, Tutzing 1994, S. 120, 250–252 Georg Babl: Ein Bild erinnert an Alt-Eichstätt. Zum 100. Geburtstag seines Schöpfers Erwin Albert Schmid, in: Historische Blätter für Stadt und Landkreis Eichstätt 43 (1995), Nr. 6, S. 3f.
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