Der Expertenstandard Sturzprophylaxe in der PflegeExpertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege, Entwicklung - Konsentierung - Implementierung (Februar 2006), Hrsg.: Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), ISBN 3-00-015082-X, 176 Seiten ist eine vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) herausgegebene und deutschlandweit als Standard eingeführte Richtlinie zur Sturzprävention. Sie hat das Ziel, Stürze und Sturzfolgen insbesondere in Pflegeeinrichtungen zu vermeiden, indem ursächliche Risiken und Gefahren erkannt und nach Möglichkeit ausgeräumt werden. Sie richtet sich an professionelle Pflegefachkräfte, die Pflegebedürftige entweder im Krankenhaus, in der häuslichen Umgebung oder in einer Einrichtung der stationären Altenhilfe betreuen.Online Version (gekürzt) des Expertenstandards Sturzprophylaxe (PDF) auf der Webseite des Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege, aufgerufen am 4. Mai 2024 Der Standard beschreibt Ziele, die in einrichtungsinternen Pflegeleitlinien (Pflegestandard) umzusetzen sind. Durch die Expertengruppe des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege, wurden dabei über 250 Literatur-Titel berücksichtigt und auf ihre Relevanz hin analysiert. Der Pflegestandard besteht aus 18 korrespondierenden Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien und wurde im Februar 2006 veröffentlicht. Die erste Aktualisierung erschien im Januar 2013.

Gemäß der Kellogg International Work Group on the Prevention of Falls by the Elderly (1987) wird ein Sturz definiert als „jedes Ereignis, in dessen Folge eine Person unbeabsichtigt auf dem Boden oder auf einer tieferen Ebene zu liegen kommt“. Nicht eingeschlossen sind Ereignisse, die auf Grund eines Stoßes, Verlust des Bewusstseins, plötzlich einsetzender Lähmungen oder eines epileptischen Anfalls eintreten, also insbesondere Gewalteinwirkungen, Schlaganfall, Epilepsie oder andere neurologische Erkrankungen. Ein „erhöhtes Sturzrisiko“ liegt vor, wenn es sich um eine über das alltägliche Risiko hinausgehende Sturzgefährdung handelt.

Zielsetzung

Die von den Pflegeexperten definierte Standardaussage lautet:

Die vom Expertengremium gegebene Begründung für die Zielsetzung des Standards lautet:

Siehe auch Alterssyndrom Berg Balance Scale Pflegestandard#Beitrag von Expertenstandards

Literatur Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (2006): Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege, Entwicklung – Konsentierung – Implementierung. 176 Seiten. ISBN 3-00-015082-X Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (2013): Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege 1. Aktualisierung. 160 Seiten, Fachhochschule Osnabrück, ISBN 978-3-00-015082-1 Clemens Becker, Ulrich Rißmann, Ulrich Lindemann: Sturzprophylaxe. Sturzgefährdung und Sturzverhütung in Heimen. Vincentz Network, Hannover, 2003. Angelika B. Münst: Osteoporose-Prävention: Eine Kurzintervention zur Gesundheitsförderung – als integrativer Bestandteil der ärztlichen Strategie? Kovac, 2005 Adriano Pierobon, Manfred Funk: Sturzprävention bei älteren Menschen, 2007, Georg Thieme Verlag, 120 Seiten und DVD, ISBN 978-3-13-143761-7

Weblinks Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege: Sturzprophylaxe in der Pflege (Link geprüft am 27. Februar 2019) Andrea Icks: Expertenstandards in der Pflege. In: Rheinisches Ärzteblatt, Ausgabe 12/2004 (PDF; 25 kB)

Einzelnachweise

Kategorie:Geriatrie Kategorie:Qualitätsmanagement (Medizin) Kategorie:Pflegewissenschaft Kategorie:Pflegeintervention