mini|Hilde Maroff auf einer Fotografie von Alexander Binder Hildegard Maroff (* 5. Juni 1904 in Berlin; † 15. September 1984 ebenda) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben Sie stand schon 15-jährig in einer kleinen Pagenrolle auf der Bühne und nahm anschließend Schauspielunterricht bei Meinhardt Bernauer. Nach einer darauffolgenden Tanzausbildung waren das Komödienhaus und das Berliner Theater ihre ersten Bühnenstationen.

Ihre erste größere Filmrolle erhielt sie 1926 in Kubinke, der Barbier, und die drei Dienstmädchen, wo sie neben Erika Glässner und Käthe Haack eines der drei Dienstmädchen um den Barbier Kubinke (Werner Fuetterer) darstellte. Sie trat auch in Kabaretts auf.

1929 heiratete sie Dr. Kurt Bosse und unterbrach vorübergehend ihre Karriere. Von ihren drei Kindern Ilse (* 1929), Peter (* 1931) und Barbara (* 1935) wurde Peter Bosse schon als Vierjähriger ein Kinderstar, den Hilde Maroff managte.

Sie übernahm nun auch wieder kleinere Rollen und spielte dreimal an der Seite ihres Sohnes. Nach Kriegsende musste sie, da ihr Mann gefallen war, allein für ihre Kinder sorgen. Sie betätigte sich als Regisseurin an der Berliner Märchenbühne und leitete das Kinder-Schauspielstudio. Außerdem spielte sie kleine Rollen am Theater am Schiffbauerdamm, dort auch mit ihren Kindern Peter und Barbara, sowie am Schillertheater.

Tochter Barbara wurde Tänzerin bei Mary Wigman. Hilde Maroff starb 80-jährig nach langer, schwerer Krankheit und fand auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof ihre letzte Ruhestätte.

Filmografie (Auswahl) 1922: Pömperlis Kampf mit dem Schneeschuh 1925: Der Bastard 1926: Der Liebe Lust und Leid 1926: Kubinke, der Barbier, und die drei Dienstmädchen 1926: Die Piraten der Ostseebäder 1927: Das Erwachen des Weibes 1927: Der Kavalier vom Wedding 1927: Liebelei 1927: Versiegelte Lippen (Förseglade läppar) 1927: Männer vor der Ehe 1927: Schwere Jungen – leichte Mädchen 1927: Der Soldat der Marie 1928: Hell in Frauensee 1928: Freiwild 1928: Ossi hat die Hosen an 1928: Notschrei hinter Gittern 1928: Fräulein Chauffeur 1928: Schenk mir das Leben 1929: Die lustigen Vagabunden 1929: Známosti z ulice (Straßenbekanntschaften) 1929: Mutterliebe 1932: Zwei reparieren sich durch 1932: Das Abenteuer der Thea Roland 1932: Drei von der Stempelstelle 1933: Es war einmal ein Musikus 1933: Was Frauen träumen 1934: Der Herr Senator. Die fliegende Ahnfrau 1935: Ein idealer Gatte 1936: Das Gäßchen zum Paradies 1937: Mutterlied 1938: Solo per te (italienische Fassung von Mutterlied) 1938: Die Frau am Scheidewege (Asszony a válaszúton)

Literatur Helga und Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929 – 1945. Künstlerbiographien L–Z. Verlag Medium Film Karlheinz Wendtland, Berlin 1995, ISBN 3-926945-14-1, S. 38 f.

Weblinks

Hilde Maroff bei cyranos.ch

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