Ruschberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Baumholder an.
Geographie Ruschberg liegt am Baumholder Bach südwestlich des 563 Meter hohen Feldbergs. Im Norden und Osten befinden sich der Truppenübungsplatz und die Stadt Baumholder, im Westen die Ortsgemeinde Heimbach und nördlich liegt die Ortsgemeinde Reichenbach.
Die Ortsgemeinde Ruschberg liegt zudem im Westrich.
Zu Ruschberg gehören auch die Wohnplätze Clarashall (Schwerspatgrube), Haus Mohrenmühle, Im Inkelrech, Lauersmühle und Seibertsmühle.
Geschichte Ruschberg gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu dem aus der Grafschaft Veldenz stammenden Teil des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken und war der Schultheißerei Baumholder im Oberamt Lichtenberg zugeordnet. Im Jahr 1790 lebten 60 Familien im Ort. Die Gemarkung von Ruschberg umfasste 771 Hektar.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 400
Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte Ruschberg zum Kanton Baumholder im Departement der Saar. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1816 zum sachsen-coburgischen Fürstentum Lichtenberg, dem es bis 1834 angehörte. Die Gemeinde Ruschberg gehörte zunächst zur Bürgermeisterei Reichenbach, von 1823 an zur Bürgermeisterei Baumholder (siehe auch Liste der Gemeinden im Fürstentum Lichtenberg). Nach dem Verkauf an Preußen und der Auflösung des Fürstentums Lichtenberg kam Ruschberg zum neu errichteten Kreis St. Wendel in der Rheinprovinz. Seit 1937 gehört Ruschberg zum Landkreis Birkenfeld und ist seit 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz.
Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Ruschberg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 344 1835 473 1871 514 1905 528 1939 743 1950 785 Jahr Einwohner 1961 970 1970 962 1987 861 1997 909 2005 870
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Ruschberg besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD CDU FWG BLR Gesamt 2024 – – 4 8 12 Sitze 2019 – 1 3 8 12 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: 2014 7 3 2 – 12 Sitze 2009 8 4 – – 12 Sitze 2004 8 4 – – 12 Sitze
Bürgermeister Alfred Heu wurde 1994 Ortsbürgermeister von Ruschberg. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 66,52 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 setzte er sich als Einzelbewerber mit 56,3 % gegen einen Mitbewerber der FWG durch.
Wirtschaft und Infrastruktur mini|Evangelische Kirche Ruschberg mini|Maria Himmelfahrt Öffentliche Einrichtungen Evangelische Kirche, Kirchengemeinde Baumholder Katholische Kirche Maria Himmelfahrt, Kirchengemeinde Baumholder Kindergarten Ruschberg Jugendclub Ruschberg Bürgerhaus Ruschberg Gesundheitspunkt Ruschberg
Verkehr Südlich verläuft in einigen Kilometern Entfernung die Bundesautobahn 62. In Ruschberg selbst gab es auf der Bahnstrecke Heimbach–Baumholder seit Mai 1981 keinen regelmäßigen Personenverkehr mehr, dieser wurde jedoch im Jahr 2014 durch die Vlexx GmbH wieder aufgenommen.
Weblinks
Internetseite von Ruschberg Ortsgemeinde Ruschberg auf den Seiten der Verbandsgemeinde Baumholder
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Birkenfeld