mini|upright=0.8|Reginald Pasch auf einer Fotografie von Alexander Binder mini|upright=0.8|Schallplatte von Reinhold Pasch (Berlin 1911) Reginald Pasch (* 10. Oktober 1883 in Wolgast; † 2. August 1965 in Berlin; gebürtig Reinhold Pasch) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Der Sohn des Schiffskapitäns Johann Carl Hermann Pasch und dessen Ehefrau Martha, geb. Brüdgam, wurde im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt Schüler von Heinrich Oberländer. Er gab sein Debüt 1902 am Neuen Stadttheater von Ratibor. In den 1910er Jahren spielte er dann in Danzig, Zwickau, Rostock, Nürnberg, Chemnitz, Hamburg und München. Ab 1909 trat er in Berlin am Theater am Nollendorfplatz auf, später auch am Theater des Westens und am Metropoltheater. Pasch agierte zu dieser Zeit vor allem als jugendlicher Held in Operetten. Er wirkte auch in einigen Stummfilmen mit.
1921 schiffte er sich nach New York ein und spielte dort bis 1930 am Broadway am Englischen Theater. Zu den Stücken, in denen er auftrat, gehörten The Merry Widow (1921), The Clinging Wine (1922) und Golden Dawn (1927). 1930 nahm er ein Angebot aus Hollywood an und spielte dort bis 1936 meist ungenannt kleine Rollen in verschiedenen Tonfilmen.
1936 lernte er Luis Trenker bei den Dreharbeiten zu dessen Der Kaiser von Kalifornien kennen und folgte ihm nach Europa. Er spielte hier in mehreren Trenker-Filmen mit. Sein Plan, wieder nach Amerika zu gehen, wurde durch den Kriegsausbruch verhindert. Pasch stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Pasch, Reginald, in: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 449
Nach Kriegsende trat er unter anderem am Renaissance-Theater auf.
Filmografie 1912: Wenn die Maske fällt 1914: Mobilmachung in der Küche 1915: Ein Schrei in der Nacht 1916: Frauen, die sich opfern 1916: Der Schmuck der Herzogin 1917: Stropp 1919: Der Klapperstorchverband 1920: Frauenbriefe 1920: Der Fluch der Menschheit (2 Teile) 1931: Dämon des Meeres 1932: Der Mann, den sein Gewissen trieb (Broken Lullaby) 1934: Jagd nach dem Glück (The Pursuit of Happiness) 1934: Dr. Monica 1935: Das schwarze Zimmer (The Black Room) 1936: Der Kaiser von Kalifornien 1937: Tango Notturno 1937: Condottieri 1937: Der Berg ruft 1938: Liebesbriefe aus dem Engadin 1938: Pour le Mérite 1938: Sergeant Berry 1939: Grenzfeuer 1939: Der Feuerteufel 1940: Die letzte Runde 1941: Carl Peters 1941: Spähtrupp Hallgarten 1941: Komödianten 1942: Anschlag auf Baku 1942: Der große König 1943: Wildvogel 1945: Rätsel der Nacht 1949: Die Nacht der Zwölf 1951: Torreani 1953: Starke Herzen 1955: Robert Mayer – Der Arzt aus Heilbronn 1955: Ein Polterabend 1956: Spion für Deutschland 1956: Vor Sonnenuntergang 1957: Wenn Frauen schwindeln 1959: Bezaubernde Arabella 1959: Menschen im Hotel 1960: Herrin der Welt 1960: Geheimakte M (Man on a String) 1960: Sturm im Wasserglas 1961: Frage Sieben (Question 7) 1963: Es war mir ein Vergnügen 1965: Der Schatz der Azteken 1982: Eine kleine Sommermelodie (Produktion 1943)
Literatur Tom Schröter: Vom Peenestrom an den Broadway. In: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte, Heft 4/2019, S. 48 f. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Sechster Band N – R. Mary Nolan – Meg Ryan, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 152 f.
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Einzelnachweise
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