Johanna Ewald (* 15. Februar 1885 in Dresden; † 27. Januar 1961 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben Sie stand seit ihrer Kindheit auf Varietébühnen und wurde in Berlin am Lustspielhaus, am Theater des Westens, an der Scala, im Wintergarten und an der Komischen Oper bekannt. In Wien trat sie am Etablissement Ronacher und an der Volksoper auf. Die 1,86 Meter große Komikerin profilierte sich vor allem durch ihre Sketche und Gesangsnummern.

Oskar Messter holte sie 1897 für das kurze Lustspiel Gestörtes Rendez-Vous vor die Kamera, und damit wurde sie die erste bekannte Bühnenschauspielerin, die einen Auftritt für die noch in den Kinderschuhen steckende Kinematographie wagte. Sie war danach noch öfter in Filmen zu sehen, wo sie in meist sehr kurzen Auftritten seltsame Frauenspersonen verkörperte.

Ewald stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Ewald, Johanna. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 373f.

Filmografie 1897: Gestörtes Rendez-Vous 1914: Mein Name ist Spiesecke 1915: Sein einziger Patient 1916: Homunkulieschen 1917: Stropp 1919: Die Braut auf 24 Stunden 1919: Krümelchens Reiseabenteuer 1920: Ehe man Ehemann wird 1920: Die Frau im Doktorhut 1921: Planetenschieber 1921: Miß Venus 1921: Wie das Mädchen aus der Ackerstraße die Heimat fand 1922: Zwei Welten 1922: Seine Exzellenz von Madagaskar (2 Teile) 1922: Das Mädchen aus der Fremde 1924: Das Spiel der Liebe 1924: Dudu, ein Menschenschicksal 1925: Die Zirkusprinzessin 1925: Goldjunge 1927: Der Himmel auf Erden 1928: Die letzte Galavorstellung des Zirkus Wolfsohn 1928: Der Kampf ums Matterhorn 1928: Der moderne Casanova 1929: Der Herr vom Finanzamt 1930: Ruhiges Heim mit Küchenbenutzung. Das Mädel von der Operette 1930: Der Herr auf Bestellung 1930: Eine Freundin so goldig wie Du 1931: Wenn die Soldaten... 1932: Moderne Mitgift 1933: Karikaturen 1933: Achten sie auf Meyer 1934: Rosen aus dem Süden 1934: Elisabeth und der Narr 1934: Schützenkönig wird der Felix 1935: Vergiß mein nicht 1935: Lärm um Weidemann 1936: Der schüchterne Casanova 1937: Condottieri 1944: Die Frau meiner Träume

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Zweiter Band C – F. John Paddy Carstairs – Peter Fitz, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 592.

Weblinks

Johanne Ewald bei cyranos.ch

Einzelnachweise

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