Der Hypodorische Modus, kurz Hypodorisch ist die zu Dorisch gehörende Plagaltonart. Im mittelalterlichen System der Kirchentöne heißt er auch zweiter Ton oder protus plagalisSiehe Luigi Agustoni, Johannes Berchmans Göschl: Einführung in die Interpretation des Gregorianischen Chorals. Band 1: Grundlagen. Gustav Bosse Verlag, Kassel 1987, ISBN 3-7649-2343-1, Kapitel 1.3.2: Die acht Modi des Oktoechos, S. 38–41.. Er unterscheidet sich vom dorischen Ton (protus authenticusNeben der korrekten Schreibweise authenticus findet sich in der Literatur auch recht häufig die Falschschreibung authentus.) durch einen um eine Quarte nach unten verlagerten Tonumfang (Ambitus) und eine andere Repercussa. Die Finalis bleibt allerdings gleich.
Dorisch: Ambitus d - d1, Finalis d, Repercussa a. Hypodorisch: Ambitus A - a, Finalis d, Repercussa f.
Für heutige Anwendungen (etwa im modalen Jazz) spielt der hypodorische Modus keine Rolle, weil bei den modalen Tonleitern nicht zwischen authentisch und plagal unterschieden wird. Hier gibt es also nur die dorische, aber keine hypodorische Tonleiter.
gerahmt|rechts|Tonvorrat der Kirchentöne in heutiger Notierung.Abkürzungen: F = Finalis (Hauptton), R = Repercussa.
Siehe auch Verwendungsbeispiele
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Tonleiter Kategorie:Modalitätslehre