Der Bund der Kommunisten Kroatiens (, СКХ/SKH), kurz BdKK, bis 1952 Kommunistische Partei Kroatiens (, KPH) war die im Jahr 1937 in Samobor gegründete kommunistische Partei Kroatiens.
Sie war ein Teil des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens, der Regierungspartei im ehemaligen Jugoslawien.
Geschichte Als Reaktion auf den deutschen Angriff auf die Sowjetunion beschloss das Bezirkskomitee der Kommunistischen Partei Kroatiens 1941 die Gründung der Sisaker Partisanenabteilung. Es war die erste bewaffnete Partisanengruppe der von Josip Broz Tito geführten Volksbefreiungsbewegung (Narodnooslobodilački pokret, NOP), die den militärischen Kampf gegen die deutsche und italienische Besatzungsmacht und ihre Verbündeten in Jugoslawien aufnahm.
Die Parteiführung bildete das Zentralkomitee, dessen Vorsitz der Präsident des Zentralkomitees der Sozialistischen Republik Kroatien bildete. Die Politik dieser Organisation wurde auf Kongressen entschieden.
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre wurden nach der Verurteilung von Aleksandar Ranković von der Parteispitze Reformen beschlossen. Zur Führungsriege jener Zeit zählten auch Savka Dabčević-Kučar und Miko Tripalo, die später zu den Führungspersönlichkeiten im Kroatischen Frühling im Jahr 1971 zählten.
Am 10. Dezember 1989 begannen 20 politische Parteien, Unterschriften für eine Petition zu sammeln, die die Ausschreibung demokratischer Wahlen forderte. Am selben Tag stimmte die Partei vorgezogenen Wahlen zu. Im Januar 1990 verließ die Delegation des BdKK den 14. Kongress des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens. Damit hörte der BdKK de facto auf, Teil des BdKJ zu sein.
Mit den demokratischen Veränderungen änderte sich auch der Parteiname: In den Jahren 1990–1992 zu Partei der demokratischen Veränderungen (kroatisch: ), seit 1993 Sozialdemokratische Partei Kroatiens ().
Sekretäre des Zentralkomitees 1940–1941: Rade Končar 1942–1944: Andrija Hebrang 1944–1969: Vladimir Bakarić 1969–1971: Savka Dabčević-Kučar 1971–1982: Milka Planinc 1982–1983: Jure Bilić 1983–1984: Josip Vrhovec 1984–1986: Mika Špiljak 1986–1989: Stanko Stojčević 1989–1990: Ivica Račan
Einzelnachweise
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