Die Onkel-Aloys-Affäre gehört zu den Skandalen im Vorfeld der Spiegel-Affäre um den damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß. Der erfolglose und verarmte Unternehmer Aloys Brandenstein, Nenn-Onkel der Strauß-Gattin Marianne, soll nach Intervention von Strauß eine lukrative Stelle in der Rüstungsindustrie bekommen haben, mit Provisionen bedacht worden und somit zum Millionär geworden sein. Den Höhepunkt fand die Affäre im Jahre 1962 mit dem Artikel „Onkel Aloys“ im Magazin Der Spiegel. Strauß verklagte in Reaktion auf die Berichterstattung den Spiegel-Chef Rudolf Augstein, dieser wurde vor dem Bundesgerichtshof wegen „im hohen Grade ehrenrührig(er)“ Behauptungen zu einer Schmerzensgeldzahlung an Strauß verurteilt.

Der Medienhistoriker Konrad Dussel benannte 2022 die Onkel-Aloys-Affäre gemeinsam mit der Fibag-Affäre und dem HS-30-Skandal als einen drei Skandalen, in denen Strauß und Augstein „die Hauptrollen spielten“ und deren „dramatischer Höhepunkt“ die Spiegel-Affäre gewesen sei.

Einzelnachweise

Kategorie:Politische Affäre in der Bundesrepublik Deutschland Kategorie:Politik 1962 Kategorie:Franz Josef Strauß