mini|Das knapp 200 m lange Zwölfbogen-Viadukt der Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz bei Zedtlitz Die Wyhra, früher auch Wyra, oberhalb der Talsperre Schömbach auch Wiera, ist ein ca. 47 Kilometer langer Nebenfluss der Pleiße in Sachsen und Thüringen. Als Wiera ist der Fluss namensgebend für die Orte Ober- und Niederwiera im nördlichen Teil des Landkreises Zwickau, das Wieratal und als Wyhra für die Ortslage Wyhra, den Ortsteil der sächsischen Stadt Borna.

Geschichte Bei der ersten schriftlichen Erwähnung im Jahr 1105 wurde der Fluss Wira genannt. Zu späterer Zeit wurde der Name des Flusses auch Wyra geschrieben. Durch den Bau der Talsperre Schömbach von 1967 bis 1972 zwischen Langenleuba-Niederhain und Schömbach ist der Fluss seitdem geteilt. Der Bau der Talsperre zum Hochwasserschutz wurde notwendig, da durch den Tagebau flussabwärts natürliche Retentionsflächen (Überflutungsflächen) wegfielen. Seit dem Talsperrenbau fließt die Leuba nicht mehr direkt in den Fluss, sondern zunächst in die Talsperre.

Gewässerklassifizierung In Thüringen hat die Wiera nach dem Thüringer Wassergesetz den Status eines Gewässers II. Ordnung und steht damit in der Unterhaltungslast der Kommunen, in deren Gebiet sie fließt.§§ 3, 68 Thüringer Wassergesetz

In der Typisierung der Fließgewässer nach der Wasserrahmenrichtlinie ist sie dem Typ VI, feinmaterialreiche, karbonatische Mittelgebirgsbäche zugeordnet der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, abgerufen am 10. Oktober 2012. Sie gilt als künstlich verändertes Gewässer, dessen ökologischer Zustand und ökologisches Potential als schlecht eingeschätzt wird.EG-WRRL Maßnahmenplanung 2009–2015 in Thüringen – Zustand und Zielerreichung der Oberflächengewässer, herausgegeben vom TMLFUN, 2009 Der chemische Zustand im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie ist gut.EG-WRRL Maßnahmenplanung 2009–2015 in Thüringen – Oberflächengewässer – stoffliche Belastung durch NH4-N, herausgegeben vom TMLFUN, 2009 Trotz der Defizite in der Gewässerstruktur waren für den Oberflächenwasserkörper im Maßnahmenprogramm der Flußgebietsgemeinschaft Elbe bis 2015 keine Maßnahmen vorgesehen.Bewirtschaftungsplan und Maßnahmeprogramm der FGG Elbe, abgerufen am 10. Oktober 2012 auf

Verlauf Die Wyhra hat ihre Quelle bei Oberwiera im Norden des Landkreises Zwickau und trägt dort noch den Namen Wiera. Bei Engertsdorf tritt sie auf thüringisches Gebiet über und fließt in nördlicher Richtung bis zur östlich des Leinawaldes gelegenen Talsperre Schömbach bei Altmörbitz. Bei Wiesebach unterquert der Bach die 330 m lange und 17 m hohe Eisenbahnbrücke der bis 1995 betriebenen Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain, mit 16 Bögen und einer in Europa einzigartig intensiven Krümmung. Unterhalb der Talsperre Schömbach fließt sie als Wyhra ins Kohrener Land weiter durch Frohburg und Borna. An ihrer Mündung in die Pleiße bei Lobstädt ist sie ca. 2 m breit.

Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste von Zuflüssen und Seen, jeweils von der Quelle zur Mündung. Auswahl.

Harthauer Bach, von links gegenüber Oberwiera Hermsbach, von rechts zwischen Ober- und Niederwiera Schwabener Bach, von rechts vor Heiersdorf Göpfersdorfer Bach, von rechts vor Engertsdorf Ziegelheimer Bach, von links bei Frohnsdorf Frohnsdorfer Bach, von rechts nach Frohnsdorf Leuba, von rechts bei Langenleuba-Niederhain Durchfließt die Talsperre Schömbach bis Altmörbitz Ossabach, von rechts nordwestlich von Kohren-Sahlis Katze, von links nördlich von Kohren-Sahlis Obergräfenhainer-Plattendorfer Bach, rechter Oberlauf bis in Kohren-Sahlis Mausbach, linker Oberlauf bis in Kohren-Sahlis Katsche, von rechts nach Streitwald Wildbach, von rechts am Ortsrand von Frohburg Greifenhainer Bach, rechter Oberlauf bis in Greifenhain Fischbach, linker Oberlauf bis in Greifenhain (Abfluss der Eschefelder Teiche), von links in Frohburg (Abfluss des Erligtteichs), von rechts nach Frohburg Oberscharbach, von links nach Wyhra Bürschgraben, von rechts bei Zedtlitz Bubendorfer Bach/Bautzsche, von links kurz vor Zedtlitz Hardtbach, von rechts bei Neukirchen Mühlgraben, von rechts in Borna; geht zuvor kurz nach Zedtlitz nach rechts ab Eula, von rechts gegenüber Großzössen Zuflüsse im Artikel

Unter den rechten Zuflüssen dominieren der Ossabach und die Eula. Die linken sind eher eher kleine Bäche, da die diesseitige Wasserscheide gegen die Pleiße ziemlich nahe liegt, der größte unter ihnen ist der Ziegelheimer Bach.

Orte am Gewässer Landkreis Zwickau, Sachsen Oberwiera (Quellort), mit Niederwiera und Röhrsdorf Landkreis Altenburger Land, Thüringen Heiersdorf, Engertsdorf und Frohnsdorf (Ortsteile von Nobitz) Langenleuba-Niederhain Neuenmörbitz und Schömbach (Ortsteile von Langenleuba-Niederhain) am Ostufer der Talsperre Schömbach Landkreis Leipzig, Sachsen Altmörbitz, Gnandstein und Streitwald (Ortsteile von Frohburg) Frohburg und Benndorf Borna mit Zedtlitz und Wyhra

Galerie miniatur|hochkant=3.0|links|Der über 300 Meter lange Viadukt über die Wiera bei Wiesebach

Siehe auch Liste der Gewässer in Sachsen Liste der Gewässer in Thüringen

Quellen

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Fluss in Europa Kategorie:Fluss in Sachsen Kategorie:Fluss in Thüringen