Alfred Bayer (* 8. März 1933 in München; † 16. Juni 2026 ebenda) war ein deutscher Ministerialbeamter und Manager. Er war von 1983 bis 1987 beamteter Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, anschließend bis 1997 Vorstandsvorsitzenden der Isar-Amperwerke sowie von 1994 bis 2004 Vorsitzender der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung.
Leben Bayer, Sohn von Anna Bayer, geborene Sigl, und Georg Bayer, besuchte eine höhere Schule, studierte nach dem Abitur 1952 Wirtschaftswissenschaften für das Lehramt an der Ludwig-Maximilians-Universität München und legte 1957 das Staatsexamen ab. Er wurde Mitglied der katholischen Studentenverbindung Rhaetia München.
Von 1957 bis 1969 war er als Beamter im städtischen Schuldienst in München tätig. In den 1960er Jahren beriet Bayer den CSU-Generalsekretär Anton Jaumann in Wirtschaftsfragen und wurde von diesem nach dessen Ernennung zum Finanzstaatssekretär 1969 als Mitarbeiter ins Bayerische Staatsministerium der Finanzen geholt. 1970 wurde er wirtschaftspolitischer Grundsatzreferent Jaumanns im Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr. 1976 wurde er als Ministerialdirektor zum Amtschef des Wirtschaftsministeriums ernannt.
Nach dem Antritt der schwarz-gelben Bundesregierung unter Helmut Kohl (CDU) 1982 wechselte Bayer 1983 nach Bonn und wurde beamteter Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium unter Werner Dollinger (CSU). Als Staatssekretär war er zudem im Aufsichtsrat der Lufthansa, die damals noch mehrheitlich in Staatsbesitz war.
Im Jahr 1987 schied er aus dem Bundesministerium aus und wurde zum Vorstandsvorsitzenden der Isar-Amperwerke in München ernannt. In dieser Funktion trieb er das Engagement der Werke in den neuen Bundesländern und die Diversifikation voran. Zum 31. Mai 1997 schied er aus dem Unternehmen aus. Er war zudem Aufsichtsratsvorsitzender der Erdgas Südbayern GmbH und Mitglied des Aufsichtsrates der Bayerischen Zugspitzbahn AG.
Von 1994 bis 2004 war Alfred Bayer zudem Vorsitzender der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung. In seine Amtszeit fiel dabei u. a. die Ausweitung der Stiftungsaktivitäten nach Osteuropa und der Bau des 26 Millionen D-Mark teuren Konferenzzentrums der Stiftung in München. Er war Kuratoriumsvorsitzender der Erich-und-Erna-Kronauer-Stiftung in Schweinfurt und Kuratoriumsmitglied der Hochschule für Politik München (HfP).
Er war Hauptmann der Reserve. Bayer war römisch-katholischen Glaubens und von 1960 bis zu ihrem Tod 2017 mit Elfriede Bayer, geborene Buchberger, verheiratet. Er starb am 16. Juni 2026 im Alter von 93 Jahren in München.
Auszeichnungen 1985: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland 1991: Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland Bayerischer Verdienstorden
Schriften (Auswahl) als Hrsg. mit Manfred Baumgärtel: Weltanschauung und politisches Handeln. Hanns Seidel zum 100. Geburtstag. Atwerb Verlag, Grünwald 2001, ISBN 3-928561-87-1.
Literatur Norbert Beleke (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 45. Ausgabe 2006/2007, Schmidt-Römhild, Lübeck 2006, ISBN 978-3-7950-2042-2, S. 67.
Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 62.
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Einzelnachweise
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