Karl Stein (* 30. Januar 1902 in Dresden; † 5. Juni 1942 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Widerstandskämpfer.

Leben mini|Symbolische Grabstätte Steins im Ehrenhain des Heidefriedhofs Im Jahr 1921 trat Karl Stein in die Kommunistische Partei Deutschlands und später in den Rotfrontkämpferbund ein.Monika Zorn: Hitlers zweimal getötete Opfer. Ahriman-Verlag, Freiburg im Breisgau 2001, ISBN 3-89484-401-9, S. 282. Als Elektriker verlor er seine Arbeit, als er an dem Streik der Straßenarbeiter teilnahm. Karl Stein wurde im Juni 1933 verhaftet und erhielt eine Gefängnisstrafe von mehreren Monaten. Zusammen mit Albert Hensel und dem Künstlerehepaar Fritz Schulze und Eva Schulze-Knabe gründete er 1934 in Dresden eine Widerstandsgruppe, die gleichzeitig eine illegale Organisation der KPD war. Gemeinsam hörten sie „feindliche“ Sender aus dem Ausland ab, was damals unter Strafe stand. Zu den frühen Aktionen dieser Widerstandsgruppen gehörten das Verteilen von Flugblättern wie auch das Anbringen von Spruchbändern an schwer zugänglichen Stellen und das Schmuggeln verbotener Literatur. Sie unterstützten aber auch Verfolgte und Opfer der Nationalsozialisten.

Im Januar 1941 wurde Karl Stein auf der Arbeit verhaftet. Der Volksgerichtshof wertete die Treffen dieser Widerstandsgruppe 1942 als Wiedereinrichtung der KPD und damit als Hochverrat. Am 11. März 1942 wurde er zusammen mit Fritz Schulze, Albert Hensel und Herbert Bochow zum Tode verurteilt.Urteil des Volksgerichthofes als Foto in der Deutschen Fotothek Das Urteil wurde am 5. Juni 1942 in Berlin-Plötzensee vollstreckt. Sein symbolisches Grab befindet sich im Ehrenhain des Heidefriedhofs.

Ehrungen mini|Schild an der Karl-Stein-Straße in Dresden In Dresden wurden im Stadtteil Gittersee eine Straße und im Stadtteil Johannstadt ein Stadion nach ihm benannt. Die Selbstversorgerhütte Karl-Stein-Hütte der Sektion Leipzig bei Rathen im Elbsandsteingebirge in Sachsen ist nach ihm benannt.150 Jahre Bergsteigen in Leipzig, von Hartmut Halang, Seite 319

Darstellung Steins in der bildenden Kunst

Fritz Schulze: Porträtstudie Karl Stein (1938, Kohlezeichnung, 40,5 × 31 cm)

Siehe auch Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege Ungesühnte Nazijustiz

Weblinks

Erwähnung im Artikel Gertrud Neroslow im Frauenwiki

Einzelnachweise

Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus) Kategorie:Person (Dresden) Kategorie:KPD-Mitglied Kategorie:Rotfrontkämpfer Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)

Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)

Kategorie:Deutscher

Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann