mini|Gabriele Reismüller in Die ist nicht von gestern von Garson Kanin am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1956) Gabriele Reismüller (* 30. November 1920 in Degerndorf; † 24. November 1969 in München) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben Sie erhielt Unterricht an der Schauspielschule des Staatstheaters in München und trat hier 1941 ihr erstes Engagement an. Später wechselte sie nach Erfurt.

Seit 1941 wirkte sie in Filmen mit und ihre Rollen wurden nach und nach bedeutender. 1944 übernahm sie in dem bajuwarischen Lustspiel Die keusche Sünderin als Film-Tochter von Joe Stöckel und Elise Aulinger ihre erste Hauptrolle. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Reismüller, Gabriele. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 400f.

Nach Kriegsende spielte sie bis 1950 am Staatstheater Stuttgart, zwischen 1950 und 1952 am Deutschen Theater in Göttingen und bis 1955 an der Komödie in Basel. Später gastierte sie in Frankfurt am Main und in Köln.

Sie war zunächst weiter in bedeutenden Rollen in Filmkomödien zu sehen, zum Beispiel in Der Millionär an der Seite von Hans Moser. In den 60er Jahren geriet sie weitgehend in Vergessenheit. Im Alter von nicht ganz 49 Jahren nahm sie sich das Leben und wurde auf dem neuen Teil des Waldfriedhofs (456-W-6)Erich Scheibmayr: Wer? Wann? Wo? Persönlichkeiten in Münchner Friedhöfen. München 1989, ISBN 3-9802211-1-3 in München bestattet.

Filmografie (Auswahl) 1941: Der scheinheilige Florian 1941: Venus vor Gericht 1943: Der dunkle Tag 1943: Peterle 1944: Der Täter ist unter uns 1944: Die keusche Sünderin 1945: Wo ist Herr Belling? (unvollendet) 1947: Der Millionär 1948: Frech und verliebt 1949: Münchnerinnen 1949: Die drei Dorfheiligen 1950: Die Schuld der Gabriele Rottweil 1953: Ehestreik 1958: … und nichts als die Wahrheit 1960: Ein gewisses Röcheln 1960: Kopf in der Schlinge 1960: Gustav Adolfs Page 1962: Zaubereien oder Die Tücke des Objekts 1969: Sind wir das nicht alle?

Hörspiele 1947: George Bernard Shaw: Helden (Raina) – Regie: Alfred Vohrer (Hörspiel – SDR) 1950: Max Frisch: Santa Cruz (Elvira) – Regie: Oskar Nitschke (Hörspiel – SDR)

Literatur Helga und Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929 – 1945. Künstlerbiographien L–Z. Verlag Medium Film Karlheinz Wendtland, Berlin 1995, ISBN 3-926945-14-1, S. 100.

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