mini|William Buick nach seinem Sieg auf Basar im Epsom Derby mini|Jockey Ryan Moore beim Melbourne Cup 2014 auf dem deutschen Sieger Protectionist miniatur|Black and White Jockeys, Zeichnung von Carl Rudolf Huber, 1878
Ein Jockey ist ein Reiter beim Pferderennen. Zunächst muss eine dreijährige Ausbildung zum Pferdewirt mit Schwerpunkt Rennreiten bei einem Trainer erfolgreich absolviert werden. Dann müssen 50 Klasse-A-Rennen gewonnen werden, um sich „Jockey“ nennen zu dürfen. Diese Bedingungen gelten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Amateurrennreiter
Es gibt keine Größenbeschränkungen, wichtig ist, das geforderte Gewicht von 55 kg oder weniger zu bringen. Amateurrennreiter sind in der Regel meist größer und schwerer, das Gewicht von 60 kg darf jedoch nicht überschritten werden, ebenso wie bei Hindernisjockeys. Viele ältere Rennreiter, die den Jockeyberuf nicht mehr ausüben oder das Gewicht nicht halten können, werden Trainer, Futter- und Stallmeister, Pferde-Agenten oder Experten im Fernsehen, wie es in England und Frankreich üblich ist.
Die erfolgreichsten Jockeys eines Jahres werden in Deutschland mit dem Jockey-Championat geehrt.
Wortursprung und Geschichte Das Wort Jockey ist ein Anglizismus und entstammt der Verkleinerungsform des schottischen Vornamens Jock (engl. Jack für Johann), der auch synonym für „Bursche, Reitbursche“ verwendet wirdUrsula Hermann, Knaurs etymologisches Lexikon, 1982, S. 228 und mindestens seit 1529 in Gebrauch ist. Die Geschichte der Jockeys als berufliche und um den Sieg kämpfende Rennreiter lässt sich auch auf England zurückführen. Die ersten Pferderennen fanden wahrscheinlich zu Zeiten Heinrichs II. (1154–1170) statt.Joseph Ritter von Hazzi, Über die Pferderennen…, 1826, S. 16 1599 wird der Jockey bereits in Rennpferde-Kreisen erwähnt. Der Begriff Jockey für eine Person, die in Pferderennen reitet, ist etwa seit 1660 gebräuchlich.Online Etymology Dictionary, Douglas Harper, 2013, über Jockey
Jockeyschule Seit März 2003 besteht in Köln die einzige Jockeyschule Deutschlands,Kölner Stadt-Anzeiger vom 15. März 2003, Zwischen Sattel und Waage die German Jockey School. Vorausgegangen waren Planungen des Zentralverbands des deutschen Galopprennsports und des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen (heute „Deutscher Galopp“) hinsichtlich der Möglichkeiten zur Förderung der Nachwuchsjockeys in Deutschland. An der Schule wird der Beruf Pferdewirt, Schwerpunkt Rennreiten unterrichtet, ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Während einer dreijährigen Ausbildungszeit erlernen die Auszubildenden in einem Rennstall das Reiten von Vollblütern zunächst im Training, später auch im Rennen. Die Schule liegt im Bereich der Galopprennbahn Köln-Weidenpesch.
Weibliche Jockeys Im Jahr 2017 waren nur 14 % der US-amerikanischen Jockeys weiblich. Sie bestritten nur 10 % der Starts. Bei den höchsten Klassen, den amerikanischen Triple-Crown-Rennen, stellen sie nur 2 % der Jockeys. Im britischen Rennsport entfielen zum selben Zeitpunkt 24 % der Jockey-Lizenzen auf Frauen. Im Jahr 2017 waren drei Viertel der Schüler der beiden wichtigsten Ausbildungsstätten für Pferderennen (die British Racing School und das Northern Racing College) weiblich.
Eine der ersten sehr erfolgreichen weiblichen Jockeys war Wantha Davis, die über 1000 Rennen gewann.Wantha Lorena Davis's Obituary, Austin American-Statesman 2021 gewann die Irin Rachel Blackmore als erste Frau überhaupt das Grand National in Aintree, Liverpool, das als das gefährlichste Pferde-Hindernisrennen der Welt gilt.
Herrenreiter Amateur-Rennreiter wurden Herrenreiter genannt. Ab dem Jahr 1934 wurde der Begriff „Herrenreiter“ im Turniersport durch „Amateur“ ersetzt.Amateur oder Berufsreiter. Herrenreiter gibt es nicht mehr! In: Hamburgischer Correspondent. 21. Dezember 1933, S. 6, (Digitalisat); Arierparagraph auch im Rennsport. In: Hamburger Tageblatt. 9. Oktober 1933, S. 4, (Digitalisat)
Stalljockey Eine besondere Stellung im Rennsport hat der Stalljockey. Einen Stalljockey kann sowohl ein Trainer als auch ein Besitzer verpflichten. Die Stalljockey-Position beinhaltet das Recht, sollte das Pferd des Stalljockeys nicht starten können, auf ein anderes Pferd des Besitzers/Trainers im entsprechenden Rennen zu wechseln.Der Stalljockey – Ein Auslaufmodell? galopponline.de Falls Pferde des Besitzers/Trainers in einem Rennen nicht laufen, darf er auch für andere reiten. Die Rolle des Stalljockeys ist in der Rennordnung mit der Nummer 233 geregelt.Rennordnung vom 1. März 1960, in der Neufassung vom 1. Januar 1991 mit Änderungen bis März 2021 Deutscher Galoppe.V. - Verband für Vollblutzucht und Rennen, bei deutscher-galopp.de
Arbeitsreiter Als Arbeitsreiter, englisch Work Rider,Work Rider careersinracing.com werden diejenigen Reiter bezeichnet, die Rennpferde während des täglichen Trainings reiten. Die Arbeitsreiter sind in der Regel Mitarbeiter bzw. Angestellte des jeweiligen Trainers. Victoria von Sachsen-Coburg und Gotha: Zur Bewertung der Tiergerechtheit beim Umgang mit Pferden für den Bereich des Galopprennsports, Seite 41, Cuvillier, 2014, ISBN 9783865374059 Ein Arbeitsreite ist somit unter der Anleitung des Trainers verantworlich für das Training, die Ausbildung und die Entwicklung von Rennpferden, um die allgemeine Renntauglichkeit zu erhalten und zu verbessern. Zu den Aufgaben gehört auchg Pferde zu putzen und füttern und eine große Galopprunde auf der Rennbahn mit ihnen zu reiten.Sie macht Rennpferde zu Siegern: Der Job einer Arbeitsreiterin wdr.de Die Berufsbezeichnung Arbeitsreiter ist keine geschütze.
Weblinks
Über den Jockeyberuf Deutscher Trainer- und Jockey-Verband
Einzelnachweise
Kategorie:Beruf (Sport) Kategorie:Pferdeberuf