mini|Werner Düggelin (zweiter von rechts) 1964 bei Proben eines Stücks von Carl Zuckmayer (Zuckmayer in der Bildmitte) Werner Düggelin (* 7. Dezember 1929 in Zürich; † 6. August 2020 in BaselDaniele Muscionico: Werner Düggelin ist gestorben. In: Neue Zürcher Zeitung online, 6. August 2020, abgerufen am 6. August 2020.Traueranzeigen Werner Düggelin In: Neue Zürcher Zeitung Traueranzeigen, 6. August 2020, abgerufen am 11. August 2020.) war ein Schweizer Theaterregisseur und -direktor.
Leben Werner Düggelin wuchs im schwyzerischen Siebnen als Sohn des Kantonsrats und Schreinermeisters Josef Düggelin und der Marie geb. Eugster auf. Er studierte an der Universität Zürich Germanistik und Romanistik. Über die Arbeit als Beleuchter beim Schauspielhaus Zürich fand er den Weg zum Theater. Düggelin war vor seiner Regietätigkeit als Assistent des Regisseurs Leopold Lindtberg tätig. Dieser riet ihm nach Paris zu gehen.Andreas Keiser: „Heute gibt es nicht mehr so viele Spinner“. In: Swissinfo. 6. Dezember 2004, abgerufen am 6. August 2020. In den 1950er-Jahren erlernte er dort die Theaterregie. Von September 1955 bis Dezember 1958 war er als Regisseur am Landestheater in Darmstadt tätig. Er war einer der ersten deutschsprachigen Regisseure, die Stücke von Samuel Beckett, Eugène Ionesco, Georges Schehadé, Albert Camus, Jean Genet und Paul Claudel in Deutsch inszenierten. Er war von 1968 bis 1975 Direktor des Theaters Basel., Website des Schauspielhauses Zürich. Seitdem arbeitete er als freier Regisseur.
1995 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Basel, 2014 den Kunstpreis der Stadt Zürich.Peter von Matt: Das Licht und die Bretter. In: Neue Zürcher Zeitung. 30. Juni 2014, abgerufen am 6. August 2020.
Inszenierungen (Auswahl) 1964: Leopold Ahlsen: Sie werden sterben, Sire – Schlosspark Theater Berlin 1972: Cenodoxus von Dieter Forte nach Jakob Bidermann – Salzburger Festspiele, Ausstattung Jean Tinguely 2007: Bunbury – Schauspielhaus Zürich 2007: Lieblingsmenschen – Theater Basel 2008: Don Juan – Schauspielhaus Zürich 2009: Die Gerechten – Schauspielhaus Zürich 2011: Die Unterrichtsstunde von Eugène Ionesco – Theater Basel: Schauspiel – Kleine Bühne. Premiere: 16. November 2011. 2013: Schönes von Jon Fosse – Schauspielhaus Zürich 2014: Der Bürger als Edelmann von Molière – Schauspielhaus Zürich
Filme 1985: Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion. – Fernsehfilm. Buch: Maja Hoffmann und Werner Düggelin. Produktion: Schweizer Fernsehen DRS, WDR Köln, SFB Berlin. Regie: Werner Düggelin.
Literatur
Weblinks
Werner Düggelin (1929), Theaterregisseur. In: Das volle Leben. Menschen über 80 bei Frank Baumann. SRF, 14. Juni 2009.
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Darstellender Künstler (Basel) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2020 Kategorie:Mann