Meret Matter (* 27. April 1965 in Bern) ist eine Schweizer Theaterregisseurin.
Leben 1965 als Tochter des Berner Mundart-Liedermachers und Juristen Mani Matter und der Lehrerin (später auch Politikerin) Joy Matter geboren, widmete sich Meret Matter nach Abschluss der Schauspielschule in Bern der Tätigkeit als Regisseurin. 1989 gründete sie zusammen mit Grazia Pergoletti und Ruth Schwegler die Theatergruppe Club 111, zuerst im «Tojo Theater», ihrem eigenen Spielort in der Reitschule Bern, ab 2003 im Schlachthaus Theater Bern. Sie inszenierte ab 2000 am Luzerner Theater, am Schauspielhaus Zürich, am Schauspiel Hannover und am Theater Freiburg. Daneben arbeitet sie in der freien Szene.
Matter hat zwei Kinder und lebt in Bern und Südfrankreich.
Inszenierungen Club 111 1989–2000: Hysterie und Justine, InnenarbeiterInnen, Ich habe stets und viel zu tun, Wo sein Enden, Last des Goldes, Rascher Mond u. a.
Theaterserien 1992: Spaceboard Galuga, SF-Serie in 5 Teilen, Theaterhaus Gessnerallee Zürich 1993: Hobbycop, 3-teiliger Krimi, Gessnerallee Zürich, Kaserne Basel, eingeladen zum IMPULSE Festival 1998: Calimbo, Piratenrevue, Tojo Reitschule Bern, Stücktexte: Matter/Pergoletti.
Weitere Inszenierungen 2000: Frankenstein, Mary Shelly, luzernertheater 2001: Romeo und Julia auf dem Dorfe, Gottfried Keller, Schauspielhaus Zürich, Théâtre Vidy-Lausanne, Tour 2001: Jude von Malta, Christopher Marlowe, luzernertheater 2001: Anarchie in Bayern, R. W. Fassbinder/Club 111, Schlachthaus Theater Bern, Gastspiel: Gessnerallee Zürich 2002: Der gute Mensch von Sezuan, Bertolt Brecht, Schauspielhaus Zürich 2002: Der diskrete Charme der Bourgeoisie, Luis Buñuel, Club 111, Schlachthaus Theater Bern. Gastspiel: Schauspielhaus Zürich 2003: Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte, Elfriede Jelinek, luzernertheater 2003: Wilhelm Tell, Friedrich Schiller, Schauspielhaus Zürich 2003: Bezahlt wird nicht, Dario Fo, Club 111, Schlachthaus Theater Bern, Gastspiel: Schauspielhaus Zürich Schiffbau Box 2003: Knock out, Cirquen’flex / Tanz Kaserne Basel / Berner Tanztage 2004: Wolf sein, Bettina Wegenast, Tournee Festival, Festival Blickfelder: Zürich, Basel, Luzern 2004: Fackeln, Suzanne Zahnd, Dramenprozessor, Schlachthaus Bern, Kaserne Basel, Theater Winkelwiese Zürich 2004: Die heilige Johanna der Schlachthöfe, Bertolt Brecht, Schauspiel Hannover 2005: Mobil, Sergi Belbel (deutsche Erstaufführung), Schauspiel Hannover 2005: Steile Wand, Cirquen’flex / Tanz Rote Fabrik Zürich / Kaserne Basel, Roxy Basel, Dampfzentrale Bern, Festival Harare Simbabwe 2005: Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren, Theater Freiburg 2005: Terrorismus, Gebrüder Presnjakow (Oleg und Wladimir Presnjakow), Hochschule der Künste Bern, Auawirleben-Festival 2005: Orpheus in der Unterwelt nach Cocteau, Ein Film-TheaterProjekt Club 111, Schlachthaus Bern, eingeladen vom Theater an der Winkelwiese Zürich 2006: Madame Bovary, Gustave Flaubert, Theater Freiburg 2006: Elsi, die seltsame Magd, Jeremias Gotthelf, Bearbeitung: S. Grob, Schlachthaus Theater Bern, Festival Perspektiven Europa, Schauspielhaus Hamburg 2007 2007: Glaube Liebe Hoffnung, Ödön von Horváth, Schauspiel Hannover 2007: Stadtdschungel, Musical von Club 111, Matter/Pergoletti und Ensemble Festival Blickfelder: Zürich, Basel, Luzern u. a. 2008: Sommernachtstraum, Shakespeare, Schauspiel Hannover 2008: Mutter und Kind sind wohlauf, O. Chiacchiari, Primadrama Vorstadttheater Basel, Kleintheater Luzern, Tuchlaube Aarau 2008: Kaltes Herz, Wilhelm Hauff, Theater Freiburg 2008: Finanzblätz CH, Live-Berichterstattung aus dem Herzen der Krise, Club 111, Schlachthaus Theater Bern 2009: Popeye, Ein Theatercomic nach Segar, Theater Freiburg 2009: Darlings alive, Club 111, Schlachthaus Theater Bern 2009/13: Popeye’s godda Blues, Ein Theatercomic Club 111, Schlachthaus Bern, Baden, St. Gallen, Schaffhausen, Comic-Festival Luzern, Theaterspektakel Zürich, Usine Toulouse (F), Festival Le Faget (F) 2010: The making of … der Untergang der Vereinigten Staaten von Amerika, Oliver Schmaering, Theaterhaus Jena 2010: Mapiland, Kolypan: Hadorn/Nanez, Theaterspektakel Zürich, Tour 2010: Die Unvollendeten, Sibylle Aeberli/Milena Moser, CH-Tournee 2010: Sex in Zeiten der Apokalypse, Club 111, Schlachthaus Theater Bern 2010/12: Miss Monster, Superheldin/Action/Comic Roxy Theater Basel, Dampfzentrale Bern, Fabriktheater Zürich 2011: Stadtrandfahrt, Eine Bustour durch Bern mit Müslüm im Rahmen des Festivals «Wem gehört die Stadt», Schlachthaus Theater Bern 2011: Herzverbrecher, Projekt der Trois Suisses, CH-Tournee 2011: B-Movie, Schlachthaus Theater Bern 2011: Popeye/Miss Monster, Comic-Double-Feature, Dampfzentrale Bern 2011/12: Cüpliweg 10, Suzanne Zahnd, Ein Immobiliendrama in drei Teilen / Produktion von den Raucherinnen Zürich Plaza Zürich, Progr Bern, SUD Basel 2012: Zum Glück, Ein Musical zur Rettung der Welt, Club 111, Schlachthaus Theater Bern 2013: Wagner trifft Tell, Krneta/Haas, Seelisberg Festival 2013: Miis, Weltpolitik im Sandkasten, Kolypan Theaterspektakel Zürich, CH-Tournee 2013: Die Odyssee für Kinder nach Homer, Fassung Urweider/Matter, Schauspielhaus Zürich 2013: Wir Erben, Eine Schweizer Saga, Gerhard Meister / Suzanne Zahnd Theater Chur / Schlachthaus Theater Bern / Theater Tuchlaube Aarau 2014: Süperimmigrant, Soloshow von Müslüm, Schlachthaus Theater Bern 2020: Submarine 8, Theaterstück im Live-Streaming, Schlachthaus Theater Bern 2022: Ich komme, Theaterstück, nach dem gleichnamigen Roman von Emmanuelle Bayamack-Tam, Schlachthaus Theater Bern 2022: Titanic Live, Theaterstück, nach dem Film Titanic, Schlachthaus Theater Bern
Stipendien 1993: Werkbeitrag der Literaturkommission der Stadt Bern 1995: Stipendium des Kantons Bern in New York, Dauer: 6 Monate 2009: Off-Stage-Stipendium des Kantons Bern
Musik Zusammenarbeit mit diversen Musikern – unter anderem mit Al Comet oder den Dead Brothers – und mit vielen Musikern aus der Avant-Garde-Jazz-Szene wie Fredi Flückiger, Christoph Gantert, Mick Hobbs, Shirley Anne Hoffman, Jean-Jacques Pedretti, Leonid Soybelmann; aber auch mit Sibylle Aeberli, Mario Batković, Beat-Man, Resli Burri, Simon Dellsperger, Ted Gaier, Frank Gerber, Mich Gerber, King Pepe, Hans Platzgumer und Töbi Tobler.
2000: Schrott und Perlen, mit Herwig Ursin und Thomas U. Hostettler 2002: Day of the Dead, Arteplage mobil du jura, Expo 02 2003: Prinzässin (mit Pierre Omer und Denis Schuler) auf Ohrewürm 4 2009: Limbo (mit Pierre Omer) auf Ohrewürm 5 2014: Das Allmachtsrohr, Musiktheater Adolf Wölfli
Literatur
Weblinks
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