Das Amt Bestwig, bis 1911 Amt Eversberg, war ein Amt im Kreis Meschede in der Provinz Westfalen und in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurde das Amt zum 1. Januar 1975 aufgelöst.

Geschichte und Gemeinden mini|130x130px|Siegelmarke Amt Bestwig Im Rahmen der Einführung der Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen wurde 1843 im Kreis Brilon aus der schon bestehenden Bürgermeisterei Eversberg das Amt Eversberg gebildet.Zusammensetzung der Bürgermeisterei Eversberg, Stand 1839 Das Amt umfasste anfänglich die Titularstadt Eversberg und die Landgemeinde Velmede.

1866 wurden aus Gebietsteilen von Velmede die sieben neuen Gemeinden Berlar, Gevelinghausen, Halbeswig, Heringhausen, Nuttlar, Ostwig und Ramsbeck gebildet. Im Jahr 1881 wurde der Amtssitz in den Velmeder Ortsteil Bestwig verlegt und 1911 wurde das Amt in Amt Bestwig umbenannt.GenWiki: Amt Bestwig

1910 wurde die Gemeinde Berlar nach Ramsbeck eingemeindet und 1938 die Gemeinde Halbeswig nach Velmede.

Das Amt Bestwig umfasste seitdem sieben Gemeinden: Eversberg Gevelinghausen Heringhausen Nuttlar Ostwig Ramsbeck Velmede

1961 hatte das Amt bei einer Fläche von 103,02 km² 14285 Einwohner.

Zum 1. Januar 1975 wurde das Amt Bestwig durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz aufgelöst: Eversberg wurde Teil der Stadt Meschede Gevelinghausen wurde Teil der neuen Stadt Olsberg Heringhausen, Nuttlar, Ostwig, Ramsbeck und Velmede wurden Teil der neuen Gemeinde Bestwig.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle 1839 3.694 Einwohnerzahl der Bürgermeisterei Eversberg in Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg, 1841 1871 6.547 Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871 1885 7.447 Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885 1895 7.894 Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1895 1910 8.395 1933 9.997 1939 10.446 1950 11.947 Volkszählung 1950 1961 14.285 Volkszählung 1961 1970 15.532 Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)

Wappen 100px|Wappen des ehemaligen Amt Bestwig Blasonierung In Silber ein grüner Wellenbalken, begleitet oben von vier, unten von drei grünen Kugeln.

Beschreibung Der Wellenbalken steht für die Ruhr, die durch den Amtsbezirk fließt. Die Kugeln symbolisieren die sieben Gemeinden im Amt. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 26. Januar 1962.Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 134 ISBN 3-87793-017-4

Literatur Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 134 ISBN 3-87793-017-4 August Engel, Alfred Bruns: Geschichte der Stadt Eversberg, Meschede 1992, ISBN 3-925680-12-8

Weblinks rund-um-ramsbeck.de

Einzelnachweise

Bestwig Kategorie:Sauerland Kategorie:Geschichte (Hochsauerlandkreis) Bestwig Kategorie:Aufgelöst 1974