miniatur|Lu Synd auf einer Fotografie von Nicola Perscheid Lu Synd (* 15. Juni 1886 als Pauline Hedwig Karoline Müller in KonstanzQuelle: Heiratsurkunde Nr. 817, Standesamt Berlin-Charlottenburg, Landesarchiv Berlin.; † 5. Mai 1978 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin und Filmproduzentin.
Leben
Pauline war eine Tochter des Fabrikbesitzers und amerikanischen Staatsbürgers Otto Müller (1846–1913), der ein Jahr nach ihrer Geburt mit der Familie von Konstanz nach Godesberg zog und dort eine Steppdecken- und Fahnenmanufaktur übernahm bzw. gründete, die auch Bühnenbilder für Theater herstellte.Horst Heidermann, Daniel Schütz: Bühnenbilder aus Godesberg – Die „Rheinischen Werkstätten für Bühnenkunst Godesberg a./Rh.“. In: Godesberger Heimatblätter: Jahresheft des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V., , Heft 43 (2005), Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg, Bad Godesberg 2006, S. 109–149 (hier: S. 111). Sie erhielt eine Ballettausbildung und trat als Tänzerin unter anderem in London auf. Verheiratet war Müller bis zu ihrer Scheidung 1912 mit einem aus Elberfeld stammenden Unternehmer. Seit 1914 lebte sie in Berlin, wo Richard Eichberg sie für den Film entdeckte.
Unter ihrem Künstlernamen „Lu Synd“ war sie von 1916 bis 1919 ein Leinwandstar. Mehrere Filme entstanden als Produktion der Lu Synd-Wartan Film GmbH ihres Ehemannes Aruth Wartan, mit dem sie von 1918 bis 1922 verheiratet war. Von 1919 bis 1921 hielt sie sich in Mailand auf und geriet danach weitgehend in Vergessenheit. Sie spielte Theater und kam zu Beginn der 1940er-Jahre noch einmal zu kurzen Filmauftritten.
Filmografie 1916: Leben um Leben 1916: Aphrodite 1916: BZ-Maxe & Co. 1916: Nächte des Grauens 1917: Die Abenteuer des Kapitän Hansen 1917: Unsichtbare Hände. Der Fall Melvil 1918: Weg der Erlösung 1918: Europa postlagernd 1918: Vom Rande des Sumpfes 1918: Ferdinand Lassalle – Des Volkstribunen Glück und Ende 1919: Sündenlust 1919: Margot de Plaisance 1919: Der Bastard 1919: Die Rache des Bastards 1920: Die tote Stunde 1921: Rennbahnschieber 1941: Menschen im Sturm 1942: Hab’ mich lieb!
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Siebter Band R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 584 f.
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Einzelnachweise
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