Le Cambout (, bretonisch: Ar C’hembod) ist eine ehemalige französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehörte zum Arrondissement Saint-Brieuc. Die Bewohner werden Cambutiades genannt.

Der Erlass des Präfekten vom 4. September 2024 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2025 die Eingliederung von Le Cambout als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Plumieux und Coëtlogon zur Commune nouvelle Plumieux fest.

Geografie

Le Cambout ist der südlichste Ort des Départements Côtes-d’Armor. Er liegt etwa 52 Kilometer südsüdöstlich von Saint-Brieuc und etwa 70 Kilometer westlich von Rennes. Der Ort befindet sich in der Haute-Bretagne an der Grenze zum benachbarten Département Morbihan. Das Ortsgebiet wird hauptsächlich vom Lié im Südwesten und vom Ruisseau de Durbœuf im Südosten entwässert. Das Zentrum liegt auf einer Höhe von etwa . Das Relief des Gebiets ist relativ flach mit einer maximalen Erhebung von im Norden und minimal beim Austritt des Lié im Südwesten.

Teile des Gebiets von Le Cambout gehören zu der ZNIEFF-Naturzone „Forêts de Lanouée“ (530006826). Rund 98 % der Fläche von Le Cambout werden landwirtschaftlich genutzt, 2 % entfallen auf bebaute Flächen (Stand: 2018).

Umgeben wird Le Cambout von den drei Nachbargemeinden und der Commune déléguée:

Toponymie und Geschichte Cambout stammt offenbar vom bretonischen „Combot“ (Gebietseinteilung). Dieser Name „Cambout“ hat mehrere Mutationen erlebt: Quembot, Kembod, Quoubli, bevor er sich in Cambout stabilisiert. Experten der bretonischen Sprache sehen ihn in den bretonischen Wörtern „Kamm“ (Kurve) und „Bod“ („Coat oder Coët“ – Holz). So würde Cambout seinen Namen von der äußeren Gestalt des Ortes als „La courbe du bois“, , erhalten haben. Zweifellos war der Seigneur Besitzer eines Teils des Waldes, von der hügeligen Lage angezogen und baute dort seine Burg. So lebte dort im 12. Jahrhundert Sire Alain (Sire Alain de la courbe du bois oder Cambout).

Am 13. Januar 1866 wurde der Ort auf Grund eines kaiserlichen Dekrets als eigene Gemeinde eingerichtet. Vorher war der Ort ein Teil von Plumieux.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten Kirche Sainte-Anne aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert Herrenhaus La Ville Jégu aus dem 15. Jahrhundert, im 20. Jahrhundert denaturiert Herrenhaus in der Rue Alain de Coislin mit Ursprüngen aus dem 15. Jahrhundert, im 20. Jahrhundert größtenteils neu gebaut

Literatur Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 165.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Bretagne Kategorie:Commune déléguée im Département Côtes-d’Armor Kategorie:Ersterwähnung 1275 Kategorie:Gemeindegründung 1866 Kategorie:Gemeindeauflösung 2024 Kategorie:Plumieux