mini|Hans-Carl Rüdel Hans-Carl Rüdel (* 2. Mai 1906 in Kiel; † 27. Juni 1976 ebenda) war ein deutscher Politiker (CDU).
Leben Während seines Studiums der Pharmazie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel wurde er 1928 Mitglied der Burschenschaft der Krusenrotter, aus deren Altherrenverein er kurz vor seinem Tode austrat.Klaus Oldenhage: Burschenschafter im Deutschen Bundestag (1949–2015). In: Harald Lönnecker (Hrsg.): Deutschland immer gedient zu haben ist unser höchstes Lob!" Zweihundert Jahre Deutsche Burschenschaften - Eine Festschrift zur 200. Wiederkehr des Gründungstages der Burschenschaft am 12. Juni 1815 in Jena (= Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung, Bd. 21), ISBN 978-3-8253-6471-7, S. 1155. Hans-Carl Rüdel übernahm 1936 die Hof-Apotheke in Kiel von seinem Vater. Er führte die Apotheke damit in der vierten Generation. Nachdem auch die Apotheke im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, baute Rüdel nach der Rückkehr 1946 aus der französischen Gefangenschaft sie in den Jahren 1949/1950 wieder auf. Von 1948 bis 1953 war Hans-Carl Rüdel Präsident der Landesapothekenkammer Schleswig-Holstein. 1967 übergab er das Geschäft an seinen Sohn Hans-Jochen Rüdel. mini|Rüdel (links) an Bord der britischen Segelyacht Bloodhound von Prinz Philip in Kiel 1966 Rüdel erregte 1967 als Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs Aufmerksamkeit, als er im Streit, ob Austragungsort für die Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele 1972 Travemünde oder Kiel sein sollte, einen Brief an Karl Carstens (damals Staatssekretär im Verteidigungsministerium) schrieb, in dem er behauptete, Travemünde sei wegen der nahen Grenze zur DDR ungeeignet.
Rüdel war lange Jahre tätig als dänischer Konsul.
Politik Der promovierte Apotheker Rüdel gehörte in der 3. Wahlperiode dem Deutschen Bundestag an. Er kandidierte 1957 im Wahlkreis Kiel, den er mit 50 % der Erststimmen für sich gewinnen konnte. Rüdel war Mitglied der Kieler Ratsversammlung von 1951 bis 1957 und von 1960 bis 1970. 1951 bis 1955 und 1959 bis 1962 war er dort stellvertretender Vorsitzender. Zwischen Juni und November 1959 war er Kieler Stadtpräsident.
Ehrungen 1960 Freiherr-vom-Stein-Gedenkmedaille des Landes Schleswig-Holstein 1971 Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1974 Dannebrogorden 1976 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik
Literatur Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 8: Supplement L–Z. Winter, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-8253-6051-1, S. 214–215. Martin Schumacher: M.d.B. Volksvertretung im Wiederaufbau 1946-1961. Bundestagskandidaten und Mitglieder der westzonalen Vorparlamente. Eine biographische Dokumentation. Düsseldorf, Droste 2000, S. 348 ISBN 3-7700-5224-2.
Weblinks
Handbuch des Deutschen Bundestages, Materialie Nr. 127 der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages vom April 1998, S. 181, (PDF; 1,20 MB) Christa Geckeler, Stadtarchiv Kiel: Biografie auf www.kiel.de
Einzelnachweise
Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Schleswig-Holstein) Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Träger des Dannebrogordens Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Stadtpräsident (Kiel) Kategorie:Person (Kieler Yacht-Club) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben 1976 Kategorie:Mann