Xylanasen sind Enzyme aus der Gruppe der Pentosanasen die verschiedene, im Stützgerüst der pflanzlichen Zellwände vorhandenen Substanzen (Xylane) aufschließen können.

Sie kommen natürlich in Bakterien, Pilzen, Hefen, Protozoen, Algen, xylophagen Insekten, Schnecken und Krebsen, jedoch nicht in Wirbeltieren (diese verdauen diese Stoffe durch ihre Darmflora) vor.Überprüfung der Evaluierung des Produkts Xylanase aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen (PDF; 255 kB) Für den industriellen Einsatz werden Xylanasen häufig gentechnisch aus Pilzen (z-B. Aspergillus- und Trichodermaarten) und Bakterien hergestellt.

Klassifikation Xylanasen bilden die Familien 10 und 11 in der Klassifikation der Glykosidasen nach Henrissat.Bernard Henrissat: Glycosyl hydrolase families: classification and list of entries

Verwendung Sie werden bei der Stärkeverarbeitung (z. B. in Bäckereien zur Verbesserung der Teigeigenschaften), als Futtermittelzusätze (z. B. bei der Geflügelzucht) und in der Papierindustrie verwendet. Es sind in diesem Umfeld Allergien gegen Xylanasen bekannt.V. van Kampen, R. Merget, T. Brüning: Berufliche Allergien gegen Xylanasen. In: Pneumologie. 58, 2004, S. 103–106, .

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Einzelnachweise

Xylanasen Kategorie:Proteingruppe