Hermann Maria Louise Speelmans (* 14. August 1902Geburtsjahr 1902 laut Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films und Filmportal.de. Diese Angabe, wie auch die übrigen Lebensdaten, wurden von der Friedhofsverwaltung Steglitz-Zehlendorf, auf Anfrage am 30. August 2011 bestätigt. in Uerdingen; † 9. Februar 1960 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.
Leben Er studierte in Köln, Heidelberg und Berlin Philosophie, Kunstgeschichte und Soziologie. Während seiner Doktorarbeit über den europäischen Nihilismus kam er als Statist in Köln erstmals zum Theater.
Nach seinem Abschluss begann er seine schauspielerische Tätigkeit 1924 am Schauspielhaus Köln. 1925 spielte er in Hagen und 1926 am Deutschen Theater in Berlin. Seit einer Schifffahrt galt er als verschollen. Heinz Hilpert ließ ihn suchen und als Speelmans in Marseille wieder auftauchte, engagierte er ihn 1928 an das Renaissance-Theater. 1930/31 war er an der Tribüne tätig, später auch an der Komödie.
Nach einigen kleineren Einsätzen erhielt Speelmans 1931 in Der Mann, der seinen Mörder sucht seine erste tragende Filmrolle. Er wurde dann in den Produktionen zur Zeit des Deutschen Reiches 1933 bis 1945 häufig als „ganzer Kerl“ und guter Kumpel im Film eingesetzt, manchmal als Ganove, oft aber als Freund des eigentlichen Helden wie 1942 als Christian Kuchenreutter in Münchhausen. Speelmans stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Speelmans, Hermann, in: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 578
Bei Kriegsende gründete er 1945 mit der „Werkstatt“ seine eigene Wanderbühne und zog mit ihr drei Jahre lang durch die Provinz. Danach erschien er wieder in mehreren Filmen, litt aber auch an Alkoholproblemen. Kurz nach dem Abschluss eines Vertrages mit der DEFA brach er auf der Straße zusammen und starb kurz darauf. Er wurde auf dem Waldfriedhof Zehlendorf beigesetzt, doch ist seine Grabstätte inzwischen aufgelöst.
Filmografie
Hörspiele 1951: Weißjacke – Regie: Otto Kurth 1951: Affäre Dreyfus – Regie: Curt Goetz-Pflug 1951: Der Einzelgänger – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Hinter sieben Fenstern brennt noch Licht – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Die Kurve – Regie: Walter Ohm 1952: Alkestis – Regie: Friedrich-Carl Kobbe 1953: Othello (nach William Shakespeare) – Regie: Walter Ohm 1953: Panamaskandal – Regie: Walter Ohm 1953: Finden Sie Livingston – Regie: Karl Peter Biltz 1953: Die unnützen Mäuler – Regie: Walter Ohm 1956: Das Martyrium der Scheinheiligen – Regie: Walter Ohm 1957: Das Verhör des Lukullus – Regie: Walter Ohm 1957: Das grüne Zelt oder Wie Kapitän Scott den Südpol entdeckte – Regie: Otto Kurth 1958: Himmlische Harmonie – Regie: Walter Ohm 1958: Die Geschichte von Vasco – Regie: Walter Ohm 1958: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand (nach Johann Wolfgang von Goethe) – Regie: Heinz-Günter Stamm 1959: François Cenodoxus, der Doktor von Paris – Regie: Walter Ohm
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Siebter Band R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 407 f.
Weblinks
Biografie mit Fotos bei cyranos.ch Hermann Speelmans in der Synchrondatenbank von Arne Kaul
Einzelnachweise
Kategorie:Synchronsprecher Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Darstellende Kunst (Nationalsozialismus) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1960 Kategorie:Mann