Wolfgang Wilhelm Langenbeck (* 21. Juni 1899 in Göttingen; † 26. März 1967 in Rostock) war ein deutscher Chemiker.
Wolfgang Langenbeck war Hochschulprofessor an verschiedenen deutschen Hochschulen, unter anderem in Münster (Westfalen), wo er ein bekanntes Lehrbuch der organischen Chemie verfasste. 1933 wurde er Professor für organische Chemie an der Universität Greifswald. Zum 1. Mai 1937 trat er der NSDAP (Mitgliedsnummer 4.013.337)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24800375 und im selben Jahr der SA bei.Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 357. Von 1940 bis 1945 lehrte er als Professor für Organische und organisch-technische Chemie an der Technischen Hochschule Dresden. Frühzeitig erkannte er die Bedeutung der organischen Katalyse und deren Beziehung zu den Enzymen.
Ab 1947 forschte und lehrte er an der Universität Rostock. 1951 übernahm er zusätzlich den Lehrstuhl für organische Chemie an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale und wurde Direktor des Instituts für Katalyseforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR in Rostock.Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von Heinz Cassebaum: Lexikon bedeutender Chemiker. Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, S. 258. ISBN 3-323-00185-0.
Ab 1953 war er ordentliches Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften. 1954 wurde er als korrespondierendes Mitglied in die Sächsische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gehörte er seit 1963 als korrespondierendes Mitglied an. Er war seit 1952 auch Mitglied der Leopoldina.Mitgliederverzeichnis 1955 erhielt er den Nationalpreis der DDR. Von 1957 bis 1959 war er Vorsitzender der Chemischen Gesellschaft der DDR.
Im Jahre 1960 wurde er mit der August-Kekulé-Medaille für seine Verdienste auf dem Gebiet der Katalyseforschung ausgezeichnet.
Zu seinen Studenten gehörte unter anderem der spätere Chemiker und Hochschullehrer Heinz Dehne.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Greifswald) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dresden) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock) Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Wissenschaft und Technik Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben 1967 Kategorie:Mann