Ariano Irpino ist eine Gemeinde in der Provinz Avellino, Region Kampanien. Ariano Irpino ist die zweitgrößte Stadt der Provinz.

Lage und Einwohner Die Gemeinde Ariano Irpino liegt rund 50 Kilometer von der Provinzhauptstadt Avellino entfernt. Die mit fast 187 km² größte Gemeinde der Provinz Avellino hat Einwohner (Stand ).

Die Nachbarorte von Ariano Irpino sind Apice (BN), Castelfranco in Miscano (BN), Flumeri, Greci, Grottaminarda, Melito Irpino, Montecalvo Irpino, Monteleone di Puglia (FG), Savignano Irpino, Villanova del Battista und Zungoli. 550px|mini|links|Panorama Bevölkerungsentwicklung Zwischen 1991 und 2001 stieg die Einwohnerzahl von 23.040 auf 23.505. Dies entspricht einer prozentualen Zunahme von 2,0 %. Danach nahm die Bevölkerung wieder ab.

Verkehrsanbindung Das Rückgrat des städtischen Straßennetzes bildet die Staatsstraße 90 (Strada statale 90 delle Puglie), die zusammen mit ihren Varianten 90 bis und 90 dir das gesamte Stadtgebiet durchquert und die Zubringerstraße zur Autobahn A16 interregionale Verbindungen zwischen Kampanien und Apulien herstellt.

Zahlreiche Provinzstraßen bilden ein Netz, das die Erreichbarkeit einzelner Nachbarorte ermöglicht. Das dichte und komplexe Gemeindestraßennetz ist ebenfalls Teil dieses Netzes.

Der Bahnhof Ariano Irpino liegt an der Bahnstrecke Caserta–Foggia in einem kleinen Tal, etwa 5 km vom Stadtzentrum entfernt. Endstation der Strecke ist der Bahnhof Pianerottolo d'Ariano. Im Rahmen des Projekts „Moderne Hochkapazität“ entsteht im weiten Ufita-Tal eine neue Eisenbahninfrastruktur in zentraler Lage für die gesamte Region.

270px|mini|Blick zur Kathedrale von Ariano Irpino Geschichte Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Ariano Irpino ein Internierungslager (campo di concentramento). Die Internierten waren in mehreren Wohnhäusern untergebracht; es handelte sich bei ihnen um politische Oppositionelle, um Angehörige der slawischen Minderheiten in den italienischen Grenzprovinzen und um Jugoslawen aus den von Italien besetzten und annektierten Gebieten. Vereinzelt kamen auch ausländische Juden, Angehörige verfeindeter Nationen und sogar faschistische Informanten nach Ariano Irpino. Im Juli 1943 wurden die italienischen Insassen in die Freiheit entlassen. Das Lager wurde nach dem 8. September 1943 endgültig geschlossen.Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 226–227

Söhne und Töchter der Stadt Diomede Carafa (1492–1560), Kardinal der römisch-katholischen Kirche Filippo Maria Pirelli (1708–1771), Kardinal Enea Franza (1907–1986), Politiker Massimiliano Palinuro (* 1974), römisch-katholischer Geistlicher, Apostolischer Vikar von Istanbul Francesca Albanese (* 1977), UN-Sonderberichterstatterin für Palästina Luigi Grasso (* 1986), Jazzmusiker Pasquale Grasso (* 1988), Jazzmusiker

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Einzelnachweise

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