miniatur|Andrea Eisenhut
Andrea Eisenhut (* 25. Mai 1961 in München) ist eine deutsche Sportkletterin und Sportwissenschaftlerin.
Karriere Andrea Eisenhut begann im Alter von 16 Jahren mit dem Sportklettern. Sie war die erste Frau in Deutschland, die sich in der nationalen Leistungsspitze im Sport- und Wettkampfklettern etablieren konnte. 1982 kletterte sie als erste Deutsche die Route Separate Reality im Yosemite Valley (5.12a amerikanische Skala) und 1984 als erste Frau das Münchner Dach im Altmühltal (IX-).
Nach ihrer Erstbegehung von Apokalypse (IX) im oberen Donautal wurde diese Route eine der maßgeblichen Sportkletterrouten Mitte der 1980er Jahre. Im Alpinen Klettern machte Andrea Eisenhut ebenfalls auf sich aufmerksam; neben vielen klassischen Routen gelang ihr die dritte Rotpunktbegehung der Cassin-Führe in der Westlichen-Zinne-Nordwand in den Sextener Dolomiten (VIII-) und eine frühe Rotpunkt-Begehung der Pilustro-Route am Tofana in den Dolomiten (VII+).http://www.historisches-alpenarchiv.org/data/dokumente/main/12/00126254_m.pdf
1991 erkämpfte sich die Sportstudentin bei den Deutschen Meisterschaften Platz 1. Mit Begehungen der Route Iratechnokratie im Frankenjura und der Route Die letzte Sau am Schleierwasserfall im Kaisergebirge drang sie als erste deutsche Kletterin in den Bereich des zehnten UIAA-Schwierigkeitsgrades vor.
Leben Heute ist Andrea Eisenhut Dozentin für Trainingslehre an der Technischen Universität München. Sie veröffentlichte mehrere Bücher zum Thema Trainingslehre.Andrea Eisenhut et al.: Ausdauertraining. Bruckmann, 2004. Fit für den Berg. BLV, 2004. Konditionstraining. BLV, 1998. Sportklettern. Verletzungen – Prophylaxe – Training. Lochner, 1993. Mittlerweile hat sich Andrea komplett aus dem professionellen Wettkampfgeschehen zurückgezogen und widmet sich in ihrer Freizeit wieder dem Alpinismus. Andrea Eisenhut ist Mutter eines Sohnes und lebt in Kaufbeuren.
Erfolge im Alpinklettern 1980: Vinatzer-Messner-Route (6-) an der Marmolata-Südwand 1980: Schmuck-Kamin (6) an der Fleischbank-Ostwand 1981: Pilastro-Route (7+) an der Tofana-Südwand 1981: Comici-Route (7) an der Große-Zinne-Nordwand 1981: Rebitsch-Spiegl-Route (7-) an der Fleischbank-Ostwand 1982: Bayrischer Traum (8) an der Schüsselkarspitze-Südwand 1982: Engländerführe (7-) an der Blaitière-Westwand 1982: Contamine-Führe (7+) an der Midi-Südwand 1982: Südostverschneidung (7+) an der Fleischbank 1982: Hasse-Brandler-Route (7) an der Rotwand-Südwestwand 1982: Aste-Susatti-Route (6) an der Civetta-Nordwestwand
Erfolge im Sportklettern 1992: 5. Platz lead bei den Masters Chambéry 1991: 1. Platz Deutsche Meisterschaft 1991: 1. Platz Deutscher Sportklettercup Köln 1991: 1. Platz beim 3. Frankenjura Cup Nürnberg 1991: 5. Platz Speedklettern UIAA Weltmeisterschaften Frankfurt am Main 1991: 4. Platz lead: UIAA Weltcup Clusone/Italien 1991: 1. Platz Deutscher Sportklettercup Dresden 1991: 1. Platz Deutscher Sportklettercup Bayreuth 1991: 1. Platz Deutscher Sportklettercup Rosenheim 1990: 1. Platz Internationale Fränkische Sportklettermeisterschaft
Einzelnachweise
Weblinks Erfolgsbilanz Wettkampfklettern auf digitalrock.de
Kategorie:Sportkletterer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Deutscher Meister (Sportklettern) Kategorie:Geboren 1961 Kategorie:Frau