Die Jacquinia sind eine Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Theophrastoideae.
Beschreibung Jacquinia-Arten sind reich verzweigte, halbimmergrüne bis immergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Die kurz gestielten, meist kahlen Laubblätter sind ganzrandig, scheinwirtelig bis wechselständig angeordnet und an der Spitze mit einem kurzen Stachel besetzt.
Der end- oder achselständige traubige Blütenstand enthält wenig bis viele Blüten. Die duftenden, gestielten Blüten sind fünfzählig und zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Die beständigen Kelchblätter sind frei oder fast frei. Die teils drüsige Krone ist glocken- bis urnenförmig, orange, weiß oder gelb. Die Anhängsel (Staminodien) der Krone sind abgeflacht und kronblattähnlich. Die abgeflachten und oft drüsigen Staubfäden, der kurzen Staubblätter, sind am Ansatz vereint und die Staubbeutel stumpf-dreieckig. Der Fruchtknoten ist oberständig mit kurzem Griffel und kleiner, kopfiger Narbe.
Die meist mehrsamige Frucht, eine Beere, ist annähernd rund oder länglich bis verkehrt-eiförmig, das dünne Perikarp ist ledrig bis krustig.
Verbreitung Die Gattung Jacquinia ist beheimatet auf den Westindischen Inseln sowie von Mexiko bis ins nördliche Südamerika.
mini|Jacquinia aculeata mini|Jacquinia keyensis mini|Jacquinia panamensis Systematik Die Gattung Jacquinia wurde 1759 erstbeschriebenCarl Gustaf Sandmark: (PDF; 2,8 MB). Uppsala 1759, S. 27 (Dissertation unter Carl von Linné) und ist nach dem österreichischen Botaniker und Chemiker Nikolaus Joseph von Jacquin benanntHelmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6 (Nachdruck ISBN 3-937872-16-7). .
Sie enthält etwa 32 Arten, darunter: Jacquinia aculeata : Sie kommt in Kuba und auf Hispaniola vor. Jacquinia arborea : Sie kommt auf Inseln in der Karibik, in Mexiko, Honduras und Venezuela vor. Jacquinia armillaris : Sie kommt in Brasilien, Kolumbien, Venezuela und auf Inseln in der Karibik vor. Jacquinia aurantiaca : Sie kommt von Mexiko bis Honduras und Panama vor. Sie wird von manchen Autoren auch als Bonellia macrocarpa zu Bonellia gestellt. Jacquinia berteroi : Sie kommt auf den Bahamas, in Kuba, Hispaniola, Puerto Rico, auf den Cayman Islands, auf den Turks- und Caicosinseln und den nördlichen Kleinen Antillen vor. Jacquinia keyensis : Sie kommt im südlichen Florida, auf Kuba, Haiti, Jamaika, auf den Bahamas und auf den Cayman Islands vor. Jacquinia nervosa : Sie kommt von Mexiko bis Costa Rica vor. Sie wird von manchen Autoren als Bonellia nervosa in die Gattung Bonellia gestellt. Jacquinia panamensis : Sie kommt in Panama vor. Sie wird auch als Bonellia macrocarpa subsp. panamensis zur Gattung Bonellia gestellt.
Nachweise Bertil Ståhl: Theophrastaceae. In: Charles Sprague Sargent: The Silva of North America. Volume V, Houghton, Mifflin, 1893, S. 155–158, Tab. CCXLII, online auf biodiversitylibrary.org.
Einzelnachweise Die Informationen dieses Artikels entstammen zum größten Teil den unter Nachweise angegebenen Quellen, darüber hinaus werden folgende Quellen zitiert:
Datenblatt Jacquinia bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.
Weblinks
Jacquinia bei NYBG.
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