Gaulnhofen (fränkisch: Gaaln-hufmE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 20. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gālnhūfm“) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Nürnberg und ein Distrikt des Statistischen Bezirks 49 Kornburg, Worzeldorf in der Südlichen Außenstadt.
Lage Das Dorf liegt am Gaulnhofener Graben, einem linken Zufluss des Eichenwaldgrabens. Im Westen grenzt ein kleines Waldgebiet an, das vom Main-Donau-Kanal begrenzt wird. Die Kreisstraße N 1 führt nach Katzwang zur Staatsstraße 2407 (2,2 km südwestlich) bzw. nach Herpersdorf (0,7 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die St 2407 kreuzend nach Greuth (2 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1299 als „Geulenhofen“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Gūlo, der Personenname des Siedlungsgründers.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 20. 1331 wurde der Ort in den Zinsbüchern des Klosters Ebrach erwähnt. Zu dessen Grundherrschaft gehörten sechs Güter in Gaulnhofen, zwei gehörten zum Kloster Pillenreuth. Die Verwaltung übte das Amt Katzwang aus, das Hochgericht stand dem Oberamt Schwabach zu.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Gaulnhofen aus 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Kornburg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Katzwang. Grundherren waren das nürnbergische Amt St. Klara und Pillenreuth (1 Ganzhof, 1 Halbhof) und das Amt Katzwang (4 Ganzhöfe, 2 Gütlein).F. Eigler: Schwabach, S. 390f.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 281.
Von 1797 bis 1808 unterstand Gaulnhofen dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Gaulnhofen dem Steuerdistrikt Worzeldorf und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Worzeldorf zugeordnet. Am 1. Juli 1972 wurde Gaulnhofen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingemeindet.F. Eigler: Schwabach, S. 489.
Ehemalige Baudenkmäler Kemptener Straße 74: Eingeschossiges Wohnstallhaus des späten 18. Jahrhunderts. Massiv verputzt; Giebel Fachwerk, verputzt, rückwärtiger Giebel neu aufgemauert und verputzt.G. P. Fehring: Die Stadt Nürnberg, S. 298. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Sonthofener Straße 1: Eingeschossiges Wohnstallhaus des 18./19. Jahrhunderts. Massiv, verputzt; Gliederung durch Bänder. Zugehörige Fachwerkscheune auf massivem Sockel. Um 1800.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1997Einwohner 59 73 70 69 69 64 80 202 232 327 1704 1476HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 13 12 12 14 33 53 482 700Quelle Dort als Gaulenhofen aufgelistet.
Religion Gaulnhofen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war bis in die 1970er Jahre nach Katzwang gepfarrt, seitdem ist die Pfarrei Worzeldorf zuständig. Die Katholiken sind nach Corpus Christi (Herpersdorf) gepfarrt.
Literatur
Statistisches Jahrbuch 1998. Nürnberg
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Statistischer Distrikt von Nürnberg Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1299