mini|James Glimm, Nizza 1970 James Glimm (* 24. März 1934 in Peoria, Illinois) ist ein US-amerikanischer Mathematiker und mathematischer Physiker.
Leben James Glimm studierte zunächst Ingenieurwissenschaften an der Columbia University (B.A.-Abschluss 1956) und danach Mathematik, worin er 1959 bei Richard Kadison promoviert wurde (On a certain class of operator algebras). 1959/60 war er am Institute for Advanced Study, 1960 bis 1968 am MIT (wo er vom Associate Professor zum Professor aufstieg), 1968 bis 1974 und 1982 bis 1989 Professor am Courant Institute of Mathematical Sciences of New York University (dazwischen von 1974 bis 1982 Professor an der Rockefeller University) und ab 1989 Professor an der State University of New York at Stony Brook. Ab 1999 war er auch am Computational Science Center des Brookhaven National Laboratory.
Leistungen Glimm wurde vor allem ab den 1960er Jahren durch seine grundlegenden Arbeiten mit Arthur Jaffe über konstruktive Quantenfeldtheorie bekannt. Später arbeitete er auch über numerische Simulationen mit massivem Computereinsatz (Modellierung von Erdöllagerstätten, biochemische Modelle, Hydrodynamik). Weitere Arbeiten betreffen Operatoralgebren – nach ihm sind die Glimm-Algebren benannt, außerdem bewies er ein („nicht-kommutatives Stone-Weierstraß-“)Approximationstheorem für Operatoralgebren – quantenmechanische statistische Mechanik und die Theorie der Stoßwellen (Erhaltungssätze hyperbolischer partieller Differentialgleichungen).
Ehrungen 1963–1964: Guggenheim-Stipendium 1965–1966: Guggenheim-Stipendium 1979: Preis für Mathematik und Physik der New York Academy of Sciences 1980: Dannie-Heineman-Preis für mathematische Physik mit Arthur Jaffe 1981: Aufnahme in die American Academy of Arts and Sciences 1984: Aufnahme in die National Academy of Sciences 1992: Leroy P. Steele Prize der American Mathematical Society. 2003: National Medal of Science
Von 2007 bis 2009 war er Präsident der American Mathematical Society (AMS), deren Mitglied er ist. 1974 hielt er einen Plenarvortrag auf dem ICM in Vancouver (Analysis over infinite dimensional spaces and applications to quantum field theory) und 1970 war er Invited Speaker auf dem ICM in Nizza (Models for Quantum Field Theory).
Einer seiner Doktoranden ist Thomas C. Spencer.
Weblinks
Homepage bei Stony Brook Seite zu Glimm zur Ernennung als AMS-Präsident, mit Link auf ein Interview
James G. Glimm in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Massachusetts Institute of Technology) Kategorie:Hochschullehrer (New York University) Kategorie:Hochschullehrer (Stony Brook University) Kategorie:Träger der National Medal of Science Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Fellow der American Mathematical Society Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Mann