Odratzheim ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Bas-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est. Sie ist Mitgliedsgemeinde im Gemeindeverband Communauté de communes de la Mossig et du Vignoble.
Geografie Die Gemeinde Odratzheim liegt etwa 18 Kilometer westlich von Straßburg in der Oberrheinebene an der Mossig.
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung bringt eine Besitzbestätigung Karls III. von 884 für das Kloster Honau.MGH DD Karl III, 101 Die ältesten Namensformen sind „Odradesheim“ (884), „Odoltesheim“ (953), „Oteresheim“ (1127). Stadtrecht bekam Odratzheim im Jahr 1276 durch Rudolf I. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Odratzheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Molsheim im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.
Die Synagoge von Odratzheim wurde unter deutscher Besatzung in Brand gesteckt und später der Gemeindeverwaltung übereignet. 1940 wurden die in der Gemeinde verbliebenen jüdischen Einwohner nach Südfrankreich deportiert. Nach Yad Vashem wurden elf ehemalige jüdische Einwohner Opfer während des Holocaust.Odratzheim (Elsass.) Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 27. Dezember 2024.
Die Gemeinde gehörte dem 1994 gegründeten Gemeindeverband Communauté de communes de la Porte du Vignoble an, der 2017 in der Communauté de communes de la Mossig et du Vignoble aufging.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017 Einwohner 349 247 284 291 334 347 399 453 499 Quelle: INSEE: 67354 Odratzheim
Sehenswürdigkeiten Kirche Sainte-Marguerite Ehemalige Synagoge Odratzheim Schloss Odratzheim
Literatur Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 1551–1554.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Grand Est
Kategorie:Weinbauort in Frankreich Kategorie:Ersterwähnung 747