Helpup ist ein Ortsteil von Oerlinghausen im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen.

Geografische Lage Der Ort hat etwa 4579 Einwohner (Stand 2021) und liegt nördlich des Teutoburger Waldes, direkt an der B 66 zwischen Bielefeld und Lage. Durch Helpup fließt der Haferbach.

Geschichte mini|links|Die ev. ref. Kirche in Helpup mini|Alter Krug Vor 500 Jahren bestand Helpup aus einer Ansammlung einzelner Höfe und den dazugehörenden Ackerflächen in den Dörfern Währentrup, Mackenbruch und Wellentrup. Mittelpunkt war der heute noch existierende Alte Krug, ein 1829 an alter Stelle neu erbautes Fachwerkhaus. 1770 bekam Helpup offiziell die erste Schule in einem Privathaus, bis 1800 eine zweiklassige Schule an der Detmolder Straße 66 errichtet wurde.Sven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 204 bis 209.

Am 20. März 1908 erhielten die Gemeinden Mackenbruch, Währentrup, Wellentrup und Greste eine eigene Kirche gegenüber dem Alten Krug. Die evangelisch-reformierte Kirche wurde am 20. März 1908 in Anwesenheit des lippischen Fürsten Leopold IV. feierlich eingeweiht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich der Name Helpup immer stärker durch. So trug die Kirche (1908), der Sportverein (1911), die Liedertafel (1913) und das Postamt (1913) den neuen Namen. Sogar der Bahnhof Kachtenhausen wurde 1913 in Bahnhof Helpup umbenannt.Sven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 163.

Um 1910 hatten die damals zum Amt Oerlinghausen gehörenden Gemeinden Währentrup (826 Einwohner), Wellentrup (885) und Mackenbruch (450) zusammen bereits über 2150 Einwohner.

Am 1. April 1957 entstand die Gemeinde Helpup aus den ehemals selbständigen Gemeinden Währentrup und Mackenbruch sowie Teilen der Gemeinde Wellentrup. Am 1. Januar 1960 hatte Helpup 3243 Einwohner. Albrecht Heißenberg war der erste Bürgermeister von Helpup.Jürgen Hohendorf: Vor 50 Jahren war die Gründung der politischen Gemeinde Helpup. 1. April 1957 – eine neue Gemeinde wird geboren. In: Helpup. Lokaler Anzeiger und amtliche Bekanntmachungen. 42. Jahrgang, 2007, Nr. 6, Seite 1–3. Die Selbständigkeit währte nur zwölf Jahre und endete am 1. Januar 1969 mit der Eingemeindung in die Stadt Oerlinghausen.

Name

Die Wirtsfamilie des Alten Kruges war namensgebend für den Ort Helpup. Den Wirt nannte man zeit seines Lebens nur Helpup. Da die von ihm vor 1640 gegründete Gaststätte am Beginn des langen Anstiegs zum Teutoburger Wald lag, bot er den vorbeiziehenden Fuhrwerken seine Dienste an. Der Ruf help up (hilf hinauf) signalisierte ihm, dass ein zusätzliches Gespann benötigt wurde, um den steilen Anstieg nach Oerlinghausen zu bewältigen. Im Helpuper Wappen ist diese Geschichte dargestellt.Stadt Oerlinghausen (Hrsg.): Oerlinghausen – Geschichte und Geschichten: Helpup, Oerlinghausens neuer Stadtteil, 1984.Sven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 11 bis 14.

Einwohnerentwicklung Jahr 1860 1939 1962 Einwohner 1290 1557 3378

Verkehr und Infrastruktur mini|Bahnhaltepunkt Helpup Der Haltepunkt Helpup liegt an der Bahnstrecke Bielefeld–Lage-Lemgo. Die Strecke wird durch die eurobahn im Stundentakt mit der RB 73 „Der Lipperländer“ bedient.

Sport Der TuS Helpup ist der örtliche Sportverein mit Abteilungen für Korbball, Fußball, Faustball, Badminton, Ju-Jutsu, Schwimmen, Tischtennis, Turnen und Volleyball.

Söhne und Töchter Ewald Berkemeier, langjähriger Politiker, letzter Bürgermeister HelpupsSven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 142. Friedrich Bödeker (1867–1937), Handwerker und Kakteenforscher, wurde in Währentrup geboren Alois Fietz, langjähriger bekannter Helpuper Schwimm-Meister, Namensgeber des Alois-Fietz-Pokals der Schwimmabteilung des TuS HelpupSven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 192. Reinhold Hanning (1921–2017), ehemaliger SS-Unterscharführer in KZ-Wachmannschaften Friedrich Hermeier, Landwirt und Vorsteher von WährentrupSven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 113. Albrecht Heißenberg, erster Bürgermeister HelpupsSven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 129 bis 134. Albrecht Ober, Vorsteher und Bürgermeister von Währentrup, Namensgeber des Albrecht-Ober-Platzes in HelpupSven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 161. Alfred Vogelsänger (1914–1998), Werbefotograf, Gründer der Vogelsänger-StudiosSven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 242. Karl Waldhecker, ehemaliger Wirt des Alten Krugs, Namensgeber des Karlsplatzes in HelpupSven Högermann, Helpup – Und sie riefen Help-Up, Tredition Verlag, Hamburg, 2012, ISBN 978-3-8472-8607-3, Seite 162.

Siehe auch Liste der Straßen und Plätze in Oerlinghausen Liste der Baudenkmäler in Oerlinghausen

Literatur Stadt Oerlinghausen (Hrsg.): Oerlinghausen – Geschichte und Geschichten, 1984.

Weblinks

Webpräsenz des Ortsteils Helpup

Quellen

Kategorie:Geographie (Oerlinghausen) Kategorie:Ort im Kreis Lippe Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Lippe) Kategorie:Teutoburger Wald Kategorie:Gemeindegründung 1957 Kategorie:Gemeindeauflösung 1969